belgien

Tagesaustrip – Oostende

Kommen wir also zum zweiten Teil des kleinen Belgien Trips. Nachdem wir Brügge verlassen hatten, wollten wir unbedingt zum Meer. Von Brügge aus ist es ein Katzensprung bis nach Oostende und so machten wir uns auf den Weg. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir am Meer an und genossen diese Zeit des Tages auf einem Steg, der direkt in Meer führt.

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Das Glitzern der Sonne auf der Wasseroberfläche hätte ich mir stundenlang angucken können, aber leider kam die Dunkelheit viel zu schnell. Die Möwen wurden langsam leiser und die Menschen gingen nach Hause. Der Strand war nahezu menschenleer und am Horizont konnte man nur noch die Lichter der vorbeifahrenden Schiffe sehen.

Das Bild unten ist für mich das Bild des Tages und fasst die Stimmung an dem Tag perfekt zusammen. Selbst heute wenn ich mir dieses Bild ansehe, bekomme ich ein ganz warmes Gefühl im Bauch und möchte direkt wieder losfahren.
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Am Strand von Oostende hat der Künstler Arne Quinze die Rock Strangers platziert. Diese gigantischen Skulpturen in knallfarben sind ein echter Hingucker. Hätte ich das vorher gewusst, wären wir früher losgefahren nach Oostende.
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An dieser Stelle endet auch schon der Tag in Belgien und so kann ich über Oostende gar nicht so viele Worte verlieren. Der Strand ist toll, jedoch ist die Architektur eher im Wohnblockstil und ein echter Schlag ins Gesicht im Gegensatz zu Brügge. Außerdem ist es Abends ein bisschen mit dem Ballermann vergleichbar und das fand ich so gar nicht gut. Und um den Bericht mit einem kleinen Lächeln zu beenden, hier meine perfekte kleine Reisetruppe:
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Habt ihr Oostende schon mal im hellen erlebt und könnt mir sagen, ob ein weiterer Trip sich lohnt? Oder sollte ich um ans Meer zu kommen, woanders hinfahren? Für Vorschläge bin ich offen!

Tagesaustrip – Brügge

Seit ich ein Auto mein nennen kann, hab ich regelmäßig so richtig Bock auf spontane Roadtrips. Einer dieser spontanen Roadtrips führte mich auf den Weg nach Belgien, nach Brügge um genau zu sein.
Zusammen mit meinen Freunden Norm, Diana und meinem Liebchen Daniel haben wir n paar Tage vorher entschieden, dass wir am Wochenende wegfahren sollen. Zuerst dachten wir an Heidelberg, aber dann kam uns Brügge in den Sinn und so fuhren wir morgens los.

Von mehreren Seiten habe ich vorher bereits gehört, dass Brügge wunderschön wäre. Aber als ich dann vom Bahnhof aus auf die Stadt zu lief, war ich überwältigt von der beeindruckenden Atmosphäre. Wenn es um alte Gemäuer und vermooste Backsteinhäuser geht, pocht direkt mein Herz ein bisschen schneller. Die Architektur in Brügge kann ich nur mit einem Wort wiedergeben: Wunderschön! Die kleinen Häuser mit ihren krummen Giebeln und den alten Schindeln auf den Dächern zaubern mir ein Lächeln auf mein Gesicht. An manchen Giebeln kann man kleine Baumsprösslinge herauswachsen sehen. Auf den Dächern der alten Kirchen wachsen Farn und Moos zwischen den Schieferplatten heraus. Man kann der Geschichte also beim Wachsen zusehen.
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An diesem Tag ist es heiß in Brügge und dazu auch noch Wochenende. Das heißt Touristenalarm und darauf stehe ich so gar nicht! Deswegen versuche ich erstmal einen Überblick zu bekommen und das geht am besten mit einem kühlen Getränk. Das Dosenbier, dass ihr da unten auf dem Fotos seht, ist übrigens das gleiche Bier, dass Micheal Keaton in Birdman trinkt. Deswegen heißt es bei uns nicht Stella Artois, sondern das Birdman-Bier. Ich hätte das Logo niemals erkannt, aber mein Freund Daniel hat da wohl eine besondere Gabe, Getränke in Filmen spezifizieren.
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Nach dem Tourischock, musste ich mir natürlich auch ein bisschen Kultur bzw. Sehenswürdigkeiten einverleiben. Da unten der große Turm, dass ist der Belfort und stolze 83 Meter hoch. Weil ich aber ein Trauma bezüglich alter Türme bzw. Kirchen im Zusammenhang mit sehr warmen Temperaturen habe, bin ich da nicht hoch. Ich bin nämlich mal im Hochsommer auf den Kölner Dom hoch und habe seitdem wirklich Probleme mit solchen Besteigungen. Aber von außen ist der Belfort auch ne echte Attraktion. Als ich mich dann auf dem Marktplatz, meine belgischen Pommes futternd, umschaue, merke ich, dass Brügge irgendwie alles ist. Jung, alt, modern und altertümlich. Sowas habe ich bisher noch bei keiner Stadt erlebt. Und so kann ich die vielen Touristen auch irgendwie ausblenden, denn die sind nicht überall!

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Das Wasser ist allgegenwärtig in Brügge. Überall schlängeln sich Kanäle, die in Brügge auch Reie genannt werden, durch die Stadt. Und genau das mag ich besonders an Brügge. Hinter der Liebfrauenkirche bin ich einfach mal dem Trubel entronnen und der Reie entlang gelaufen. Dort habe ich auch diese tollen Fotos gemacht. Wer Brügge auf dem Wasser erleben will, der kann in eines der unzähligen Touriboote einsteigen. Ich bin lieber gelaufen und habe so einen sehr schönen Trödelmarkt mit sehr leckeren belgischen Waffeln entdeckt.
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So das war mein Einblick in einen tollen Tag in Brügge. Aber ich kann euch verraten, wir waren an dem Tag nicht nur in Brügge, sondern auch noch am Meer. Aber dazu später mehr.

Wart ihr schon mal in Brügge oder in einer anderen Stadt in Belgien? Und wenn ja, wie war euer Eindruck von der Stadt, positiv oder negativ? Würdet ihr Brügge auch das Venedig Belgiens nennen? 

Japangarten Hasselt – Belgien

Ich berichtete ja schon, dass ich im August auf dem Pukkelpop Festival mit unbekannten menschen war. Wir hatten uns dort für eine Woche ein großes Haus gemietet und natürlich auch die Stadt ein bisschen erkundet. ich hatte mir vorher natürlich auf der Tourismusseite der Stadt Informationen zu den Sehenswürdigkeiten geholt und dort herausgefunden, dass es in Hasselt den größten japanischen Garten Europas gibt.

Ich bin nicht nur ein Fan der alten japanischen Architektur, der  Kultur und dem Essen, sondern finde auch die Gartengestaltung sehr schmuck. Sobald man in einen japanisch angelegten Garten kommt, verfällt man in eine innerliche Ruhe. Man hört das Plätschern des Wasserfalls, sieht den Kois im Teich beim schwimmen zu, läuft durch meterhohe Bambuswälder und bestaunt die sorgfältig gezüchteten Bonsais. Wenn man Glück hat und zur richtigen Jahreszeit unterwegs ist, kann man auch die wunderschönen Kirschblüten an den Bäumen sehen.

Im Hasselter Garten kann man eine entspannte Runde drehen und dem Alltag entfliehen. Mitten im Garten befindet sich ein Tempel, den man auch begehen kann. Außerdem wurde ein Schrein für die Opfer des Tsunami aufgebaut. Man kann auch an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen, leider war das nicht möglich als wir dort waren. Am Eingang kann man Fischfutter kaufen und an einer seichten Stelle des Teichs die Kois damit füttern. Und in diesem Teich sind gigantische Kois! So große habe ich noch nirgends gesehen.

Zurück aus dem Festivalurlaub

Ich bin zurück aus dem Urlaub. Wirklich entspannend war der nicht, denn ich war mit 9 anderen Leuten in Hasselt in Belgien um aufs Pukkelpop Festival zu gehen. Zusammen haben wir ein riesiges Haus in direkter Festivalnähe gemietet und dort ne echt töfte Zeit verbracht.

Insgesamt war ich nun also eine ganze Woche in Belgien und konnte endlich mal die stressige Arbeit aus dem Kopf kriegen. Ich kannte von den 9 Miturlaubern vorher nur einen, und zwar meinen Arbeitskollegen Marc. Außerdem war ich die jüngste der Truppe und hatte anfangs etwas Bammel davor, das es langweilig wird. Aber die Woche war trotz allem echt super!
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Jedenfalls bin ich jetzt wieder da. Nach 3 Tagen Festival ist mein Körper übertrieben geschunden. Ich bin heute morgen direkt mit Kopfweh aufgewacht. Ob das jetzt am fehlenden Morgenbier oder dem BMTH Festivalfinale liegt, kann ich nicht sagen. Meine Füße schmerzen wie Hölle, meine Ohren tun weh und mein Nacken ist verspannt vom fielen Rhythmusgefühl. Aber hey, das geht vorbei und die Erinnerungen zählen!