Tagesaustrip – Brügge

Seit ich ein Auto mein nennen kann, hab ich regelmäßig so richtig Bock auf spontane Roadtrips. Einer dieser spontanen Roadtrips führte mich auf den Weg nach Belgien, nach Brügge um genau zu sein.
Zusammen mit meinen Freunden Norm, Diana und meinem Liebchen Daniel haben wir n paar Tage vorher entschieden, dass wir am Wochenende wegfahren sollen. Zuerst dachten wir an Heidelberg, aber dann kam uns Brügge in den Sinn und so fuhren wir morgens los.

Von mehreren Seiten habe ich vorher bereits gehört, dass Brügge wunderschön wäre. Aber als ich dann vom Bahnhof aus auf die Stadt zu lief, war ich überwältigt von der beeindruckenden Atmosphäre. Wenn es um alte Gemäuer und vermooste Backsteinhäuser geht, pocht direkt mein Herz ein bisschen schneller. Die Architektur in Brügge kann ich nur mit einem Wort wiedergeben: Wunderschön! Die kleinen Häuser mit ihren krummen Giebeln und den alten Schindeln auf den Dächern zaubern mir ein Lächeln auf mein Gesicht. An manchen Giebeln kann man kleine Baumsprösslinge herauswachsen sehen. Auf den Dächern der alten Kirchen wachsen Farn und Moos zwischen den Schieferplatten heraus. Man kann der Geschichte also beim Wachsen zusehen.
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An diesem Tag ist es heiß in Brügge und dazu auch noch Wochenende. Das heißt Touristenalarm und darauf stehe ich so gar nicht! Deswegen versuche ich erstmal einen Überblick zu bekommen und das geht am besten mit einem kühlen Getränk. Das Dosenbier, dass ihr da unten auf dem Fotos seht, ist übrigens das gleiche Bier, dass Micheal Keaton in Birdman trinkt. Deswegen heißt es bei uns nicht Stella Artois, sondern das Birdman-Bier. Ich hätte das Logo niemals erkannt, aber mein Freund Daniel hat da wohl eine besondere Gabe, Getränke in Filmen spezifizieren.
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Nach dem Tourischock, musste ich mir natürlich auch ein bisschen Kultur bzw. Sehenswürdigkeiten einverleiben. Da unten der große Turm, dass ist der Belfort und stolze 83 Meter hoch. Weil ich aber ein Trauma bezüglich alter Türme bzw. Kirchen im Zusammenhang mit sehr warmen Temperaturen habe, bin ich da nicht hoch. Ich bin nämlich mal im Hochsommer auf den Kölner Dom hoch und habe seitdem wirklich Probleme mit solchen Besteigungen. Aber von außen ist der Belfort auch ne echte Attraktion. Als ich mich dann auf dem Marktplatz, meine belgischen Pommes futternd, umschaue, merke ich, dass Brügge irgendwie alles ist. Jung, alt, modern und altertümlich. Sowas habe ich bisher noch bei keiner Stadt erlebt. Und so kann ich die vielen Touristen auch irgendwie ausblenden, denn die sind nicht überall!

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Das Wasser ist allgegenwärtig in Brügge. Überall schlängeln sich Kanäle, die in Brügge auch Reie genannt werden, durch die Stadt. Und genau das mag ich besonders an Brügge. Hinter der Liebfrauenkirche bin ich einfach mal dem Trubel entronnen und der Reie entlang gelaufen. Dort habe ich auch diese tollen Fotos gemacht. Wer Brügge auf dem Wasser erleben will, der kann in eines der unzähligen Touriboote einsteigen. Ich bin lieber gelaufen und habe so einen sehr schönen Trödelmarkt mit sehr leckeren belgischen Waffeln entdeckt.
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So das war mein Einblick in einen tollen Tag in Brügge. Aber ich kann euch verraten, wir waren an dem Tag nicht nur in Brügge, sondern auch noch am Meer. Aber dazu später mehr.

Wart ihr schon mal in Brügge oder in einer anderen Stadt in Belgien? Und wenn ja, wie war euer Eindruck von der Stadt, positiv oder negativ? Würdet ihr Brügge auch das Venedig Belgiens nennen? 

Magische Mottos #1 – Schilder & Schriften

Das Thema für den Januar lautet Schilder & Schriften. Weil das Wetter die Tage einfach miserabel war und ich außer Arbeiten eigentlich nur geschlafen habe, musste mein Archiv von 2015 für den Januar greifen. Ich dachte erst ich finde nicht so viel, aber irgendwie gab es dann doch einige Schilder & Schriften, die ich fotografiert habe.

Ich habe mir überlegt, die Fotos geographisch zu sortieren, weil viele nicht hier im Ruhrpott entstanden sind, sondern auf Reisen.

Daheim – Ruhrpott

Die folgenden Fotos wurden alle im Ruhrpott aufgenommen. Von Dortmund, Gelsenkirchen, Essen bis nach Duisburg.
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NRW

Weiter gehts es mit Fotos aus dem Rest von NRW. Sei es der Ursprung einer Quelle auf dem Kahlen Asten, einem außergewöhnlichen Klingelschild in Köln, einem Schachteingang in Witten oder dem Schild des liebsten Ramenrestaurant in Düsseldorf, überall finden sich Schilder & Schriften, die ich mit wundervollen Ereignissen verbinde.
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koeln_klingelschild
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Der Rest von Deutschland

Außerhalb von NRW sind diese Fotos entstanden. An den Landungsgbrücken in Hamburg wird an das Vertrauen in die Liebe appelliert, eine Tafel in Blankenese zeigt den Höchststand der Elbe an.
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HH_treppenviertel_tafel
Im Bunkermuseum in Emden fand ich diese Schilder & Schriften und kam am Ende mit einer Gänsehaut wieder aus dem Museum.
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Ausland

Im Ausland fotografiere ich viel öfter Schilder & Schriften. Es mag daran lieben, dass es dort andere Straßenschilder gibt und durch die andere Sprache, manche Schilder einfach mehr Reiz für mich haben.
Die folgenden Bilder sind in Brügge (Belgien), Amsterdam (Niederlande) und Zürich (Schweiz) entstanden.
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Was ist das für ein Projekt?

Auch für das Jahr 2016 hat sich Paleica ein Fotoprojekt ausgedacht. Dieses mal heißt das Projekt 12 magische Mottos und wird von Paleica wie folgt beschrieben:

Jeweils am 1. eines Monats gebe ich ein “magisches Monatsmotto” bekannt. Das wird ein abgesteckter, wenn auch sehr offener Themenbereich sein, zu dem sich dann jeder auf Motivsuche begeben kann. Archivfotos sind bei mir natürlich immer erlaubt, wenn auch nicht unbedingt gewünscht. Jeder kann soviele Beiträge dazu veröffentlichen wie er mag. Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist offen, die Frist läuft aber natürlich immer bis zum letzten des Monats – da am 1. ja wieder das neue Motto bekanntgegeben wird.

Wer jetzt ebenfalls Interesse hat noch einzusteigen, der findet auf der Projektseite alle wichtige Infos. Die anderen Teilnehmer zum aktuellen Motto findet ihr hier.

Hamburg – das Treppenviertel in Blankenese

Der letzte Ausflug in Hamburg führt mich nach Blankenese zum Treppenviertel.

Mein Spaziergang durch das Treppenviertel startet oben aufm Süllberg. Über teilweise recht steile Treppen geht es bergab, vorbei an wunderschönen alten Villen und modernen Neubauten. Direkt stelle ich mir die Frage: Wie zum Teufel machen die das mit den Einkäufen hier? Man kann ja nicht einfach mit dem Auto, geschweige denn mit dem Fahrrad vor die Haustür fahren und alles abladen. Schon komisch, über was man sich so Gedanken macht, wären man eine der unzähligen Treppen runter zum Elbstrand geht.
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Unten an der Elbe angekommen verschnaufe ich erstmal kurz. Ja auch Treppen bergab gehen ist ganz schön anstrengend. Wer jetzt auf ne tolle Aussicht gehofft hat, der wird an manchen Tagen enttäuscht. Ich hatte eher so eine graue Suppe Aussicht. Aber man kennt ja das Hamburger Schietwetter und deswegen freue ich mich einfach, dass es nicht regnet. Von hier unten kann ich nun auch endlich den Berg, mit den vielen unterschiedlichen Häusern bestaunen.

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Beim schlendern über die kleine Straße am Fuße des Süllbergs, kann ich mir die unterschiedlichen Gebäude genauer angucken. Manche wirken wie kleiner Schlösser, andere sehen aus wie Kirchen. Zwischendrin sind immer mal wieder kleine Hexenhäuser und moderne Prachtbauten. Aber trotz der Vielfalt wirkt es nicht überladen oder durcheinander. Irgendwie passen die verschiedenen Stile zusammen.


Aber genug die Architektur bestaunt, jetzt heißt es wieder den Berg besteigen über die nie enden wollenden Treppen. Ich komme echt ins schwitzen und muss zwischendurch halt machen. Wie das wohl im Hochsommer ist? Und ob es hier auch die masochistischen Sportler gibt, die die Treppen hoch und runter rennen? Oder ist das hier verpönt? Schließlich gilt Blankenese als schicki micki Gegend von Hamburg.

Das Treppenviertel ist grün! Überall ragen teilweise wirklich sehr große Bäume in den Himmel. An fast jedem Haus ranken sich Wein und Hopfen um Geländer und Zäune. Und genau dort finde ich ein kleines Schmetterlingsparadies. Die ganze Hecke wimmelt nur so von Schmetterlingen. Sie flattern so schnell umher, dass ich sie kaum mit der Kamera einfangen kann.
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Irgendwann komme ich dann wieder oben am Auto an und muss mir direkt ein Franzbrötchen mit Schokolade gönnen.  Das Treppenviertel gilt zwar als typischen Touristenziel, aber ich habe es nicht so empfunden. Durch die vielen kleinen Gassen und Treppen verlaufen sich Menschenmengen schnell und man ist irgendwie immer für sich.

Das Treppenviertel war ein perfekter Abschluss für das Hamburg Wochenende. Hamburg kann man also auch fernab der Cruise Days genießen. Sei es im botanischen Garten Klein Flottbek oder eben im Treppenviertel in Blankenese.

Der erste Schnee des Jahres

Ich kann es kaum glauben, aber es hat endlich auch in Gelsenkirchen geschneit. Ich warte darauf schon eine kleine Ewigkeit, aber jetzt ist es endlich soweit.
Samstag Nacht um 2 Uhr machte ich mich gerade auf den Weg ins Bett, als mein Freund auf einmal

draußen schneits!

durch die Wohnung rief. Ich war natürlich direkt wieder hellwach und rannte zur Balkontür und meine Augen fingen an zu glänzen beim Blick auf den Schnee.
Sonntagmorgen wachte ich auf und dachte mir, dass von der weißen Pracht nichts mehr da ist. Aber falsch gedacht! Die Bäume, Sträucher und Wiesen waren noch alle ganz pudrig und ich bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht.
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Noch mit dem Pyjama bekleidet, schnappte ich mir die Kamera und setzte den Schnee auf dem Balkon in Szene. Genau in dem Moment, in dem ich den Balkon betrat, schaute die Sonne hinter den Wolken hervor und der Schnee fing an zu glitzern.

Was ihr da auf den Fotos seht ist mein kleiner Kräutergarten auf dem Balkon. Der Salbei und Rosmarin halten sich wacker, Basilikum, Oregano und Minze haben im Herbst aufgegeben. Aber im Frühling bekommen die bestimmt wieder Mut und trauen sich aus der Erde.
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Jetzt ist der Winter also endlich angekommen, hat sich ja auch genug Zeit gelassen. Ich hoffe, dass wir noch eine richtig schöne Winterwunderlandschaft bekommen. Mit Bergen von Schnee und Eiszapfen. Ich möchte endlich wieder durch mindestens 10 Zentimeter Schnee laufen und dem knacken unter den Schuhsohlen zuhören. Schneeflocken mit der Zunge fangen. Eine Schneeballschlacht mit dem Liebsten veranstalten und vielleicht sogar einen Schneemann bauen.
Also drückt doch mal die Daumen, dass der Schnee noch etwas bleibt.

Hamburg – Botanischer Garten Klein Flottbek

Wenn ich mich auf Reisen begebe und sei es nur ein kurzer Städtetrip, dann schau ich immer direkt nach, ob es dort auch einen botanischen Garten gibt. Ich bin nämlich ein wirklich großer Fan von botanischen Gärten, denn irgendwas ist an diesen gärten anders, als dem normalen Stadtgarten. Als ich das letzte mal in Hamburg war, musste ich meiner Familie deswegen unbedingt den botanischen Garten zeigen.

Alle reden, wenn sie von Grünanlagen in Hamburg reden, immer nur von Planten und Bloomen. Aber wisst ihr was? Ich war da im Frühling letzten Jahres und fand es überhaupt nicht so sehenswert, wie alle immer berichten. Als ich aber dann Tags drauf in den botanischen Garten gegangen bin, schlug mein Herz direkt höher.

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Natürlich ist ein botanischer Garten je nach Jahreszeit optisch komplett anders, so zeigten sich im Frühling neben viele Knospen und frischen Blüten auch Unmengen an summender Insekten. Beim jetzigen Besuch im Herbst war der Garten aber nicht weniger spannend. Auf den Blättern sammelten sich die Regentropfen und Bereiche, die bei Sonnenschein und warmen Temperaturen belagert sind von Menschen, sind auf einmal menschenleer. So zum Beispiel der Steingarten im japanischen Teil des Gartens. Der japanische Teil ist übrigens umringt von Kirschbäumen, da müsst ihr unbedingt zur Kirschblütenzeit hin, es ist ein großes pinkes Erlebnis.

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Der botanische Garten bietet nicht nur heimische Pflanzen, sondern auch welche aus Süd- und Nordamerika und Asien. Direkt am Eingang kann man große Mammutbäume bestaunen. Daneben kann man sein Wissen an heimischen Nutzpflanzen noch mal auffrischen und möglicherweise auch mal probieren. Außerdem findet man hier die verschiedensten Topografien. Ich bin dort durch die Wüste, die Alpen, ein Moor und die Heide über kleine Trampelpfade gelaufen. Es ist nämlich möglich fernab der großen Hauptwege den Garten zu erkunden. Mir gefallen diese kleinen Wege nämlich viel mehr, als große befestigte Wege. Außerdem kommt man der Natur viel näher.

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Wer sich jetzt denkt: Ach in so nen Garten geh ich lieber im Sommer hin, dann blüht da alles und es reicht ganz verführerisch. Dem sag ich: Botanischer Garten geht immer! Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, es gibt immer was zu gucken und zu knipsen. Selbst in der kalten, dunklen Jahreszeit. Ich habe nämlich Beweisfotos von knackigen Blüten, flauschigen Stempeln und jugendlichen Früchten.

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Botanischer Garten im Pott

Einen anderen wirklich schönen botanischen Garten gibt es in Dortmund, der nennt sich da Rombergpark. Ich habe dort wirklich schöne Stunden verbracht und auch für Geocacher ist der Park ein wahres Paradies. Er zählt übrigens zu meinen absoluten Lieblingsparks in Dortmund.