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Extraschicht – die Nacht der Industriekultur

Nach der diesjährigen Extraschicht bin ich noch ein bisschen mehr Fan der Industriekultur geworden. Ich bin ja seit früher Kindheit von meinen Eltern auf Industriekultur gepolt worden und habe eine nicht ganz heimliche Liebe zu verrostetem Stahl, sowie Zechen und Hochöfen. Ich bin n Pottkind und dann muss man einfach diese Denkmäler der Arbeiterschicht lieben. Wer dies nicht tut, der muss ein ganz kaltes Herz haben und selbst kleine Robben schäbig finden!
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Die Extraschicht – zukünftig aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken! Ich muss gestehen, dass ich bis vor 2 Jahren kein großes Interesse an der Extraschicht hatte. ich dachte mir, hasse doch eh schon alles gesehen, also wieso nochmal, wenn es so überfüllt ist? Dann war ich letztes Jahr bei der übermäßig verregneten Extraschicht und hab mich ein bisschen in den Innenhafen Duisburg verliebt. Genau das isses, man lernt neues kennen. Sachen, die selbst ich alter Industriekulturverehrer noch nicht kenne. Jedenfalls hab ich letztes Jahr mit der Familie beschlossen, dass es dieses Jahr wieder hin geht, egal wie das Wetter ist.
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Im Vorfeld hab ich unglaublich viel recherchiert und fand, dass es in Bochum die meisten Sachen gab, die mich interessierten. Ich hab n richtigen Zeitplan aufgestellt und war fast n bisschen stolz auf mich. Das der dann schon bei der ersten Station komplett über den Haufen geworfen wurde, sei jetzt mal dahin gesagt. Ich war kurz pissig, aber nach ner leckeren Dönninghaus Currywurst (mit dick Mayo) ging es dann auch schon wieder. Wetter war ja super, also wieso rumnörgeln!

Kulturbrauerei Hülsmann in Herne

Los ging es nämlich mit der Kulturbrauerei Hülsmann in Herne, obwohl der Plan vorsah erstmal ins Planetarium. Da war aber ne Schlange von hier bis nach Castrop Rauxel, also den nächsten Punkt auf der Liste angehen! Und der war die Kulturbrauerei. Ich wurde angefixt von einer tollen Bierverkostung. Bei Bier bin ich ja immer dabei. Leider waren es nur 5 verschiedene Biere, insgesamt 0,5l zusammen und davon kannte ich schon 2 Biere. Lohnte also überhaupt nicht. Auch sonst war da nix großartig los. Ein Kollege von mir war um 21 Uhr da, da hatten die schon kein Bier mehr.

Jahrhunderthalle

Die Jahrhunderthalle war an dem Abend meine absolute Lieblingslocation. ich war so angetan von der ganzen Atmosphäre und wollte da gar nicht weg. Als wir ankamen war es noch hell und wir gingen direkt mal in die Halle. Da konnte man sich auf riesigen Sitzkissen hinlegen und den Klängen klassischer Musik lauschen. Über einem hangen die gelben Ballons, die bei einer vergangenen Extraschicht als Wegpunkte dienten. Ich wär da fast weggeknackt, weil es so entspannend war.
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Was aber noch viel spannender war, es gab eine Tour durch die Katakomben der Jahrhunderthalle. Da kommt sonst niemand, außer die Mitarbeiter, runter. Man hatte einen tollen Einblick in das alte Fundament und es wurde uns erklärt, dass es heute noch Tunnel gibt, die quer durch Bochum führen. Viele davon sind Einsturz gefährdet und so richtig weiß niemand, wo welcher Tunnel hinführt. Ich mochte die Mischung aus altem Gemäuer und neuer Architektur wirklich sehr. Da unten war es wie in einer ganz anderen Welt. Es war kalt und feucht und gleichzeitig ganz friedlich. Man bekam von dem Getümmel, das über unseren Köpfen stattfand, nichts mit.


Nach der Tour legten wir uns noch ein wenig in die Halle und entspannten. Danach haben wir draußen noch ein paar Poetry Slammern gelauscht und sind dann weiter gedüst.
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Moritz Fiege Brauerei

Nächster Halt: Fiege! Jeder Bochumer will mir immer weiß machen, wie lecker doch Fiege Bier schmeckt. Aber ich werde nie, wirklich nie Fiege Freund. Es hat für mich einen ganz komischen Nachgeschmack und schmeckt mir deshalb nicht.
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Aber so ne Führung durch ne Brauerei hab ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Es war eigentlich keine richtige Führung, denn da war niemand, der uns durch die Brauerei geleitete, sondern wir gingen einfach so da durch. Vorbei an riesigen Kesseln, in denen gerade das Bier reifte (da hats echt gestunken), und komischen Apparaturen, die ich nicht einordnen kann. Manche von den Kesseln waren leicht voll (hahaha lustig!), in anderen wiederum wurde Wasser gestapelt. Was zum Teufel das genau heißt, ich hab keinen Schimmer.
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Außerhalb durfte man dann Fiege Bier probieren und wir entschieden uns einmal für Fiege Bernstein und Schwarzbier. Das Schwarzbier hatte was von Brot und das Bernstein schmeckte wie Bier, nichts besonderes.

Einen Stand weiter wurde uns dann die Röstung der Gerste erklärt und wir haben Maische probiert. Das hat wirklich wie flüssiges Brot geschmeckt, was ich sehr lecker fand. Das geröstete Getreide war auch total lecker, so als Abends auf der Couch Schnack bestimmt ganz toll!

Zeiss Planetarium

Jetzt war es schon stockdunkel und kurz vor Ende der Extraschicht. Wir versuchten unser Glück nochmal und spazierten rüber zum Planetarium. Da wollten wir ja eigentlich schon ganz am Anfang hin, aber da waren ja die Leute bekloppt in der Schlange am stehen. Wir hatten so ein Glück, denn wir kamen noch in die letzte Vorstellung rein. Ja und dann die bittere Enttäuschung: das waren nur Zusammenschnitte von den normalen Vorstellungen da. Uff, hätte ich dafür angestanden, hätte ich mich mächtig geärgert! Also Planetarium an sich finde ich super, aber das war leider nix.

extraschicht_planetariumDanach ging es dann auch endlich mit dem Nachtbus und schmerzenden Beinen nach Hause. Nachtbus fahren ist ja noch mal so ne klasse für sich. Aber an nem Extraschicht Abend und dann noch nach Gelsenkirchen, leck mich fett! Wir habens überlebt und uns geschworen: Nächstes Jahr wieder!

War wer von euch auch auf der Extraschicht? Wenn ja, was habt ihr euch alles angeschaut? Wenn nein, wieso nicht?

Wochenrückblick KW 25/26

Die letzten Wochen ist nicht viel passiert, weswegen es letzte Woche auch keinen Wochenrückblick gab. Aber diesmal werde ich einfach 2 Wochen zusammen packen, schadet ja nicht.

[dropcap type=“square or circle“]E[/dropcap]xtraschicht

Ich war zusammen mit meinem Freund, Mutter und Bruder bei der Extraschicht. Ich hatte für unglaubliche 28€ n 4er Ticket ergattert und wir hatten uns dieses Jahr Bochum ausgesucht. ich hab wie so ne Bekloppte im Vorhinein einen Masterplan ausgetüftelt, in dem wir die top Standorte hintereinander abklappern konnten. Leider ging das direkt bei Standort 1 inne Hose. War trotzdem richtig geil!

[dropcap type=“square or circle“]S[/dropcap]tar Wars Identities in Köln

letzten Samstag war der große Tag da, es ging nach Köln zur Star Wars Identities Ausstellung. Ich hab ja jetzt so nen Star Wars Jünger neben mir im Bett liegen und da war die Ausstellung Muss! Leider war am gleichen Tag Ruhr in Love und es waren nur Assis unterwegs, die uns die Hin- und Rückfahrt beschwerten. Dafür hab ich den geilsten Lammspieß ever gefuttert und konnte Babys anfassen.

[dropcap type=“square or circle“]F[/dropcap]ahrradtour an der Erzbahntrasse

Sonntag war geiles Wetter und weil uns der Tag davor nicht schon genug Nerven gekostet hat, sind wir halt nochmal paar Kilometers mitte Fahrräder durch Gelsenkirchen nach Bochum gedüst. Der Radweg Erzbahntrasse ist echt hübsch und wenn man dann am Ende an der Jahrhunderthalle ankommt, ist das wie so ne kleine Belohnung. N Arbeitskollegen hab ich auch noch getroffen.

[dropcap type=“square or circle“]K[/dropcap]ulinarisches

Ich aß letzte Woche original Gammelhai aus Island und es war überhaupt nicht schlimm. Den Geruch kann man in etwa mit schon verwesenden Mäusen vergleichen und der Geschmack war fischig, salzig und sehr intensiv. Die Konsistenz habe ich mit einer Nacktschnecke vergleichen. Nicht das ich je eine gegessen hätte, aber es war halt komisch. Danach gabs nen ordentlichen Schluck Reyka, ein durch Lavastein gefilterter islandischer Schnappes.

[dropcap type=“square or circle“]U[/dropcap]nd sonst so?

Ich bin in letzter Zeit unglaublich schnell und glaublich doll angepisst. Die kleinsten Sachen bringen mich auf die Palme. Ich weiß leider absolut nicht so das alles her kommt. Normalerweise bin ich die Ruhe selbst und lass mir platzt sehr selten die Hutschnur. Aber in den letzten Wochen bin ich zu ner richtigen Nörgelhexe geworden. Ob es am Stress oder den ständigen Schmerzen liegt, die mir mein Körper bereitet, weiß ich nicht. jedenfalls mag ich das nicht und hasse mich selber ein bisschen!

Ich gehör jetzt zu den Blogowskis! Das ist ne feine Truppe aus Ruhrpottmädels, die gerne bloggen. Ich fühl mich jetzt schon sehr wohl bei den Mädels und freu mich auf den nächsten Stammtisch!

[dropcap type=“square or circle“]L[/dropcap]esenswertes

 

  • Okay Vice ist jetzt nicht wirklich n Blog, aber ich finde diesen Artikel wirklich super! Warum sollten wir nicht aus Adventure Time eine eigene Religion machen? Ich bin dabei!
  • Mein liebster Beitrag zum Thema Licht beim Magic Letters Projekt ist von Laura-Marie aka Einzelkämpferin. Schaut euch unbedingt ihre anderen Fotografien an, die sind der Hammer!
  • Im Pott is schön! Unter diesem Slogan hat Juli ein dermaßen geiles Video über den Ruhrpott rausgehauen, dass ich es bestimmt schon 10 mal angeschaut habe. Ja man, im Pott is halt nun mal echt schön!
  • Nach Brügge will ich dieses Jahr unbedingt. Jetzt hat Anne dort ihre Flitterwochen verbracht und die Fotos, die sie mitgebracht hat, bereiten mir enormes Fernweh!
  • Hast du die Sonnencreme eingepackt? Ne, die brauch ich nicht! Jaja, immer wieder hört man diesen Spruch und danach ist derjenige dann krebsrot und heult einem die Ohren voll. Weswegen Sonnenschutz so wichtig ist, erklärt Shenja ausführlich in einem Video.
  • Wart ihr auch schon mal auf einem Konzert einer Lieblingsband und dann war es total anders, als ihr es euch vorgestellt habt? Genau das hat Frau Margarete beim Maroon 5 Konzert erlebt. N Heißer Typ macht noch kein geiles Konzert!
  • Wenn ich so richtig erwachsen mit eigenem Haus und so bin, dann wünsch ich mir ne Küche, wie die von Nadine!
  • Mir läuft jetzt schon wieder der Sabber ausm Mund, wenn ich nur an die Chorizo Hot Docs von Nic denke. Am Samstag wird gegrillt, vielleicht kommen die ja aufm Grill…

Extraschicht

Die Extraschicht, oder auch die Nacht der Industriekultur genannt, findet einmal im Jahr im ganzen Ruhrgebiet statt. Ziel dieser Nacht ist es, die Industriedenkmäler, die nun mal das gesamte Ruhrgebiet prägen, in einem künstlerischen Licht zu zeigen. Ich hab die Extraschicht dieses Jahr zum ersten mal mitgemacht und leider war das Wetter eher mittelprächtig. Mit meiner Mutter und meinem Bruder (& meiner Kamera bewaffnet) starteten wir in Bottrop und machten uns auf nach Duisburg.

Zuerst ging es in den Duisburger Innenhafen, da wollte ich nämlich schon sehr lange hin. Leider regnete es in Strömen und deshalb war dort nicht allzu viel los. Wir drehten eine Runde durch den Hafen und stiegen in den Shuttlebus zum nächsten Ziel.

Weiter gings nämlich im Landschaftspark Duisburg Nord. ICH LIEBE DIESEN ORT! Leider besserte sich das Wetter nicht und ich wurde langsam stinkig, weil ich so keine Fotos machen konnte. Eigentlich wollten wir uns dort das Feuerwerk abends angucken, aber wir waren kurz vorm Erfrieren, weswegen wir uns noch vor dem Feuerwerk wieder in den Bus setzten.

Es ging zurück in den Innenhafen, dort setzten wir uns in ein Restaurant und ich aß die größte Pizza meines Lebens. Das Teil war gigantisch, leider nur in der Größe und nicht im Geschmack. Weil es endlich nicht mehr regnete, gingen wir noch etwas durch den Hafen und lauschten den Musikern. Dieser Teil hat mir am meisten gefallen, weil die Farben und Lichter wirklich phänomenal waren.

Im Grunde genommen fand ich de Extraschicht bei diesem Wetter echt nicht so top. Ich fand es schade, das Feuerwerk nicht gesehen zu haben. Aber das Wetter kann man nun mal nie voraussehen! Nächstes Jahr möchte ich es dennoch nochmal versuchen mit der Extraschicht. Die findet 2015 am 20. Juni statt. Wer jetzt interessiert ist, findet hier alle Infos zu diesem Event.