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Tiger & Turtle – begehbare Landmarkenachterbahn

Machmal muss man einfach spontan sein! Ich mach das viel zu selten, weil halt dann doch meistens die Zeit fehlt oder andere Dinge wichtig wichtig popichtig rufen.

Ich hatte aber die letzten zwei Wochen Urlaub und Zeit satt! Einen Urlausbtag lag ich zusammen mit meinem Freund auf der Couch und wir überlegten, ob wir denn überhaupt noch unsere Ärsche vor die Tür bewegen sollten. Ich hatte nämlich bis dahin den Wagen meiner Mutter ausgeliehen und irgendwie musste der letzte Tag Mobilität mit einem Paukenschlag beendet werden. Beim blättern durch eine Broschüre der Metropoleruhr dann der Geistesblitz – Tiger & Turtle in Duisburg! Da wollte ich schon immer hin.
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Kamera mit dem richtigen Objektiv bestückt, Stativ und Gorillapod eingetütet, Autoschlüssel geschnappt und los geht die Fahrt. Nach 30 Minuten haben wir den Weg nach Duisburg gefunden, allerdings irgendwie nicht die Halde. Die haben wir dann nach 10 Minuten rumgurken endlich gefunden. Ich schwöre, dass ich ohne Navi verloren wäre!
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Die Halde ist nicht hoch, fast schon eher ein Hügel. Nach der ersten Kurve kann man schon etwas von der Landmarke erkennen. Wir sind zur perfekten Uhrzeit da, am Firmament verabschiedet sich gerade die Sonne und der Mond steht schon am Himmel. Der Abend ist klar und man kann unglaublich weit sehen, eine leichte Brise weht und ich wünsche mir Handschuhe herbei.

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Nach der nächsten Kurve zeigt sich Tiger & Turtle in seiner vollen Pracht, hell erleuchtet thront die Landmarke auf der kleinen Halde und läd mich förmlich dazu ein meinen Akku leer zu knipsen (was ich an dem Abend auch tat!).TigerTurtle_28

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Nicht nur von unten sieht die begehbare Achterbahn ein bisschen ausserirdisch aus, sondern auch wenn man über die Stufen läuft. Durch den Wind vibriert das ganze Gebilde und durch die hohen Gitter kommt man sich vor wie in einem Labyrinth. Gefühlt jede zweite Stufe bleibe ich stehen und habe ein neues Motiv ins Auge gefasst. Die Wölbungen und Rundungen machen mich echt an. Dazu dieses künstliche, fast weiße Licht. Ein Traum!TigerTurtle_23

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Neben uns waren noch zwei andere Pärchen auf der Halde, es war also relativ ruhig. Nach ca. einer Stunde machen wir uns wieder auf den Rückweg, denn es fröstelt uns. Es ist jetzt stockdunkel und auf dem Weg treffen wir etliche Kröten.  Es ist wohl gerade Zeit für die Krötenwanderung auf der Halde.

Mir hat der Ausflug zur Landmarke Tiger & Turtle echt gefallen, wahrscheinlich weil er gerade so spontan war. Ihr solltet unbedingt im dunkeln dort hoch, denn am Tag stelle ich mir den Anblick sehr fad vor.

Fun Fact: Jedes mal, wenn ich nach Duisburg fahre, fängt die Tankleuchte im Auto noch auf der Autobahn an zu leuchten. Es ist wie verflucht!

Tetraeder zu Bottrop – ein Besuch in der Heimat

Bottrop – meine Heimatstadt. Hier bin ich im Stadtteil Batenbrock aufgewachsen und habe dort ganze 22 Jahre gelebt, nachdem es mich nach Dortmund zog.

Mein Freund wollte nun meine Heimatstadt kennen lernen und ich musste wirklich erstmal überlegen, weil ich Bottrop zwar mag, aber man da eigentlich keine Sehenswürdigkeiten hat, außer das Tetraeder! Also ging es eines nicht ganz so schönen Tages mit der Kamera bewaffnet in Richtung Bottrop um die Halde und dann das Tetraeder zu besteigen.
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Weil ich das Tetraeder schon immer kenne, aber die genauen Hintergründe nicht mehr zusammen bekomme, habe ch mich einfach mal bei Wikipedia bedient. Hier also ein paar Infos zur Landmarke Tetraeder:

Seit Oktober 1995 kann man auf der Halde Beckstraße in Bottrop Batenbrock die Landmarke Tetraeder nicht nur bestaunen, sondern auch begehen. Auf der Landmarke gibt es drei Aussichtsplattformen. Die erste befindet sich auf 18 Metern, die zweite auf 32 Metern und die dritte auf 38 Metern, das besteigen ist also nichts für Menschen mit Höhenangst. Zudem besteht jeder Boden aus Lochgitter und man kann so direkt in die Tiefe sehen.

Genug mit den staubigen Fakten, her mit den Bildern! Das Wetter an dem Tag war irgendwas zwischen Herbst und beginnender Winter. Es waren viele Wolken am Himmel, der Wind blies schon oben auf der Halde wie Hulle und es war dementsprechend kalt. Trotzdem konnte ich im „hellen“ noch ein paar schöne Bilder schießen.

Die Aussicht war trotz des diesigen Wetter atemberaubend. Ich konnte das Gasometer in Oberhausen sehen, die Essener City, die Schalke Arena und das Werk in Schüren, außerdem die Kreuzhalde und natürlich Bottrop von oben. Langsam wurde es dunkel und das Tetraeder erleuchtete in der Dämmerung. Auf der 1. Plattform schauten wir uns dann eine ganze Zeit noch die Stadtlichter an, bis es mir dann doch zu kalt wurde.

Es war wirklich schön, nach Jahren mal wieder das Tetraeder zu besteigen und Haldenluft zu schnuppern. Früher bin ich dort so oft mit Freunde auf dem Fahrrad hochgefahren und wir haben einfach in die Ferne geschaut und die Aussicht genossen. Bottrop hat zwar nicht viel kulturelles zu bieten, aber das Tetraeder ist einfach einsame Klasse und jeder sollte dort mal hochklettern und einen Blick auf das Ruhrgebiet von oben werfen. Außerdem isses umsonst!