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Wenn man das Alleinsein verlernt.

Ich habe das Alleinsein verlernt. Es ist Sonntagabend halb 10 und ich sitze auf der Couch und versinke immer mehr in meine Gedanken. Ich bin alleine, die Wohnung ist ganz still, ich höre nur meinen Atem oder das Geräusch des Laptops.

Nur ich, mein Herzschlag, meine Atemzüge und meine Gedanken. Und da haben wir auch schon das Problem. Diese Maschine in meinem Kopf lässt es mir schwer fallen alleine in dieser Wohnung zu sitzen. Ich fange dann an über alles und jeden nachzudenken, jede Entscheidung und Situation der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Denke an den morgigen Tag, die Woche, das Wochenende. Denke darüber nach, wieso ich so viel denke und komme einfach nicht zur Ruhe.

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Es ist nicht nur manchmal, sondern sehr oft zermürbend sich so viele Gedanken selbst über Kleinigkeiten zu machen. Alltagssituationen werden noch mal überdacht, Gespräche in der Mittagspause analysiert, Gefühle erforscht und versucht einzuordnen.

Ich war nicht immer so. Früher war ich gerne alleine. Ich hatte kein Problem damit mehrere Tage nur für mich zu sein und Dinge zu tun, an denen ich Spaß habe. Aber irgendwie ist mir dieses Talent abhanden gekommen. Ich bin abhängig. Anhängig von sozialen Kontakten und Unternehmungen, damit ich die Gedankenmaschine mal für 1 oder 2 Stunden Pause hat. Ich bin abhängig von meiner Arbeit und freue mich in diesem Moment schon wieder, wenn ich morgen im Büro sitze und nicht meinen Gedanken nachgehen muss.

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Manchmal frage ich mich ob ich jetzt so viel denke, weil ich es in meiner Jugend zu wenig getan habe. Aber ich glaube dem ist nicht so. Auch früher habe ich viel nachgedacht, konnte aber besser mit meinen Gedanken umgehen. Heute bin ich unglaublich unsicher geworden und frage mich oft, woran das liegt.

Kann man das Alleinsein wieder erlernen? Ich möchte einfach nicht angewiesen sein, auf eine andere Person, nur damit mein Seelenheil wieder in Takt ist. Ich muss das selber hin bekommen, aber wie stelle ich das an?

Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, einfach mal die Fresse halten!

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Nach diesem Kredo lebe ich schon mein Leben lang, aber gerade hier auf dem Blog hab ich gerne und oft die Fresse aufgerissen, also über Dinge die mich wirklich interessieren und zu denen ich meine Meinung kund tun möchte. Aber in den letzten Monaten bin ich in einem schleichenden Prozess verstummt.

Ich habe in den letzten Tagen sehr oft darüber nachgedacht, warum ich seit gefühlten Monaten (okay es ist wirklich nur gefühlt, denn geschrieben hab ich ja was) meinen Blog nicht geöffnet habe und meine Erlebnisse mit euch geteilt habe, wie so viele Male zuvor. Wirklich schlauer bin ich bis jetzt immer noch nicht, aber im Hintergrund schwingt immer ein kleiner negativer Gedanke mit.

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Derzeit passiert so viel Scheisse auf der Welt, dass ich mich allzu oft in meine kleine Kopfwelt verkriege und einfach nur für mich sein möchte. Ich möchte nichts von der Außenwelt mitkriegen, denn egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man Twitter, Facebook oder einfach nur die Nachrichten liest, irgendwas Bekacktes passiert immer und es macht mich müde. Müde ob der Tatsache, dass ich kleines unbedeutendes Wesen da eh nichts gegen machen kann. Dazu kommt dieser ominöse Alltagsrassismus, der leider gar nicht mehr so ominös ist. Es wird so viel Hass im Internet und seit neustem auch im realen Leben verbreitet, den ich nicht nachvollziehen kann. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass ich eine gute Erziehung genossen habe und jemanden wegen Hautfarbe, Religion, Gender oder sonst etwas verurteile. Ich verurteile Menschen, deren Meinung ein Haufen scheisse ist, deren Gesichtspunkte unterirdisch sind und deren Charakter mich anwidert.

Und genau dieses Ohnmachtsgefühl raubt mir den Spaß an diesem kleinen Hobby, dass ich eigentlich liebe und durch dass ich so viele tolle Menschen kennen gelernt habe. Ich brauche mehr Zuckerwatte und Flausch in meinem Leben und fürchte, dass dieses Internet mich derzeit eher vergiftet.

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Aber wieso klein bei geben und sich der Masse an Schlechtem beugen, anstatt einfach selber ein bisschen Konfetti zu versprühen. Ich würde diesen Standpunkt ach so gerne vertreten, aber mir fehlt schlichtweg die Kraft. Ich habe noch so viele Erlebnisse, die ich mit euch teilen möchte und Unmengen an Fotos, die ich noch nicht gezeigt habe. Ich WILL hier wieder aktiver werden, weil mir dieses Sprachrohr so sehr fehlt, aber es ist nicht so einfach. Es ist nicht nur der Schweinehund der mich runterzieht, sondern so viele andere kleine Dinge, die hier nix verloren haben.

Ich glaube übrigens, dass ich nicht die einzige Bloggerin bzw Internetmensch bin, dem es gerade ebenfalls so geht. Es ist sehr leise geworden auf meiner Seite des Internets. Immer mehr Blogs, die ich früher geliebt habe, gibt es nicht mehr. Ob es die gleichen Bewegründe sind, oder schlichtweg das Leben dazwischen gekommen ist, ich finde es sehr schade und will nicht, dass mein Blog dazu gehört.

Seht diesen Beitrag einfach als kleinen Herzschlag, der hoffentlich bald wieder zu einem regelmäßigen Rhythmus wird. 

pmdd

Picture my day Day #21

Juten Tach!

Heute war mal wieder Picture my day Day, diesmal ausgerichtet von Frau Margarete. Ich werde heute nicht viele Worte verlieren, außer das es ein wunderschöner Tag mit richtig tollen Menschen war.

Beim Picture my day Day geht es übrigens darum, dass man seinen Tag für die Internetwelt dokumentiert, alles in fotografier Form, und diese Fotos dann entweder bei Twitter, Facebook, Instagram, auf dem eigene Blog oder sonst wo hochläd mit dem Hashtag #pmdd21. Meinen Tag in bewegten Bildern könnt ihr übrigens auf Snapchat sehen.

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Beschissener Tag & analoge Fotoliebe Part 2

Heute ist ein beschissener Tag! Ich bin alleine zuhause und habe mich darauf eingestellt Möbel zusammen zu bauen. Und obwohl es gestern noch so aussah, als würde es auch heute aus Eimern kübeln, dachte sich das Wetter heute was anderes und die Sonne strahlte wirklich wunderschön vom Himmel. Sobald Daniel das Haus verlassen hatte, brach ich mal wieder in ein furchtbares Tief ein und lag wirklich locker 2 Stunden im Bett ohne etwas zu machen, außer mich alleine und verletzt zu fühlen.

Ich hasse solche Tage wie die Pest. Der Tag heute war eigentlich durchgeplant und eigentlich bin ich im Möbel aufbauen ne absolute Granate, eigentlich! Mit aber so einer dicken Wolke überm Kopf und einem schweren Gemüt bekomme ich selbst die einfachen Dinge nicht hin.

Aber ich will mich daran jetzt nicht festhalten, weswegen ich mal wieder meinen kleinen Blog mit Inhalt fülle! Ich muss nur noch 1 1/2 Stunden rum kriegen, dann bin ich nicht mehr alleine, körperlich und seelisch! Vor kurzem habe ich meinen zweiten analog Film entwickeln lassen und möchte euch nun mit den Ergebnissen bombardieren. Beim ersten Film hatte ich noch sehr große Probleme mit dem Fokussieren, aber nachdem mein Vater mir gezeigt hat, auf was ich achten muss, ist der jetzige Film viel viel besser geworden. Ich finde immer mehr gefallen an der analog Fotografie. (mehr …)

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Glück auf Küwee – der Wein für den Pott

Ich weiß nicht ob ihr es wusstet, aber ich bin der absolute Wein Noob! Aber als wir Blogowskis von den Jungs (und Mädels) von Weine vor Freude zum Wein Tasting des neuen Ruhrpottweins Glück auf Küwee eingeladen wurden, hab ich die Chance ergriffen um Wein besser kennen zu lernen!

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Und was soll ich sagen? Stefan, Oliver und Nadine haben mir das Thema Wein auf so eine sympathische und frische Art und Weise rüber gebracht, dass ich beim nächsten Einkauf, wohl auch mal am Weinregal schnuppern werde. Missionierung erfolgreich würd ich sagen! Ich bin übrigens der festen Überzeugung dass Stefan und Oliver die lässigsten Winzer in ganz Deutschland sind!

Aber jetzt kommen wir mal zu den wichtigen dingen, dem Wein. Weine vor Freude bietet mit Glück auf Küwee neben einem Secco, einen Weißwein, Rose und Rotwein an. Alle Weinsorten werden von Winzern in der Pfalz angebaut und von Hand gepflückt. Das ist daher sehr wichtig, weil so fehlerhafte bzw. verschimmelte Trauben direkt aussortiert werden und später der Wein nicht unnötig durch Chemikalien vermischt werden muss. Eine Maschine sieht nämlich so etwas nicht!

Wir Mädels haben uns fröhlich durch die einzelnen Glück auf Küwee Sorten probiert und je später der Abend wurde, desto lustiger wurden wir natürlich auch. Mein Favorit ist übrigens der Weißwein. Beim ersten probieren musste ich sofort an das Gefühl, dass man beim trinken eines kühlen Radler habt, denken. Also perfekt für mich! Der Secco war richtig schön blubberig und spritzig, der Rose war schon vollmundiger als der Weißwein, aber auch nicht übel. Nur der Rotwein ist als Anfänger glaube ich nicht die richtige Wahl.

2016-05-13-20.05Jetzt kommt bei euch bestimmt die Frage auf: Was zum Teufel ist ein Küwee? Ha, das dachte ich mir auch vor dem Treffen. Also Küwee ist eingeruhrpottet und heißt auf französisch eigentlich Cuvée, was eigentlich nur heißt, dass der Wein aus verschiedenen Rebsorten besteht. Mit Panschen hat das aber nichts zu tun, sondern man ändert so den Charakter des Weins. Also, wieder was gelernt. Und ich finde es richtig geil, dass Stefan und Oliver nicht den französischen Begriff genommen haben. Das wäre dann nämlich sicher ein Pott Wein!
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Wer jetzt Bock auf Wein bekommen hat, der kann dieses Wochenende in Bochum zum Weinfest der Jungs von Weine vor Freude gehen. Da kann man sich durch die unterschiedlichsten Weine probieren und vielleicht auch einen Glück auf Küwee kaufen?