duisburg

Beschissener Tag & analoge Fotoliebe Part 2

Heute ist ein beschissener Tag! Ich bin alleine zuhause und habe mich darauf eingestellt Möbel zusammen zu bauen. Und obwohl es gestern noch so aussah, als würde es auch heute aus Eimern kübeln, dachte sich das Wetter heute was anderes und die Sonne strahlte wirklich wunderschön vom Himmel. Sobald Daniel das Haus verlassen hatte, brach ich mal wieder in ein furchtbares Tief ein und lag wirklich locker 2 Stunden im Bett ohne etwas zu machen, außer mich alleine und verletzt zu fühlen.

Ich hasse solche Tage wie die Pest. Der Tag heute war eigentlich durchgeplant und eigentlich bin ich im Möbel aufbauen ne absolute Granate, eigentlich! Mit aber so einer dicken Wolke überm Kopf und einem schweren Gemüt bekomme ich selbst die einfachen Dinge nicht hin.

Aber ich will mich daran jetzt nicht festhalten, weswegen ich mal wieder meinen kleinen Blog mit Inhalt fülle! Ich muss nur noch 1 1/2 Stunden rum kriegen, dann bin ich nicht mehr alleine, körperlich und seelisch! Vor kurzem habe ich meinen zweiten analog Film entwickeln lassen und möchte euch nun mit den Ergebnissen bombardieren. Beim ersten Film hatte ich noch sehr große Probleme mit dem Fokussieren, aber nachdem mein Vater mir gezeigt hat, auf was ich achten muss, ist der jetzige Film viel viel besser geworden. Ich finde immer mehr gefallen an der analog Fotografie. (mehr …)

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Tiger & Turtle – begehbare Landmarkenachterbahn

Machmal muss man einfach spontan sein! Ich mach das viel zu selten, weil halt dann doch meistens die Zeit fehlt oder andere Dinge wichtig wichtig popichtig rufen.

Ich hatte aber die letzten zwei Wochen Urlaub und Zeit satt! Einen Urlausbtag lag ich zusammen mit meinem Freund auf der Couch und wir überlegten, ob wir denn überhaupt noch unsere Ärsche vor die Tür bewegen sollten. Ich hatte nämlich bis dahin den Wagen meiner Mutter ausgeliehen und irgendwie musste der letzte Tag Mobilität mit einem Paukenschlag beendet werden. Beim blättern durch eine Broschüre der Metropoleruhr dann der Geistesblitz – Tiger & Turtle in Duisburg! Da wollte ich schon immer hin.
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Kamera mit dem richtigen Objektiv bestückt, Stativ und Gorillapod eingetütet, Autoschlüssel geschnappt und los geht die Fahrt. Nach 30 Minuten haben wir den Weg nach Duisburg gefunden, allerdings irgendwie nicht die Halde. Die haben wir dann nach 10 Minuten rumgurken endlich gefunden. Ich schwöre, dass ich ohne Navi verloren wäre!
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Die Halde ist nicht hoch, fast schon eher ein Hügel. Nach der ersten Kurve kann man schon etwas von der Landmarke erkennen. Wir sind zur perfekten Uhrzeit da, am Firmament verabschiedet sich gerade die Sonne und der Mond steht schon am Himmel. Der Abend ist klar und man kann unglaublich weit sehen, eine leichte Brise weht und ich wünsche mir Handschuhe herbei.

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Nach der nächsten Kurve zeigt sich Tiger & Turtle in seiner vollen Pracht, hell erleuchtet thront die Landmarke auf der kleinen Halde und läd mich förmlich dazu ein meinen Akku leer zu knipsen (was ich an dem Abend auch tat!).TigerTurtle_28

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Nicht nur von unten sieht die begehbare Achterbahn ein bisschen ausserirdisch aus, sondern auch wenn man über die Stufen läuft. Durch den Wind vibriert das ganze Gebilde und durch die hohen Gitter kommt man sich vor wie in einem Labyrinth. Gefühlt jede zweite Stufe bleibe ich stehen und habe ein neues Motiv ins Auge gefasst. Die Wölbungen und Rundungen machen mich echt an. Dazu dieses künstliche, fast weiße Licht. Ein Traum!TigerTurtle_23

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Neben uns waren noch zwei andere Pärchen auf der Halde, es war also relativ ruhig. Nach ca. einer Stunde machen wir uns wieder auf den Rückweg, denn es fröstelt uns. Es ist jetzt stockdunkel und auf dem Weg treffen wir etliche Kröten.  Es ist wohl gerade Zeit für die Krötenwanderung auf der Halde.

Mir hat der Ausflug zur Landmarke Tiger & Turtle echt gefallen, wahrscheinlich weil er gerade so spontan war. Ihr solltet unbedingt im dunkeln dort hoch, denn am Tag stelle ich mir den Anblick sehr fad vor.

Fun Fact: Jedes mal, wenn ich nach Duisburg fahre, fängt die Tankleuchte im Auto noch auf der Autobahn an zu leuchten. Es ist wie verflucht!

Extraschicht

Die Extraschicht, oder auch die Nacht der Industriekultur genannt, findet einmal im Jahr im ganzen Ruhrgebiet statt. Ziel dieser Nacht ist es, die Industriedenkmäler, die nun mal das gesamte Ruhrgebiet prägen, in einem künstlerischen Licht zu zeigen. Ich hab die Extraschicht dieses Jahr zum ersten mal mitgemacht und leider war das Wetter eher mittelprächtig. Mit meiner Mutter und meinem Bruder (& meiner Kamera bewaffnet) starteten wir in Bottrop und machten uns auf nach Duisburg.

Zuerst ging es in den Duisburger Innenhafen, da wollte ich nämlich schon sehr lange hin. Leider regnete es in Strömen und deshalb war dort nicht allzu viel los. Wir drehten eine Runde durch den Hafen und stiegen in den Shuttlebus zum nächsten Ziel.

Weiter gings nämlich im Landschaftspark Duisburg Nord. ICH LIEBE DIESEN ORT! Leider besserte sich das Wetter nicht und ich wurde langsam stinkig, weil ich so keine Fotos machen konnte. Eigentlich wollten wir uns dort das Feuerwerk abends angucken, aber wir waren kurz vorm Erfrieren, weswegen wir uns noch vor dem Feuerwerk wieder in den Bus setzten.

Es ging zurück in den Innenhafen, dort setzten wir uns in ein Restaurant und ich aß die größte Pizza meines Lebens. Das Teil war gigantisch, leider nur in der Größe und nicht im Geschmack. Weil es endlich nicht mehr regnete, gingen wir noch etwas durch den Hafen und lauschten den Musikern. Dieser Teil hat mir am meisten gefallen, weil die Farben und Lichter wirklich phänomenal waren.

Im Grunde genommen fand ich de Extraschicht bei diesem Wetter echt nicht so top. Ich fand es schade, das Feuerwerk nicht gesehen zu haben. Aber das Wetter kann man nun mal nie voraussehen! Nächstes Jahr möchte ich es dennoch nochmal versuchen mit der Extraschicht. Die findet 2015 am 20. Juni statt. Wer jetzt interessiert ist, findet hier alle Infos zu diesem Event.