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Star Wars Identities

Mein Freund ist ein wirklich riesiger Fan von Star Wars. Als ich im Internet las, dass nach der Harry Potter Ausstellung jetzt eine Star Wars Ausstellung in das Odysseum in Köln kommt, war mir direkt klar, dass ich mit ihm da hin muss. Ich selber bin jetzt kein Fan von den Filmen und muss gestehen, dass ich Jar Jar Bings nicht so verteufel, wie sonst alle Hardcorefans. So ihr dürft mich jetzt steinigen!

Jedenfalls war ich vor ein paar Wochen bei der Ausstellung, die sich Star Wars Identities nennt, und will euch hier ein paar Fotos von dem Tag zeigen.

Bevor man rein gehen konnte, bekommt man erstmal so ein Headset-Dingen über das dir Informationen mitgeteilt werden. Ich steh ja total auf Sachen an den Ohren – nicht! Die Ausstellung geht los in einem dunklen Raum und man bekommt über das Headset einiges erzählt. Es läuft auf nem großen Display eine Willkommensnachricht ab und danach darf man dann in die eigentliche Ausstellung.

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Es gibt verschiedene Stationen, an denen ein Film läuft und über das Headset bekommt man dann den Ton dazu. Diese Filme wurden aber sehr schnell sehr langweilig, weswegen ich mir die nicht alle gegeben habe. Zu Beginn werden erstmal die Handlanger aus den verschiedenen Star Wars Teilen ausgestellt. Ich habe Stormtrooper, verschiedene Roboter, R2D2, Boba Fett und C3P0 gesehen!
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Dem Charakterdesign war auch ein Teil der Ausstellung gewidmet. Unten seht ihr die unterschiedlichen Formen des JarJar Bings to be. Auch Yoda sah am Anfang eher aus wie ein nordfriesischer Gartenzwerg. Mir haben die Zeichnungen, die durchgängig in der Ausstellung hangen, sehr gut gefallen. Ich steh ja total auf Details und dass die Hintergründe in den alten Filmen wirklich zum großen Teil gemalt waren, hat mich umgehauen.
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Der Millenium Falcon oder im deutschen Rasender Falke konnte als sehr großes Modell bestaunt werden. Auch hier hab ich mich sehr lange aufgehalten, weil es sich bei einigen der Modelle um welche handelte, die im Film zu sehen sind. Ja nix hier Blue- oder Greenscreen und alles animiert, damals war noch richtig Handwerk angesagt! Die Zeichnung des Falcon würde ich mir sehr gerne an die Wand hängen.

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Meinen Lieblingswookie Chewie hätte ich nie für so riesig gehalten. Ich musste echt weit zurück gehen um den überhaupt aufs Foto zu bekommen und dann sind trotzdem noch die Beine ab. Die Kostüme hatten alle einen leicht billigen Touch, was wohl auf die damalige Zeit zurück zu führen ist. Das Budget sah damals sicher noch anders aus als bei heutige Filme. Der Knaller ist und bleibt aber die Zeichnung von Jabba the Hutt.

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Ganz am Ende der Ausstellung dar man dann in die dunkle Seite der Macht eintauchen. Hier war sogar das Licht ein bisschen anders, es war düster im Raum. Die Namen der ganzen Bösewichte kann ich jetzt nicht alle wiedergeben, außer natürlich von Herrn Darth Vader! Okay Darth Maul kenn ich auch noch!

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Mein Fazit der Ausstellung:

Wirklich nur was für die absoluten Über-Fans. Es ist sehr für Kinder ausgerichtet. Es gibt verschiedene Stationen an denen man Fragen beantworten, oder sich für eine Option entscheiden muss. Die Filmchen zwischendurch zeigen ständig den Konflikt zwischen Anakin und Luke, was nach spätestens zwei Filmen langweilig wird. Durch das Ablaufen der Stationen kann man sich einen eigenen Star Wars Charakter zusammenstellen. Meinen gibts hier mit allen Details zu sehen.

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Ich fand es ganz schön die originalen Requisiten mal zu sehen, schließlich haben solche alten Dinge etwas an sich, was ich nicht genau beschreiben kann. Trotzdem hat die Ausstellung meine Wahrnehmung an Star Wars etwas entzaubert. Ich glaube das lag an den Kostümen, die teilweise wirklich billig wirken. Die Knöpfe an Darth Vaders Brust beispielsweise sind aus Holz – BOOM meine Vorstellung wurde komplett zerstört!

Es ist halt doch so, dass die Dinge, die hinter den Kulissen eines Films passieren allzu menschlich sind und mit der im Film thematisierten Zukunft kollidieren.

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Extraschicht – die Nacht der Industriekultur

Nach der diesjährigen Extraschicht bin ich noch ein bisschen mehr Fan der Industriekultur geworden. Ich bin ja seit früher Kindheit von meinen Eltern auf Industriekultur gepolt worden und habe eine nicht ganz heimliche Liebe zu verrostetem Stahl, sowie Zechen und Hochöfen. Ich bin n Pottkind und dann muss man einfach diese Denkmäler der Arbeiterschicht lieben. Wer dies nicht tut, der muss ein ganz kaltes Herz haben und selbst kleine Robben schäbig finden!
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Die Extraschicht – zukünftig aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken! Ich muss gestehen, dass ich bis vor 2 Jahren kein großes Interesse an der Extraschicht hatte. ich dachte mir, hasse doch eh schon alles gesehen, also wieso nochmal, wenn es so überfüllt ist? Dann war ich letztes Jahr bei der übermäßig verregneten Extraschicht und hab mich ein bisschen in den Innenhafen Duisburg verliebt. Genau das isses, man lernt neues kennen. Sachen, die selbst ich alter Industriekulturverehrer noch nicht kenne. Jedenfalls hab ich letztes Jahr mit der Familie beschlossen, dass es dieses Jahr wieder hin geht, egal wie das Wetter ist.
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Im Vorfeld hab ich unglaublich viel recherchiert und fand, dass es in Bochum die meisten Sachen gab, die mich interessierten. Ich hab n richtigen Zeitplan aufgestellt und war fast n bisschen stolz auf mich. Das der dann schon bei der ersten Station komplett über den Haufen geworfen wurde, sei jetzt mal dahin gesagt. Ich war kurz pissig, aber nach ner leckeren Dönninghaus Currywurst (mit dick Mayo) ging es dann auch schon wieder. Wetter war ja super, also wieso rumnörgeln!

Kulturbrauerei Hülsmann in Herne

Los ging es nämlich mit der Kulturbrauerei Hülsmann in Herne, obwohl der Plan vorsah erstmal ins Planetarium. Da war aber ne Schlange von hier bis nach Castrop Rauxel, also den nächsten Punkt auf der Liste angehen! Und der war die Kulturbrauerei. Ich wurde angefixt von einer tollen Bierverkostung. Bei Bier bin ich ja immer dabei. Leider waren es nur 5 verschiedene Biere, insgesamt 0,5l zusammen und davon kannte ich schon 2 Biere. Lohnte also überhaupt nicht. Auch sonst war da nix großartig los. Ein Kollege von mir war um 21 Uhr da, da hatten die schon kein Bier mehr.

Jahrhunderthalle

Die Jahrhunderthalle war an dem Abend meine absolute Lieblingslocation. ich war so angetan von der ganzen Atmosphäre und wollte da gar nicht weg. Als wir ankamen war es noch hell und wir gingen direkt mal in die Halle. Da konnte man sich auf riesigen Sitzkissen hinlegen und den Klängen klassischer Musik lauschen. Über einem hangen die gelben Ballons, die bei einer vergangenen Extraschicht als Wegpunkte dienten. Ich wär da fast weggeknackt, weil es so entspannend war.
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Was aber noch viel spannender war, es gab eine Tour durch die Katakomben der Jahrhunderthalle. Da kommt sonst niemand, außer die Mitarbeiter, runter. Man hatte einen tollen Einblick in das alte Fundament und es wurde uns erklärt, dass es heute noch Tunnel gibt, die quer durch Bochum führen. Viele davon sind Einsturz gefährdet und so richtig weiß niemand, wo welcher Tunnel hinführt. Ich mochte die Mischung aus altem Gemäuer und neuer Architektur wirklich sehr. Da unten war es wie in einer ganz anderen Welt. Es war kalt und feucht und gleichzeitig ganz friedlich. Man bekam von dem Getümmel, das über unseren Köpfen stattfand, nichts mit.

Nach der Tour legten wir uns noch ein wenig in die Halle und entspannten. Danach haben wir draußen noch ein paar Poetry Slammern gelauscht und sind dann weiter gedüst.
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Moritz Fiege Brauerei

Nächster Halt: Fiege! Jeder Bochumer will mir immer weiß machen, wie lecker doch Fiege Bier schmeckt. Aber ich werde nie, wirklich nie Fiege Freund. Es hat für mich einen ganz komischen Nachgeschmack und schmeckt mir deshalb nicht.
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Aber so ne Führung durch ne Brauerei hab ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Es war eigentlich keine richtige Führung, denn da war niemand, der uns durch die Brauerei geleitete, sondern wir gingen einfach so da durch. Vorbei an riesigen Kesseln, in denen gerade das Bier reifte (da hats echt gestunken), und komischen Apparaturen, die ich nicht einordnen kann. Manche von den Kesseln waren leicht voll (hahaha lustig!), in anderen wiederum wurde Wasser gestapelt. Was zum Teufel das genau heißt, ich hab keinen Schimmer.
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Außerhalb durfte man dann Fiege Bier probieren und wir entschieden uns einmal für Fiege Bernstein und Schwarzbier. Das Schwarzbier hatte was von Brot und das Bernstein schmeckte wie Bier, nichts besonderes.

Einen Stand weiter wurde uns dann die Röstung der Gerste erklärt und wir haben Maische probiert. Das hat wirklich wie flüssiges Brot geschmeckt, was ich sehr lecker fand. Das geröstete Getreide war auch total lecker, so als Abends auf der Couch Schnack bestimmt ganz toll!

Zeiss Planetarium

Jetzt war es schon stockdunkel und kurz vor Ende der Extraschicht. Wir versuchten unser Glück nochmal und spazierten rüber zum Planetarium. Da wollten wir ja eigentlich schon ganz am Anfang hin, aber da waren ja die Leute bekloppt in der Schlange am stehen. Wir hatten so ein Glück, denn wir kamen noch in die letzte Vorstellung rein. Ja und dann die bittere Enttäuschung: das waren nur Zusammenschnitte von den normalen Vorstellungen da. Uff, hätte ich dafür angestanden, hätte ich mich mächtig geärgert! Also Planetarium an sich finde ich super, aber das war leider nix.

extraschicht_planetariumDanach ging es dann auch endlich mit dem Nachtbus und schmerzenden Beinen nach Hause. Nachtbus fahren ist ja noch mal so ne klasse für sich. Aber an nem Extraschicht Abend und dann noch nach Gelsenkirchen, leck mich fett! Wir habens überlebt und uns geschworen: Nächstes Jahr wieder!

War wer von euch auch auf der Extraschicht? Wenn ja, was habt ihr euch alles angeschaut? Wenn nein, wieso nicht?

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RETROspecktive – KW 33

Wie ihr seht hab ich den Wochenrückblick umbenannt. Das klingt mir zu fad und irgendwie ausgelutscht und hat was von Deutschunterricht. Also nach Synonymen für Rückblick gesucht und bäm – die Retrospektive entdeckt. Aber weil Retro alleine so langweilig klingt, direkt ein bisschen Essen im Wort versteckt, also RETROspecktive. Find ich geil und beömmel mich gerade sehr.

Die Sache mit der Matratze

Ich hatte diese Woche Urlaub und hatte mir absolut nix vorgenommen. Na außer der Lieferung einer neuen Matratze, die dann aber sowas von flutschweich war, dass ich am selben Tag noch die Retoure beauftragte. Direkt nach diese Misere ging es ins Matratzengeschäft und jetzt kommt Montag hoffentlich die finale Matratze. Wir sind momentan bei Variante Numero 3, ich bin ja nicht so pingelig, dass ist der Herr des Hauses. Aber ständig getrennt schlafen, weil er n schmerzhaften Rücken von der jetzigen Matratze bekommt, ist auch keine Lösung. Es ist übrigens fast unmöglich einen gut sortierten Matratzenladen in Gelsenkirchen zu finden. Die jetzt final ausgesuchte ist aus nem Laden in Herten, der war richtig schön groß und die Frau schien mir auch kompetent.

Spontan nach Emden und Greetsiel

Meinen Urlaub habe ich unbewusst zusammen mit meiner Mutter un meinem Bruder genommen. Weil der Freund ausgeknockt war, hab ich mich kurzerhand bei meiner Familie zum Tagesausflug nach Emden eingeladen. Nach einer 3 stündigen Autofahrt (mein Bruder fuhr und der fährt echt nicht gut) kamen wir dann endlich in Emden an und meine Blase war kurz vorm platzen. Auf der A31 gibt es nämlich nur Rastplätze mit den widerlichsten Toiletten der Welt. Da bringen mich keine 10 Pferde drauf. Also ausgehalten bis Emden. In der Innenstadt bin ich dann total frech in nem Cafe einfach auf den Pott gegangen, danach war ich auch nicht mehr so grummelig.

Emden selber fand ich nicht schön. Ja toll es gibt da das Otto Huis, aber auch ne Hafenrundfahrt ließ mich immer mehr in eine gelangweilte Stimmung versinken und ich wollte nach Hause. Meine Familie wollte aber noch zum berühmten Lipsumer Leuchtturm – das ist der Otto Leuchtturm aus den Filmen! Ich musste total nörgelig den Navigator spielen, merkte aber schnell, dass wir richtig entschieden hatten. Ich brauchte einfach ein bisschen Salzwasser in der Luft und ein paar blöckende Schafe und meine Stimmung war wieder oben auf. Den rest des Tages verbrachten wir dann noch in Greetsiel, eine Stadt wie aus einem Märchenbuch. So stell ich mir Friesland vor, nur echt mit lecker Schwarztee.

Duisburg erkunden

Nach Emden war ich in Entdeckerlaune und wollte dem Freund endlich mal ein bisschen das Ruhrgebiet zeigen. Der wohnt hier seit 2009 und kennt im Grunde nix. Deswegen hab ich mir Duisburg ausgesucht. Zunächst ging es zum Innenhafen, den fand ich bei der Extraschicht 2014 sehr schön und die auch dieses mal im Sonnenlicht fand ich es dort sehr atmosphärisch. Das Wasser ist dermaßen klar, dass die Algen unter Wasser aussehen wie kleine Wälder. Wir haben Wasserhühner dabei beobachtet, wie sie unter Wasser schwammen und dann mit Algen für den Nachwuchs im Schnabel wieder an die Oberfläche kamen. Total faszinierend, sonst ist das Wasser ja eher trüb, dass man sowas gar nicht miterleben kann.

Weiter ging es dann zum Landschaftspark Duisburg Nord. Es ist für mich DAS Wahrzeichen der Industriekultur. Mir geht jedes mal das Herz auf, wenn ich diesen Hochofen sehe und ich bezwinge meine Höhenangst und erklimme die zig Stufen nach oben. Leider war es noch nicht dunkel genug und so konnten wir die tolle Beleuchtung gar nicht genießen. Dafür war die Luft so klar, dass man sehr weit sehen konnte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich außer dem Wasserturm und dem Gasometer nichts zuordnen konnte. Unterhalb des Hochofens gibt es einen Bereich für Kletterer und wir schauten den Leuten von oben einfach mal zu. Es ist total spannend zu sehen, wie sie nur mit Hilfe ihrer Muskeln diese steilen Wände bezwingen. Irgendwann will ich das auch mal machen.

Nordpark Düsseldorf

Ich wollte schon sehr lange mal in den Nordpark in Düsseldorf, weil es dort auch einen japanischen Garten gibt. Das Wetter an dem Tag war um die 30 Grad und als wir endlich im Park ankamen, war ich total enttäuscht. Der ist so unglaublich klein und nicht sehr gut gepflegt. Außerdem waren da überall Kinder und so hauten wir schnell wieder ab. Am Rhein entlang gingen wir dann bis zur Altstadt und fuhren wieder nach Hause. Aber eins fiel mir auf: bei so eine heißen Wetter waren wirklich viele trainierende Menschen unterwegs. Ist das so ein Düsseldorf Problem, weil es da so viel Schickimicki gibt oder sind die Leute einfach nur wahnsinnig?

Korea in Castrop Rauxel vs. deutscher Grillabend

Samstag fand der koreanische Feiertag Gwangbokjeol statt, der wird im Zeichen der Unabhängigkeit Koreas von Japan gefeiert. Dazu treffen sich Koreaner aus ganz Deutschland in Castrop Rauxel. Das ist für den Außenstehenden jetzt sehr verblüffend, aber hier im Pott haben viele Koreaner im Bergbau und sonst wo gearbeitet. Wir sind eigentlich nur hin um die Schwester meines Freunds, deren Mann und den kleinen süßen Neffen zu sehen. Ich fand es extrem komisch so viele Koreaner auf einen Haufen zu sehen und war überwältigt von der Kultur. Aber irgendwie fand ich es spannend.
Abends hatte dann mein Bruder eingeladen und es gab Spezialitäten vom Grill. Meine Mutter hat die besten Cevapcici der Welt gemacht und ich hab mich so voll gefressen. Es war alles so lecker. Übrigens fing es pünktlich zum grillen so richtig an zu schütten. Es goss wie aus Kübeln und wir saßen im Garten unterm Pavillon und mussten uns anschreien, weil der Regen so laut war. Und als wenn wir die Uhr nach gestellt hätten, fing es genau dann auf, als wir fertig waren. Das war total verhext. Aber bei Sonnenschein grillen kann ja jeder.

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Feiertag im Nordsternpark

Wisst ihr noch wie das Wetter am diesjährigen Vatertag war? Wie, dass wisst ihr nicht mehr? Dann werd ich eure grauen Zellen mal wieder in Schwung bringen mit den folgenden Fotos.

Am Vatertag war nämlich Bombenwetter! Und genau aus diesem Grund sind der Liebste und ich auf unsere Räder gestiegen und haben ne kleine, aber feine Fahrradtour am Kanal entlang zum Nordsternpark in Gelsenkirchen gemacht.

Wir waren natürlich nicht die einzigen Leute, die bei diesem sonnigen Wetter mit den Fahrrädern unterwegs waren, weswegen es zwischendurch echt voll wurde am Rhein Herne Kanal. Auf Höhe der Schleuse wussten wir kurzzeitig nicht weiter und wurden von einem netten Fahrradmenschen auf ein kleines Kunstobjekt hingewiesen. Zunächst ging es eine Treppe einen kleinen Berg hinauf. Von dort hatten wir eine prächtige sich auf das BP Öl-Werk in Horst.
Raffinerie
War das jetzt schon die Kunst, fragte ich mich. Nach kurzer Überlegung gingen wir einen verschlungenen Pfad entlang und kamen zu einem riesigen Felsen, der aber irgendwie nicht natürlich aussah. Genau das war die Kunst, die wir suchten. Das Foto hat es übrigens auch schon in das Magic Letters Projekt geschafft! Mehr zu diesem Felsen, findet ihr unter dem Link.
Felsen
Vom Ölgestank angewidert, kraxelten wir den kleinen Hügel wieder runter und fuhren auf der schattigen Kanalseite weiter bis zum Nordsternpark. Weil uns auf den Wegen viel zu viele Menschen waren, sind wir erstmal auf den Turm hoch und haben uns Gelsenkirchen von oben angeguckt. Da oben wehte ein schönes Lüftchen und der Blick war einmalig. Man konnte unglaublich weit sehen.
Ticket zum Turm

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Seit geraumer Zeit kann man auch oben auf dem Förderturm der Kunst direkt auf den Arsch gucken. Ja dieses komische Männchen, dass sich Herkules von Gelsenkirchen nennt, soll Kunst sein. Um genau zu sein 18 Meter hohe Kunst, die man noch aus sehr weiter Ferne erblicken kann. Ich hab euch da mal eine Arsch an Arsch Kollage gebastelt ↓ (psst: noch ein Magic Letters Foto, diesmal zum Thema jetzt)

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Mein Bruder kriegt jedes mal n Hals wenn er den Herkules erblickt und gibt ihm unflätige Namen. Die werde ich jetzt aber mal nicht wiedergeben.
aussicht
Auf dem Turm oben drauf, hat sich auch mal wieder meine Superkraft gezeigt. Es passiert nämlich immer wenn ich etwas genießen möchte, für das ich gezahlt habe und dieses etwas noch auf kleinem Raum stattfindet, dass mindestens ein Arschlochkind anwesend ist. Entweder ist es ein dauerschreiendes Kind oder aber eins, dass dir die ganze Zeit auf die Füße tritt oder dir sonst wie auf den Sack geht. Jetzt ratet mal, was aus dem Aufzug nach uns stieg? Genau – ein Arschlochkind. Der kräftige Wind da oben lies die Eltern aber schnell wieder abhauen, mit dem Kind. Ein Glück. Danach wars fast friedlich da oben!
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Weil die Aussichtsplattform jetzt aber auch nicht ewig groß ist, waren wir nach knapp 20 Minuten durch und radelten zu einer nicht ganz so überfüllten Fläche, setzten uns ins Gras und genossen einfach ein wenig die Sonne.

Das Fahrrad auf dem Foto ist übrigens mein Altes. Ich habe es damals von Hand abgeschliffen und dann auch per Hand angepinselt. Es ist nicht perfekt, aber die Farbe liebe ich heute noch. Jetzt habe ich so einen schicken weißen Beach Cruiser, den ich mit einem Lastengepäckträger samt knallpinker Kiste modifiziert habe. Das Fahrrad ist wunderschön, aber definitiv nicht für hügelige Landschaften gemacht. Deswegen dauert jede Fahrradtour nun etwas länger, dafür bin ich die Queen of the road!
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Fun Fact: ich habe trotz Vatertag nur einmal jemanden in ein Gebüsch pinkeln sehen. Dafür sah ich mehrere von diesen Väter-Kolonnen, von denen sicher nicht mal die Hälfte schon Nachwuchs hat.

Was bisher geschah – oder wieso ich mich jetzt erst melde

Das letzte mal habe ich vor 2 1/2 Wochen was von mir auf dem Blog hören lassen. Irgendwie hatte ich nicht das Bedürfnis oder den Elan etwas zu schreiben. Man könnte auch sagen ich hatte eine Schreibblockade, die mich aber nicht sonderlich störte. Ich bin halt eher von der Sorte, haste keinen Bock zu schreiben oder dir fällt nix ein, dann lass es sein. Bringt doch nichts sich da auf dem Blog rumzuquälen, soll ja nun mal Spaß machen.

Und ich will mit diesem Intro jetzt nicht an das Mimi der restlichen Bloggerwelt anknüpfen, sondern nur kurz klar stellen: alles gut! Nix schlimmes passiert! Ich war nur faul!
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Romantik in Düsseldorf

Im Juli hatte ich auf der Arbeit enormen Stress, da direkt 2 Kollegen ausgefallen sind und ich fast den ganzen Monat für 3 arbeiten musste. Damit mein Gehirn aber mal von der Arbeit weg kommt und ich an was anderes denken kann, ging es mit dem Freund im Gepäck nach Düsseldorf. Wir fuhren entspannt mit der Bahn dort hin und aßen köstliche Nudelsuppen bei naniwa. Das haben wir zusammen schon sehr lange nicht mehr getan und Nudelsuppen von naniwa sind flüssiges Gold! Anschließend ging es noch in die Altstadt und den Sonnenuntergang vor der Rheinkirmes genießen. Solche Tage laden die Batterien definitiv wieder auf.

Regen, nichts als Regen. Oh und Schmerzen!

Ich hab die letzten 2 Monate an furchtbaren neurologischen Symptomen gelitten, die mich fast in den Wahnsinn getrieben haben. Ich war erst beim Orthopäden, der mich weiter an nen Neurologen überwiesen hat. Der machte fürchterliche Stromexperimente mit mir um meine Nerven zu überprüfen. Als der auch keinen Rat wusste, ging es zu einem Spezialisten nach Hattingen. Der wiederum quälte mich nochmal mit Strom und schickte mich ins MRT. Und jetzt zur Diagnose: versteifte Nackenmuskulatur, die die Wirbelsäule verschiebt. Toll, dass mir das nicht der Orthopäde gesagt hat…

Wandern über Stock und Stein

Ich bin immer noch ganz euphorisch, wenn ich an die Wandertour über den Hohen Knochen zum Kahlen Asten denke. Für 17 km habe ich zwar fast 7 Stunden gebraucht, aber es war so ein tolles Erlebnis. Komplett umringt von Feldern und Wäldern ging es fast 1000 Höhenmeter auf teilweise sehr abenteuerlichen Wegen durch die Berge. Die nächste Route ist schon rausgesucht und ich habe direkt meine Mutter angesteckt, die hat sich heute Wanderschuhe gekauft. Ach und wieso meckern alle immer über das Sauerland? Das ist solo schön da!

Endlich Urlaub

Jawoll, ich hab jetzt erstmal ne Woche Urlaub. Das klingt erstmal nicht viel, aber um runter zu kommen, sollte es reichen. Letztes Wochenende habe ich endlich die letzte Schwester meines Freunds kennengelernt. Wir haben richtig lecker koreanisch gegessen und uns super verstanden. Seine Nichte ist ein kleiner anstrengender Flummi, aber unglaublich süß.
Gestern war ich mit meiner Familie auf dem Hafenfest in Oberhausen. Dort haben Piraten Kaffee verkauft. Das war leider auch schon das spannendste an dem ganzen Fest. Auf dem Rückweg hab ich dann noch eine sehr flauschige Katzendame kennengelernt und den besoffenen Strommast entdeckt.


Ansonsten hinke ich beim Fotoprojekt Magic Letters und der Serienparade hinterher und überlege überhaupt noch weiter zu machen. Am Anfang haben die beiden Projekte noch Spaß gemacht, aber zumindest beim Magic Letters Projekt fehlt mir die Hingabe der anderen Teilnehmer. Bei jedem Buchstaben finde ich vielleicht 2 Fotos die mir gefallen und alle anderen sind im Grunde genommen hingesetzt. Das raubt mir ein wenig den Spaß, weil ich das Gefühl habe, dass das Fotografieren nicht ernst genommen wird.