Alpaka Wanderung – zu Besuch auf Daniels kleiner Farm

Die Blogowskis waren mal wieder auf Tour. Diesmal ging es nach Castrop-Rauxel, mit Alpakas durch die Prärie reiten. Okay ich übertreibe bereits am Anfang dieses Beitrags, natürlich sind wir auf den Alpakas nicht geritten, die armen Tiere, sondern gewandert und eine Prärie gibt es in Castrop-Rauxel nun mal auch nicht, aber man darf ja noch träumen!

Jedenfalls haben wir die Einladung von Daniel bekommen, doch mal bei ihm auf der Farm mit seinen Alpakas ein bisschen durch die Felder von Castrop-Rauxel zu wandern. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen! Freitags zum Feierabend noch mal schnell ne Runde mit Alpakas durch die Wildnis drehen, hallo da bin ich sowas von dabei! Ebenfalls am Start waren folgende Damen: SarahJudithKirstenMelanieCarmenStephanie, Fee und Nike.

Daniels kleine Farm, wie er sie selber nennt, liegt sehr idyllisch gelegen am Rande von Castrop-Rauxel. Daniel selber besitzt mittlerweile 11 Wagenbruch-Alpakas, um genau zu sein 11 Alpaka Männchen. Und ich spreche glaube ich auch für die andern Mädels, wenn ich sage, dass die Jungs unsere Herzen im Sturm erobert haben.

Anfangs taten sie noch ganz unnahbar und sind ständig weggerannt vor unserer Horde Mädels. Im Grunde kann ich die Herren ja verstehen. Ich wäre auch erstmal scheu, wenn 9 kichernde Mädels mit Kameras bewaffnet hinter mir her rennen und ständig rum quietschen, weil wieder ein Alpaka süß geguckt hat oder ne Grimasse gezogen hat.

Nach kurzem beschnuppern beiderseits ging es dann ans eingemachte, die Wanderung sollte beginnen. Dafür trieb Daniel erstmal die Herde in den Stall zusammen, damit die Jungs ebenfalls wissen, dass es gleich los geht. Nach kurzer Entleerung sämtlicher Alpaka Blasen (fängt einer an, ist das wie so ein Dominoeffekt), folgte dann der nächste Schritt: Die Alpakas wurden in einen weiteren abgetrennten Bereich geleitet, in dem nun die Halfter angelegt werden.

Um uns das einmal bildlich zu erklären, musste Nike als Beispielalpaka herhalten. Wichtig ist beim Halfter anlegen eigentlich nur Ruhe zu bewahren, denn Alpakas sind Fluchttiere und es nicht gewöhnt am Kopf oder Hals berührt zu werden. Ich habe mich im Vorfeld schon für den weißen Graziano entschieden, weil er der einzige war, der sich hat streicheln lassen. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, wie unfassbar flauschig und weich diese Alpakas sind?

Als ich an der Reihe bin, stellt sich das Vorhaben, den Halfter an Graziano zu befestigen, als gar nicht so einfach dar, denn er drängelt sich ständig zwischen die anderen größeren Alpakas und macht er mir so schwer, überhaupt in seine Nähe zu kommen. Aber irgendwann kann ich ihn mir schnappen und lege behutsam den Halfter und die Leine an. Ab jetzt sind wir ein Team!

Nachdem alle Blogowskis ihr Wunschalpaka gezäumt haben, geht die Wanderung los. Die Herde hat eine ganz eigene Rangordnung, die sich in der Reihenfolge der Karawane widerspiegelt. Ganz zu Beginn läuft immer der Älteste: Jackomo! Danach kommt dann schon direkt Graziano, von dem Daniel selber sagt, dass er das Zeug zum nächsten Leittier hat. Das merke ich auch relativ schnell bei der Wanderung. Sobald die Karawane aufreißt, bleibt Graziano stehen und macht brummende Geräusche. Er geht erst weiter, wenn der Rest wieder aufgeschlossen hat. Aber wehe jemand überholt uns und will seinen Platz in der Karawane einnehmen, dann wird Graziano zur Wildsau und gibt erst auf, wenn er wieder an seinem Platz ist.

Die Wanderung selber führt uns durch Felder und kleine Wälder in der Nähe der Farm und dauert gute 2 Stunden. Als Wanderung mit einem hohen Schwierigkeitsgrad kann man das jetzt nicht bezeichnen, denn die Tiere sind sehr genügsam und wollen am liebsten jeden Grashalm einzeln futtern. Nennen wir es eher gemütliches Gehen mit Alpakas an der Leine und in die Ferne schweifen!

Da wir ja nur 9 Mädels waren und die Jungs in der Überzahl, sind 2 Alpakas ohne Leine mit uns gewandert. Einen kurzen Schreckmoment gab es dann, als eines dieser Alpakas einfach mal ganz woanders her gelaufen ist als die anderen und sich plötzlich auf einer eingezäunten Weide wiederfand. Das Chaos konnte aber schnell wieder behoben werden und so schlängelte sich unsere Karawane weiter durch das Hinterland von Castrop-Rauxel.

Während der Wanderung erzählte uns Daniel allerhand Informationen über die Tiere und deren Haltung. Alpakas spucken zum Beispiel Menschen eher selten bis gar nicht an, sondern nur sich untereinander, wenn sie gerade ihren Standpunkt untermauern wollen bzw. müssen. Außerdem können Alpakas nicht richtig zubeißen. Also selbst wenn ein Finger sich mal in ein Alpakamaul verirrt, wird es nie zu einer ernsten Verletzung kommen. Alpakas sind Herdentiere, sollen also niemals alleine gehalten werden. Außerdem sind sie Fluchttiere! Ich könnte jetzt noch ewig so weiter machen, aber das würde den Rahmen sprengen!

Ein echter Blogger muss natürlich die Gunst der Stunde nutzen und ein Selfie mit seine Begleitalpaka machen. Das sich das dann doch als Lebensaufgabe herausstellt, hätte ich nicht gedacht. Hier seht ihr meine zunächst kläglichen Versuche. Zum Glück kam am Ende dann doch noch ein wirklich grandioses Foto von mir und Graziano zu Stande, das findet ihr am Ende des Beitrags:

Nach gut 2 Stunden endete unsere Wanderung dann wieder auf der Farm. Als Belohnung wurde jedes Alpaka von uns handgefüttert. Graziano hatte da irgendwie kein Bock drauf, also hab musste mein Schüsselinhalt für einen anderen Herren hinhalten. Der war so gefräßig, dass er gleich zwei Schüsseln in Rekordzeit leerte.

Nach so einer langen Wanderung voll neuer Eindrücke braucht man natürlich was in den Magen! Und was würde da besser passen, als eine Brotzeit mit leckeren Getränken. Bei Daniel kann man nämlich auch köstlichen Holundersirup kaufen und der war wirklich einsame Spitze!

Wer jetzt selber so richtig Bock bekommen hat, auch mal so eine Wanderung bei Daniel zu machen oder vielleicht einfach die Alpakas zu besuchen und zu schmusen, der findet hier alle Informationen. Eine Alpaka Wanderung kostet bei Daniel 35€ und ist jeden Cent wert! Im Shop findet ihr neben den leckeren Holundersirup, auch Gutscheine, Alpakawolle und einiges mehr!

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal recht herzlich bei Daniel für den tollen Abend und die Einladung bedanken! Es war mir und hoffentlich dir und deinen Alpakas (ganz besonders Graziano) ein Fest!

Duisburg kann auch grün sein – Rheinaue Friemersheim

Der Ruhrpott ist doch total trist und grau!“ Diesen Satz höre ich immer wieder von Leuten, die  nicht hier geboren oder aufgewachsen sind. In den Köpfen der Leute ist der Ruhrpott immer noch ein Moloch aus Zechen und Betonklötzen mit Kohlenstaub in der Luft. Aber sind wir mal ehrlich: Das ist schon seit meiner Kindheit nicht mehr so und ich bin mittlerweile auch schon zarte 30 Jahre alt und habe nie woanders gewohnt als im Pott.

Wir im Ruhrgebiet haben nicht nur den Luxus, dass eine Stadt direkt an die nächste grenzt, sondern auch verdammt viel Natur um uns rum. Die alten Abraumhalden aus der Bergbauzeit sind heute bewachsen und selbst alte Industrieanlagen betten sich perfekt in die Umgebung ein.

Im Mai bin ich von Gelsenkirchen nach Duisburg gezogen und versuche nun hier neue Lieblingsorte für mich zu finden. Klar kenne ich Duisburg schon als Tourist, aber hier zu wohnen ist nochmal was anderes. Ich wohne fußläufig nur 10 Minuten vom Rhein entfernt und auch die Ruhr ist direkt umme Ecke.

Ich bin zwar noch nicht lange auf der Suche, aber einen Lieblingsort möchte ich euch heute vorstellen: Die Rheinaue in Duisburg Friemersheim.


An einem heißen Sonntag im Mai bin ich mit Lesestoff und Kamera bewaffnet ins Auto gestiegen und Richtung Rheinaue Friemersheim gefahren. Ich hatte Bock auf Natur, Wasser und wenig Menschen und genau das hab ich auch bekommen.

Direkt am Rhein sind Sandbänke, die sich wie kleine Strände aneinander reihen. Von hieraus hat man eine tolle Sicht auf die vorbei fahrenden Schiffe und die Rheinaue Ehingen. Mit nem Comic in der Hand lässt es sich hier wirklich fantastisch aushalten.

Das Wetter an dem Tag war aller erste Sahne und der Himmel gab sein bestes mit wunderschönen Wolkenbergen.

Aber in den Rheinauen gibt es nicht nur Sandbänke und Wolken Porno, sondern auch Unmengen grüner Wiesen mit wildem Klee, Butterblumen und Wicken. Und wenn man ganz viel Glück hat, kann man sogar Schafe auf eine der Weiden entdecken.

Ich kann euch die Rheinaue in Friemersheim nur empfehlen. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde direkt im Ruhrpott.

Habt ihr einen Lieblingsort bei euch in der Stadt und würdet mir den verraten?

Here’s to new beginnings!

April scheint bei mir der Monat der Veränderungen und Neuanfänge zu sein. Gerade erst letztes Jahr im April habe ich einen neuen Job angefangen und somit neue Leute und Perspektiven für mich entdeckt. Ein neues Kapitel wurde aufgeschlagen.

Jetzt haben wir bald wieder April, genau ein Jahr später und wieder steht eine Veränderung in meinem Leben an. Ich breche meine Zelte in Gelsenkirchen ab und ziehe, diesmal jedoch alleine, nach Duisburg. Ja ich bleibe dem Ruhrgebiet erhalten, ziehe nur etwas näher an den Rhein und die Arbeit. Ich nenne es mal ein neues Unterkapitel, denn das letzte ist noch lange nicht abgeschlossen.

Vielleicht liegts aber auch einfach daran, dass der April mein Geburtsmonat ist und ein neues Lebensjahr für mich ansteht. Der Kopf spielt verrückt, weil man nun wieder ein Jahr älter wird und reflektiert sein bisheriges Leben ein bisschen zu kritisch.

Aber vielleicht ist das auch einfach alles Quatsch und manchmal kommt ein Punkt im Leben, an dem man besser nach vorne schaut, als sich immer nur an der Vergangenheit festzuhalten. Sich das einzugestehen ist bestimmt nicht leicht und es braucht unglaublich viel Mut dazu, aber nur so kann man an dem ganzen Bullshit, dem einem wiederfahren ist, wachsen.

here’s to new beginnings! more awesomeness, less consideration.

Zeche Zollverein – Industriekultur meets Welterbe

Endlich mal wieder Zeche aufm Blog! Ich bin ja auf der stetigen Mission, meinem Freund Daniel die Industriekultur des Ruhrgebiets näher zu bringen. Angefangen haben wir damit im Oktober 2014 und schon Anfang letzten Jahres stand die Zeche Zollverein in Essen aufm Plan und erst heute merke ich, dass ich euch die Fotos von „damals“ noch gar nicht gezeigt habe. Dabei ist Zollverein eine der schönsten Zechen wo gibt und nicht umsonst seit 2001 UNESCO Welterbe.

Zeche Zollverein

Die Zeche Zollverein war eins der größten Steinkohlekraftwerke und von 1851 bis 1986 in Betrieb. Als Markenzeichen der Zeche gelten heute der Doppelbock- Förderturm und die neusachlichen Stahlfachwerk Gebäude. Auf Zollverein schlägt jedes Zechen-Fetisch-Herz höher, ja und ich zähl mich dazu! Auf dem Geländer der Zeche und der angrenzenden Kokerei kann man sich gar nicht satt sehen, so viel schönes gibt es hier zu sehen.

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Ruhr Museum

Wer Bock auf noch n bisschen mehr Kultur und Geschichte der Zeche Zollverein hat, der kann sich im Gebäude der ehemaligen Kohlenwäsche das Ruhr Museum ansehen. Hier gibt es nämlich seit der Eröffnung eine Dauerausstellung zu Zollverein.

2006 wurde der Eingang übrigens neu gestaltet und die charakteristische 55 m lange und 24 m hohe orange beleuchtete Rolltreppe installiert. Diese orange beleuchteten Treppen gibts nämlich auch im Museum und sind ne echte Augenweide.

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Eislaufbahn

Im Winter kann man übrigens auf Zollverein sogar Schlittschuh laufen und zwar mitten durch die Kokerei,  entlang der Koksöfen und Schornsteine! Das könnte alles so schön sein, aber leider ist es wirklich immer so extrem voll. Dafür ist zu der Zeit die ganze Kokerei in verschiedenste Lichter getaucht, was dann doch einiges wieder wett macht.

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An alle Zechen Verrückten da draußen: Die Zeche und Kokerei Zollverein lohnt sich und ich kann euch eine Führung durch die Kokerei nur empfehlen. Für Fotointeressierte gibt es sogar extra Führungen.

Den kleinen, architektonischen Bruder gibts übrigens in Gelsenkirchen im Nordsternpark zu begutachten. Gleiches neusachlichen Stahlfachwerk, nur alles n bisschen kleiner.

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Fotoworkshop bei Berit

Im Oktober war ich beim 1. Fotoworkshop von Berit dabei und habe euch noch gar nicht meine Ergebnisse gezeigt. Berit macht, wie ich finde, wunderschöne Fotos, die eine ganz bestimmte Atmosphäre verbreiten. Ihr Stil gefällt mir unglaublich gut und deshalb hab ich mich direkt für den ersten Workshop-Termin eingetragen.
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Anfang Oktober war es soweit und ich durfte die heiligen Hallen der Bürogemeinschaft Oppa Franz betreten. Wir waren eine recht überschaubare Gruppe, was ich richtig super fand. So konnte sich jeder seinen Platz nehmen und den Ideen blieb genug Raum.

Zu Anfang wurde kurz auf die Einstellungen und Funktionen der Kamera eingegangen und schwupps wurden wir auch schon ins „kalte“ Wasser geschmissen. Es gab so unglaublich viele Photoprobs. Neben Tellern, Besteck und Gläsern, gab es auch Unmengen an wunderschönen Blumen und wirklich sehr ansehnliches Essen. Jeder konnte sich also richtig austoben.

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Weil ich ja eher Natur, Menschen und Tiere fotografiere, aber mit Food- und Blumenfotografie so gar nix am Hut habe, fiel es mir am Anfang etwas schwer einen roten Faden zu finden.
Aber nachdem ich den anderen ein bisschen zugeschaut habe, packte auch mich die Kreativität und ich verschwand im Garten mit Blumen und leckeren Törtchen. Unglaublich!


Berit hat bei jedem mal drüber geschaut und Tipps, sowie Anregungen gegeben, aber jedem seinen Raum gelassen. Ich fand es total interessant zu erfahren, wie bestimmte Fotos von ihr in Szene gesetzt wurden und wie viel Körpereinsatz dabei gefragt ist.

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Am Ende war mein Magen voll mit leckerstem Essen und mein Kopf voll mit Ideen. Die Tage nach dem Workshop war ich so voller Inspiration, dass ich an jeder Ecke ein Motiv zum Fotografieren fand, auch wenn ich gar keine Kamera dabei hatte.

Der Workshop hat mir den Spaß am Fotografieren zurück gebracht und mir gezeigt, dass egal mit welchem Medium man nun seine Fotos aufnimmt, der Spaß im Vordergrund stehen sollte.
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Ich kann jeden den Workshop bei Berit wärmstens ans Herz legen. Die nächsten Termine stehen schon fest und wer jetzt Interesse hat, der schaut doch einfach mal bei Berit aufm Blog vorbei.