Schuhe kaufen, das kann ich wohl!

Grr, da ist wieder die Vans Schühchen Sucht mit mir durchgegangen.

Ich schnüffel so mir nichts dir nichts durch die Sale Abteilung eines Online-Skateshops und da sind sie. Ich bin grad sowieso total auf dem mint Trip und zweifarbig abgesetzte Vans hatte ich bis dato noch nicht. Nicht das ich schon genug Vans besitze, mein kompletter Schuhschrank besteht nur aus dieser Marke.

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Die Schlappen hätte ich mir niemals geholt wären sie nicht runtergesetzt. Seitdem ich vor zwei Jahren in NY den amerikanischen Preis von lächerlichen 35$ bezahlt habe, sehe ich es nicht mehr ein für nicht reduzierte Vans mal eben 70€ auszugeben. Das sind die Schuhe nämlich wirklich nicht wert. Gleiches gilt für die allseits beliebten Converse Chucks. 
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Ich bin jedenfalls in love mit meinen neuen Tretern und hab damit die perfekten Frühlings/Sommerschuhe schon in meinem Schuhschrank.

 

Dortmund durch die Kameralinse

Gestern bin ich mal aus meiner Comfortzone ausgebrochen und habe mich mit einem wildfremden Herren zum Knipsen getroffen. Ja, ohne Scheiß. Facebookgruppen helfen da ungemein.
Startpunkt war die Reinoldikirche. Wir trafen uns um 18 Uhr, es dämmerte schon. Planlos gingen wir erstmal zum Stadtgarten. Als wir ankamen hatte die blaue Stunde schon geläutet und jetzt verstehe ich endlich diese Geilheit aller Fotografen auf diesen einen perfekten Moment. Ich glaube so schön sah das Rathaus von Dortmund noch nie aus. Perfektes Licht, einfach eine schöne Stimmung.
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Weiter trieb es uns dann aufs Parkdeck 3 der Thier-Galerie. Ich wollte das Dortmunder U in Szene setzen, war aber leider zu klein, oder eher die Parkdeckbegrenzung zu hoch. Der fremde Herr war sportlich gut dabei und kraxelte einfach mal auf die Treppenhäuser und hatte von da eine, mich fast zu Tränen rührende, wundervolle Aussicht. Ich begnügte mich währenddessen auf dem Parkdeck mit den parkenden Autos.
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dach
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Auch eine Thier-Galerie macht irgendwann zu und so spazierten wir weiter planlos umher und fanden uns auf dem Westenhellweg wieder. Fasziniert von dieser einen Passage zwischen Promod und Douglas blieben wir wie angewurzelt stehen und knipsten uns die Finger wund. Dort entstand auch das, für mich, schönste Foto an diesem Abend:
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Nach ca. 2 Stunden ging uns nicht nur das Licht, sondern auch die Körperwärme aus und so verabschiedeten wir uns. Auf dem Heimweg überquerte ich die B1 und schoss dabei noch dieses Foto.
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Fazit des Abends: Öfter mal die Comfortzone verlassen und dich mit fremden Menschen treffen, die deine Leidenschaft teilen. Fotografieren zu zweit macht viel mehr Spaß und man traut sich Dinge, die man alleine nie machen würde!

Geburtstagstralafitti

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Heute hatte mein Vater Geburtstag. Er wurde irgendwas über 60. Ich bin nicht gut im Merken von Geburtstagen meiner Familienmitglieder. Bei Freunden ist das was anderes.
Ich wurde von meiner Tante abgeholt. Sie wohnt in der Nähe und hat mich mitgenommen zur Wohnung meines Vaters. Die Fahrt dahin war komisch. Ich sehe meine Tante nicht oft und so fehlten die Gesprächsthemen. Die Luft im Auto hätte man schneiden können, so dick war sie. Wir redeten über das Wetter, meine neue Wohnung, Belangloses – bloß nicht ins Detail gehen. Das ist nicht unsere Art. Also die Art meiner Familie, ich habe das noch nie gemocht.
Zu meinem Vater hatte ich eigentlich immer eine gute Beziehung, naja das war man halt so als gut bezeichnet. Wir konnten über die gleichen Dinge lachen und hatten immer ähnlichen Quatsch im Kopf. Samstags ging mein Vater immer auf den Markt und ab und zu begleitete ich ihn. Wir parkten immer auf dem gleichen Parkplatz hinterm Rathaus und mussten so etwas länger zum Marktplatz laufen. Auf dem Weg beobachteten wir die Menschen um uns herum und malten uns ihre Leben aus. Ich fand das immer besonders witzig, weil wir uns so viel Bullshit ausdachten und mir das Spaß machte.

Jetzt fühlt sich das wie eine ferne Erinnerung an. Es ist als wäre da eine unsichtbare Barriere zwischen uns. Seit dem einen Tag, als ich meinen Anrufbeantworter abhörte, ist sie da. Uns sie wurde immer größer, spürbarer. Ich versuche seitdem alles wieder ins rechte Licht zu rücken, aber es fällt mir schwer.

Aber heute hatte ich einen Hoffnungsschimmer. Heute war es anders zwischen uns. Vielleicht lag es an dem Datum, oder das wir nicht alleine waren, aber ich fühlte mich zeitweise wieder wohl in deiner Nähe. Es wurde über Dinge geredet die wichtig sind und nicht nur dieses larifari Gesabbel, dass man von Familienfeiern kennt. Ich habe wieder Hoffnung für uns, für mich und der Ballast auf den Schultern wird leichter.

Also, alles Gute zum Geburtstag Vater, und das meine ich nicht larifari!

Who said love should be this hard, who said hearts should break apart?

Er sagte er wolle reden. Nein er sagte es nicht, er schrieb es per SMS und lies mich damit alleine bis zum nächsten Tag.
Ich konnte nicht schlafen diese Nacht und an den Tag auf der Arbeit kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Ich wusste tief in mir drin, dass dieses Gespräch mich fertig machen würde.
Auf dem Weg nach Hause war mein Kopf komplett leer und ich zitterte, als ich die Haustür aufschloss. Noch einmal atmete ich tief ein, bevor ich den Schlüssel in das Schloss der Wohnungstür steckte und umdrehte.

Nichts!

Ich legte meine Jacke und Schuhe ab und ging ins Wohnzimmer. In diesem Moment kamst du mir entgegen und sprachst mich mit belanglosen Phrasen an. Mir war nicht nach Smalltalk, sondern nach Klarheit. Wir setzten uns aufs Sofa, du weit entfernt von mir. Ich fragte was los sei und dann kamen die Worte, die ich schon befürchtet hatte:

Ich habe keine Gefühle mehr für dich!

Wie ein Schlag ins Gesicht. Mir fehlten die Worte und Tränen schossen mir in die Augen. Ich wusste nicht was ich sagen, noch fühlen sollte. Ich wollte nicht weinen, aber konnte es nicht kontrollieren.

Du saßt nur da, schautest mich nicht einmal an. Auf die Fragen die ich stellte bekam ich nur schlaffe Antworten. Du wolltest so schnell wie möglich dieser Situation entrinnen und das tatest du dann auch.

Zwischen meinem Betreten und deinem Verlassen unserer Wohnung lagen gerade einmal 15 Minuten. 15 Minuten die mein Leben auf den Kopf stellten und mir den Boden unter den Füßen wegriss.

Bis heute frage ich mich wie du mich so behandeln konntest. Mich noch tiefer in dieses Loch stoßen konntest, aus dem ich so schon kaum alleine entrinnen kann. In der schlimmsten Phase meines Lebens, gabst du mir den Todesstoß. Die eine Person, der ich am meisten vertraute und mein Herz öffnete.

Every one knows you replace the pain with vanity.
Maybe one day you will see you’re the reason we’re done

Heute sehe ich klarer. Ich kann sagen, dass du mir leid tust. Nach außen zeigst du dich stark und erwachsen, aber blickt man hinter die Fassade, ist da nur ein armer Mensch, der seine Gefühle nicht zeigen kann.