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Emscher Landschaftspark – des Ruhrpotts grüne Lunge

First things first: ich wünsche euch einen schönen 1. Advent!

Und ohne lange Umschweife werde ich euch nun von meinem kleinen Abenteuer durch den Emscher Landschaftspark berichten. Einige von euch werden sich jetzt fragen, wie Emscher Landschaftspark?! Ist die Emscher nicht dieser hässliche Kanal voll mit übel riechenden Abwässern? Wer will da denn freiwillig seine Zeit verbringen, da stinkt es doch nur.

Das mag früher so gewesen sein, aber vor ein paar Jahren haben sich 20 Städte und Kreise zusammengetan und den Emscher Landschaftspark ins Leben gerufen, ein über 450 km² großes Areal bestehend aus Parks, Halden (zum Teil mit Landmarken), Industriekultur, Fahrradwegen und vielem mehr. Der Landschaftspark zieht sich auf 25 Stationen von Duisburg bis hin nach Bergkamen und bildet damit die grüne Lunge des Ruhrgebiets. Bis 2020 soll der komplette Landschaftspark fertig gestellt sein.

Meine Reise startet mit einigen anderen Bloggern an einem Samstagmorgen um 9 Uhr in Essen am HBF. Hier erwartet mich bereits Marja von GoBetween, Sabine von Emscher Landschaftspark und Reinhard von Ruhrtour, der uns den ganzen Tag mit Fakten und Anekdoten über das Ruhrgebiet und das Emschertal füttern wird. Mit einem kleinen Reisebus machen wir uns auf den Weg.

Station 1: Haus Ripshorst

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Nach kurzer Fahrzeit schmeißt uns der Busfahrer an unserer ersten Station in Oberhausen raus. Während wir durch den Gehölzgarten laufen und Reinhard uns mit Fakten versorgt, laufen wir durch dichten Nebel. Kaum ist man ein paar Schritte gegangen, erkennt man schon den zurückgelegten Weg nicht mehr. Deswegen sehen wir auch erst recht spät den Zauberlehrling, ein künsterlisch verformter Strommast, der seit der Emscherkunst dort steht und für Belustigung sorgt.
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Weiter geht es entlang des Rhein Herne Kanals. Von der Brücke aus hat man einen tollen Blick auf das Gasometer in Oberhausen, wenn nicht der viele Nebel wäre. Nach kurzer Zeit erreichen wir dann das Haus Ripshorst, dass im Emscher Landschaftspark als Informatonszentrum dient. Betritt man das Haus Ripshorst befindet sich auf dem Boden eine interaktive Karte, die bei Berührung Informationsfilme zu den ingesamt 25 Stationen liefert.

2. Station: Nordsternpark

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Wir fahren weiter nach Gelsenkirchen zum Nordsternpark. Der Nordsternpark war ursprünglich eine Bundesgartenschau auf der ehemaligen Anlage der Zeche Zollverein und ist heute als Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Neben einem Wasserspielplatz, gibt es hier auch ein Amphitheater, dass regelmäßig für Konzerte und Veranstaltungen genutz wird.


Direkt durch den Nordsternpark fließt hier die Emscher, allerdings noch in ihrer Urpsrungsform und nicht renaturiert, wie im restlichen Emscher Landschaftspark. Im Nordsternpark gibt es sogar einen begehbaren Stollen. Dieser wurde ebenfalls für die Bundesgartenschau von Lehrlingen des Bergwergs HUGO Consolidation gebaut und ist ganze 63 Meter lang.

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Wer Informationen zur Renaturierung der Emscher und anderen Bauvorhaben haben möchte, kann sich in die oben gezeigten blauen Rollen stellen und mit Herbert Knebel persönlich telefonieren. Klappt aber auch von zuhause aus. Das Herzstück des Nordsternparks dürfte aber der Nordsternturm mit seinem Herkules oben drauf sein. Den Nordsternturm kann man übrigens für ne schmale Mark sogar betreten.

3. Station: Halde Hoheward

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Nach einem kurzen Mittagsessen machen wir uns auf zur 3. Station der Reise, der Halde Hoheward in Herten. Bevor es aber auf die Halde geht, kehren wir noch ins Emscher Landschaftspark Besucherzentrum ein und dürfen dort die schwarze Kaue der ehemaligen Zecke Ewald bestaunen. Im Besucherzentrum kann man übrigens an Segwaytouren auf die Halde teilnehmen.


Weil die Zeit knapp bemessen ist, werden wir mit dem Bus die Halde hoch gefahren, sowas hab ich auch noch nie erlebt. Normalerweise wird von mir jede Halde mit meinen Füßen bezwungen. Aber mit dem Bus auf die 150 Meter hohe Halde fahren ist eine echtes Erlebnis. Die Halde Hoheward bildet mit der Nachbarhalde Hoppenbruch die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets. Oben angekommen kann man direkt 2 Landmarken bestaunen, das Horizontobservatorium und die Sonnenuhr samt Obelisken. Der Ausblick von der Halde ist wie immer atemberaubend.
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Station 4: Ökologiestation Unna

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Unserer letzte Station ist die Ökologiestation Unna in Bergkamen. Als wir ankommen findet hier gerade das Apfelfest statt und auf dem ganzen Hof finden sich kleine Stände mit selbstgemachten Dingen.
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Die Ökologiestation befindet sich in dem alten Gutshof „Schulze-Heil“ und beherbergt verschiedenste Verbände, die sich mit Umwelt und Naturschutz beschäftigen. Hier wird das Wort Nachhaltigkeit groß geschrieben. Das Wasser für die Toiletten ist schlichtweg aufgefangenes Regenwasser und es gibt sogar eine eigene Pflanzenkläranlage. Außerdem gibt es hier Bienenstöcke und einen Bio Schweinestall zu bestaunen.
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Die am Ende nicht ganz so kleine Reise durch den Emscher Landschaftspark hat mir und meinen Mitstreitern sichtlich Spaß gemacht. Am Ende des Tages war ich so kaputt, aber um so viele Eindrücke und Erfahrungen reicher. Vielen Dank an Sabine und Reinhard für die unzähligen Informationen und auch an Marja für die Organisation!

Wenn ich jetzt euer Interesse geweckt habe den Emscher Landschaftspark mal selber zu bestaunen, dann findet ihr unter emscherlandschaftspark-blog und metropoleruhr massig Informationen dazu. Wer selber mal eine Tour mit Reinhard mitmachen will, kann diese unter ruhrtour planen.

Die Beiträge meiner Mitstreiter findet ihr unter pottgewaechs.de, Wahlheimat.ruhr und Eichental.

Der erste Schnee des Jahres

Ich kann es kaum glauben, aber es hat endlich auch in Gelsenkirchen geschneit. Ich warte darauf schon eine kleine Ewigkeit, aber jetzt ist es endlich soweit.
Samstag Nacht um 2 Uhr machte ich mich gerade auf den Weg ins Bett, als mein Freund auf einmal

draußen schneits!

durch die Wohnung rief. Ich war natürlich direkt wieder hellwach und rannte zur Balkontür und meine Augen fingen an zu glänzen beim Blick auf den Schnee.
Sonntagmorgen wachte ich auf und dachte mir, dass von der weißen Pracht nichts mehr da ist. Aber falsch gedacht! Die Bäume, Sträucher und Wiesen waren noch alle ganz pudrig und ich bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht.
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Noch mit dem Pyjama bekleidet, schnappte ich mir die Kamera und setzte den Schnee auf dem Balkon in Szene. Genau in dem Moment, in dem ich den Balkon betrat, schaute die Sonne hinter den Wolken hervor und der Schnee fing an zu glitzern.

Was ihr da auf den Fotos seht ist mein kleiner Kräutergarten auf dem Balkon. Der Salbei und Rosmarin halten sich wacker, Basilikum, Oregano und Minze haben im Herbst aufgegeben. Aber im Frühling bekommen die bestimmt wieder Mut und trauen sich aus der Erde.
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Jetzt ist der Winter also endlich angekommen, hat sich ja auch genug Zeit gelassen. Ich hoffe, dass wir noch eine richtig schöne Winterwunderlandschaft bekommen. Mit Bergen von Schnee und Eiszapfen. Ich möchte endlich wieder durch mindestens 10 Zentimeter Schnee laufen und dem knacken unter den Schuhsohlen zuhören. Schneeflocken mit der Zunge fangen. Eine Schneeballschlacht mit dem Liebsten veranstalten und vielleicht sogar einen Schneemann bauen.
Also drückt doch mal die Daumen, dass der Schnee noch etwas bleibt.

Düsseldorf a la Pott

Es begab sich der Tag, an dem sich eine riesige Meute an Pottmenschen ins piekfeine Düsseldorf verirrte um dort mit waschechten Hamburgern den japanischen Nudelsuppen zu frönen. Klingt episch, war es auch.

Bei Dagi hatte Menschen aus Hamburg übers Wochenende ihre Zelte aufgeschlagen und denen musste der Pott so richtig schmackhaft gemacht werden. Okay Düsseldorf ist nicht mehr der Pott, aber mit gebürtigen Ruhrpottlern hat man den Flair immer in der Hosentasche! Wieso also Düsseldorf? Na da gibt es bei naniwa die wohl beste Ramen in ganz NRW!! Ich quassel hier nicht nur so rum, sondern spreche die Wahrheit! Meine Asiatischen Arbeitskollegen können das bezeugen und einer von denen besitzt nun mal japanisches Blut.

Nachdem wir uns die Bäuche so richtig voll geschlagen haben, schlenderten wir in Richtung Altstadt. Das Wetter war bombastisch, die Sonne schien und es war warm! Unser Weg führte an Sugarbird Cupcakes vorbei und ich kaufte mir einen richtig gut aussehenden Cupcake. Später beim WM Rudelgucken mit Freunden musste ich aber feststellen, das das Frosting nur aus Sahne bestand. Durchgefallen!

Wir setzten uns am Rhein auf die berühmte Treppe und schauten ein paar durchschnittlichen Breakdancern bei ihrer Show zu. Ich war ganz verzaubert von einer sehr engagierten flaschensammelnden Omi und freute mich meine leere Flasche ihr feierlich übergeben zu können. Aline massakrierte währenddessen ihren oberpornösen Maplesirup Donut und Juju schaute ihr dabei ganz verträumt zu.
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Leider musste ich die Truppe kurze Zeit später verlassen, weil ich mich mit meinen Hagenern zum WM Rudelgucken verabredet hatte. Der Tag war wirklich bombe und morgen seh ich die zwei Grazien Dagi und Aline wieder und wer hätte es gedacht: wir werden bei naniwa schnabbulieren gehen. Hach uns kann man so gut durchschauen!