secrets

you will never see a waved white flag in front me

Ich muss euch unbedingt von meinem Wochenende berichten, weil es wirklich sehr sehr toll war! Zwar auch proppenvoll gepackt, aber manchmal brauch ich das! Es gab so viele Momente die letzten Tage, die ich am liebsten einfrieren würde!

Seit Monaten hatte ich schon Konzertkarten hier rumliegen und dachte, dass es komplett ins Wasser fallen würde, weil ich die weite Reise nicht nach Köln machen wollte. Aber der werte Herr Freund erbarmte sich und begleitete mich, auch wenn es so überhaupt nicht seine Musik war. Erst vor ein paar Wochen stellte sich raus, dass am gleichen Tag Diana ihren Geburtstag feiern würde, also schnorrte ich bei meiner Mutter den Wagen und los ging die weite Reise nach Köln für uns zwei.

Leider streikte nicht nur die Bahn an diesem Wochenende, sondern es spielte auch der BVB gegen den FC Köln. Also versammelte sich gefühlt das halbe Ruhrgebiet mit uns auf der Autobahn und wir brauchten doppelt so lange für dich Strecke. Dass ich die letzten 50 km dringend pinkeln musste setzte allem noch die Krone auf.

In Köln angekommen trafen wir uns erstmal mit Daniels Schwester + Mann zum koreanischen BBQ im meat.ing. Neben drei Koreanern sieht man als einzige nicht Asiatin aus wie der größte Stäbchen Noob. Es war das erste mal koreanischen BBQ für mich und ich möchte es jetzt bitte wöchentlich essen! Wir haben mariniertes Hühnchen-, Schweine- und Rindfleisch, sowie Rindfleisch und Schweinebauch gegrillt. Dazu gab es bestimmt 20 kleine Beilagen und als Vorspeise koreanische Gyoza (ich nenn die jetzt mal so) und als Nachspeise Joghurt mit Honig und Früchten. Ich war kurz davor nach dem Essen aus dem Laden zu rollen.

Im Anschluss gings dann direkt zum Konzert im E-Werk. Ich mag das E-Werk als Location eigentlich ganz gerne, wenn da nicht der miserable Sound wäre. Alles klingt total übersteuert und zu basslastig. Wir sahen uns nicht alle Bands an, weil das zu lange gedauert hätte und ich die „Headliner“ eh nicht sehen wollte. Im Nachhinein habe ich gehört, dass die die schwächste Band an dem Abend waren. Also alles richtig gemacht.
crowd
Weils unten schon recht voll war, suchten wir uns oben auf der Tribüne einen Platz – beste Entscheidung! Zu Anfang spielten Secrets, wegen dieser Band hab ich die Karten nur gekauft. Ich liebe diese Band, einfach jedes Mitglied! Wegen dem bescheidenen Sound, klangen die Herren leider schlechter als sie sind. Richard musste gegen das Schlagzeug und die Gitarren anschreien und Aarons Shouts gingen zwischendurch leider auch unter. Trotzdem hab ich jedes Lied gefeiert!

Nach Secrets waren leider Crown the Empire dran, ich hatte ja auf eine andere Reihenfolge gehofft. Ein paar alte Lieder der Band find ich ganz okay, aber das neue Album mag ich gar nicht. Zu CTE fällt mir nichts positives ein, ich hab mich während des Auftritts kaputt gelacht, weil der Sänger so krumm gesungen hat und einfach aussah wie Ben Stiller gekreuzt mit nem Monchichi. Man waren die kacke!
tgi
Dann kamen endlich The Ghost Inside, meiner Meinung nach die beste Band an diesem Abend. Der Shouter ist der Hammer und sogar Daniel fand die gut! Wahrscheinlich ist das E Werk für genau solche Bands gemacht, denn es klang jeder Song richtig gut! Ganz am Ende spielten sie Engine 45 und wirklich jeder im Publikum ist ausgerastet.

All my life I’ve been waiting for something, that never came.
It never came. But I’m still saying.
All my life I’ve been searching for something,
To break these chains.
But I’ll keep swinging.

Danach traten dann Asking Alexandria auf, aber die haben wir uns nicht gegeben, sondern fuhren lieber zurück nach Gelsenkirchen und auf Dianas Party. Die war eine Horror Mottoparty und deshalb schmissen wir uns noch schnell in furchtbar schlechte Kostüme. Ich erwähne jetzt nicht als was wir gegangen sind, es ist eh nicht erkennbar. Die Party war schon im vollen Gange als wir an kamen und alle schon gut mit dabei.

party

Es hat dann auch nicht lange gedauert und die Bowle kam in meinem Kopf an und alles war auf einmal lustig. Es wurde zum Ghostbusters Song in der Küche getanzt, ich habe viele liebe Menschen wiedersehen und einfach den Abend genossen. Dianas Partys sind fast schon legendär. Die Deko in der ganzen Wohnung war komplett auf Horror getrimmt und auf dem Snacktisch standen Gläser mit Gehirnen drin und abgeschnittene Finger. Außerdem gab es köstliches Essen und die Wackelpudding Shots haben mir dann den Rest gegeben. Aber nicht nur mir, zusammen mit Daniel bin ich schön auf der Couch eingepennt. Kann man mal machen!!

party2

Die Idioten da oben auf dem Bild sind übrigens Chrissi, Daniel, ich und mein Lieblingsamerikaner Thorin Eichenschild! Der war nämlich seit Donnerstag bei uns im Pott und hat die Bude mit uns gerockt. Es war so toll ihn wiedergesehen zu haben und ich freu mich schon aufs nächste mal. Außerdem hat der mir Erdnussbutter M&Ms mitgebracht, allein dafür liebe ich ihn ja schon!

Ich hoffe euer Wochenende war mindestens genauso episch wie meins!

Secrets & Our Last Night Konzert @Underground Köln

Das Konzert ist nun schon 6 Wochen her und es wird verdammt nochmal Zeit, endlich darüber zu schreiben.

Eigentlich war es gar nicht geplant auf das Konzert an diesem Sonntag zu gehen. Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass Our Last Night mit Secrets als Support auch Station in Köln machen würden. Allerdings ist Köln nicht grad umme Ecke und Sonntag Abends noch mit Bus und Bahn nach hause fahren, wo man doch am nächsten Morgen wieder früh aufstehen muss um zur Arbeit zu gehen. Da hatte ich nun wirklich keinen Bock drauf!

Aber wie das Leben so spielt, war ich just in dem Moment, als mir das Konzert wieder in den Kopf kam, auf dem Weg nach Bottrop, die Karre von meiner Mutter auszuleihen. Also gab es keine Ausrede mehr. Mit Diana hab ich dann einfach spontan ausgemacht, dass wir drei Hähnchen nach Köln düsen um männliche Männer auf der Bühne anzuschmachten. Das die Musik der Männers auch noch absolut genial ist, rundete das ganze zusätzlich ab. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass wir echt Glück hatten, weil alle Konzerte danach ausverkauft waren.

Vorbands

Ich bin komplett ohne Erwartungen auf das Konzert gegangen und habe das Underground mit einem debilem Grinsen wieder verlassen. Das Konzert WAR SO GUT! Die regionale Vorband (dessen Namen ich bis heute nicht weiß) hat überhaupt nicht ins Konzept gepasst. Es war ein Geschrammel und Geschreie, dass ich zum Glück nur im Nebenraum mitbekam. Die hatten wohl Vitamin B und sind deswegen an den Gig gekommen.
Als nächstes waren dann Empires Fade dran. Gute solide Show und toller Shouter, der allerdings teilweise zu übertrieben gestikulierte. Seine Tattoos sind allerdings echt krass. Wer mag, kann sich die Band ja mal bei Facebook geben.

Secrets

Dann kam endlich der interessante Teil des Abends, Secrets waren dran. Wir standen zunächst in der Mitte um halt etwas mehr zu sehen, aber leider musste vor und hinter uns die Leute zu moshen beginnen und unnötig in Diana reintreten, also haben wir uns an die Seite gestellt und vom Merchstand aus die Show weiter verfolgt. Es war das erste Mal, dass ich Secrets live gesehen habe, beim letzten Konzert in Duisburg mit OMAM und MMF kamen wir leider zu spät. Bis heute habe ich noch Richards engelsgleiche Stimme in den Ohren und bin immer noch umgehauen von solch einem Talent. Normalerweise sind hohe Stimmen bei Männern eine Rarität, die meisten hören sich an wie vom Rasenmäher überfahren oder können schlichtweg die höhen Töne nicht halten und stammeln sich was zusammen. Richard hat mich mit seiner Stimme einfach nur fertig gemacht und wirklich sehr berührt. Der nicht mehr ganz so neue Shouter Aaron hat mich ebenfalls komplett überzeugt und war ganz große Klasse. Man, die ganze Band ist der absolute Wahnsinn!

Our Last Night

Nach Secrets kamen dann die Headliner des Konzerts: Our Last Night. Die Mädchendichte schwoll binnen Sekunden auf Boybandnievau an und ich bekam kurz etwas Angst, dass ich dieses Konzert taub verlassen würde, weil die Mädels mit ihren Stimmen die Schallmauer durchbrechen (geht das überhaupt) wollten. Leider hatte ich keine Ohrenstöpsel dabei und startete deswegen nicht mal einen Versuch näher an die Bühne zu kommen.

Ich kann es den Mädels nicht verdenken, Diana und ich schmachteten beide Trevor, einer der zwei Sänger, an. Die Stimmung im Publikum war der Hammer und ich war sauglücklich dieses Konzert nicht verpasst zu haben. Welche Lieder genau gespielt wurden, weiß ich nicht mehr, ich genoß aber jeden einzelnen, ob ich nun mitsingen konnte oder nicht. Darum geht es ja nicht, sondern um das Gefühl und das war mehr als awesome!
Vom Konzert selber habe ich nur crappige Handykamera Fotos, die ich noch fast bis zur Unkenntlichkeit bearbeiten musste, aber egal. Die Erinnerungen sind in meinem Kopf festgebrannt und das zählt!
trevor

trevor1

Aftershow

Was ich an den Secrets Boys unfassbar charmant finde, ist der Plausch nach dem Konzert mit dem Publikum. Sie kommen direkt zum Merchstand und du kannst mit ihnen über jeden Blödsinn reden. Norm musste natürlich wieder seine berühmten Ich-nehme-Bandmenschen-auf-den-Arm-Bilder machen. Hier eine kleine Auswahl, auch mal in bewegter Form.
aaronnorm

Norm und Aaron Melzer von Secrets

joeenglish

Norm und Joe English von Secrets (an Joe hat sich Norm fast n Bruch gehoben, dafür genoß Joe die Situation sichtlich)

sherman

Norm und Michael Sherman von Secrets (aka Salvador Dali)

mattnorm

Norm und Matt Wentworth von Our Last Night (er traute dem Braten nicht und wollte nicht auf den Arm genommen werden.)

Was ich von diesem Abend mit nach Hause genommen habe?

  1. Ein wohlig warmes Gefühl in der Bauchgegend, dass mir bestimmt 4 Wochen lang eine Post Konzert Depression beschert hat
  2. Eine neu erweckte Liebe für Secrets und speziell für Richards Stimme. Hier und hier könnt ihr mal in rohen Genuss kommen. WOW!
  3. Auch ich darf mal Fangirl sein und Bandmenschen anschmachten
  4. Joe English und Sherman haben den schönsten Schnörres wo gibt!
  5. Trevor ist zwar erst süße 21, aber gosh ist der Zucker!