Huch, is ja schon März

Irgendwie rennt mein Leben in letzter Zeit an mir vorbei. Das Jahr 2014 fing für mich nicht wie lange geplant entspannt, sondern mit Stress an. Ich verbrachte den Jahreswechseln mit Freunden in einem Haus mitten im Wald und es tat so verdammt gut. Zuhause wieder angekommen, ging jedoch das normale Leben wieder los und trat mir mit voller Wucht in die Magengegend!

Neben dem Arbeitsalltag musste ich mir darüber im klaren werden, wie es weiter geht. Die jetzige Wohnung war zu Ende Januar bereits gekündigt worden und der Vertrag für die neue (eigentlich unsere gemeinsame) bereits Mitte Dezember unterschrieben und Ende Dezember wieder gekündigt.

Leider gibt es da diese Dreimonatsfrist für Kündigungen, also was machen mit den zwei Monaten? Alleine in die viel zu große und unmöglich alleine bezahlbare Wohnung am Arsch der Welt ziehen, ohne Auto und mit viel zu langem Arbeitsweg. Um dann in 2 Monaten wieder auf Wohnungssuche zu gehen und erneut mit Sack und Pack umziehen? Oder zwei Monate alle Habseligkeiten einlagern und bei Freunden bzw. bei meiner Mutter unterkommen? Oder aber sich finanziell ins absolute Minus schießen und direkt für Februar eine eigene Bude in Dortmund suchen und einfach mal zwei Monate lang doppelte Miete zahlen?

In solchen Situationen hätte ich am liebsten den Kopf in den Sand gesteckt und aufgegeben.

Letztendlich ist es die letzte Option geworden. Jedoch mit Hilfe meiner Familie. Alleine hätte ich diese Option niemals gewählt, obwohl es mir die liebste war. Ich glaube, alleine in der anderen Wohnung wäre ich eingegangen. Der Neuanfang hätte sich nochmals um zwei Monate verschoben und ich wäre emotional verkümmert.

Jetzt lebe ich nun schon einen Monat in meiner eigenen Bude und mir und Robbie gefällt es hier wirklich gut. Es ist schon komisch nun wieder alleine zu wohnen, aber so langsam gewöhne ich mich dran. Das große Bett weder komplett alleine für sich zu haben, die Wohnung so zu gestalten, wie ICH es will. Solche Kleinigkeiten machen mich glücklich.

Musik | Of Mice & Men

Musik bedeutet mir viel. Ich weiß der Satz ist abgedroschen, aber ohne Musik könnte ich nicht leben. Gerade in den schwierigsten Phasen meines Lebens hat mir die Musik und die Bands an sich unfassbar viel geholfen. Aus diesem Grund möchte ich euch immer mal wieder meine liebsten Bands vorstellen. aber seid gewarnt, ich höre keine leichte Mädchenmusik, sondern Schreimusik, wie mein Vater die immer nennt.

Credit: Travis Shinn

 

Los geht es mit der kalifornischen Band Of Mice & Men. Zum ersten Mal gehört hab ich die glaube ich Ende 2010 und fand ihr erstes Album Of Mice & Men schon nett anzuhören. Mit dem zweiten Album The Flood gingen sie dann auch 2012 in Deutschland auf Tour und ich sah die Band zum ersten Mal live. Das Konzert fand in einer kleinen Kaschemme in Duisburg statt und haute mich von den Socken. Der Shouter Austin Carlile ist live so unfassbar GUT und hat jedem im Publikum zum eskalieren gebracht. Am Ende ist er in die Menge gesprungen und hat mit allen zusammen Second & Sebring gesungen.

Musikalisch würde ich Of Mice & Men zwischen Metalcore und Post-Hardcore einordnen. Es gibt sehr viele harte Parts, gefolgt von einem soften Gesangspart, aktuell gesungen von Aaron Pauley. Dann gibt es aber auch mal Songs die nur in die Fresse hauen. So war es zumindest auf den ersten beiden Alben. Das neuste Album Restoring Force bricht mit dem gewohnten Konzept und kommt zumindest für mich sehr weich rüber. Klar haben die Jungs immer noch großartige Texte, aber es reißt mich nicht mehr so mit.

Aber egal, ich hab die Karte fürs Konzert im April schon seit Ewigkeiten herumliegen und natürlich geh ich hin und werd mir die Jungs wieder live geben.

Meine Lieblingslieder

Second & Sebring

Let Live

John Deux Trois

Seven thousand miles for what

 

I swear to God my intentions were GOLD

Schuhe kaufen, das kann ich wohl!

Grr, da ist wieder die Vans Schühchen Sucht mit mir durchgegangen.

Ich schnüffel so mir nichts dir nichts durch die Sale Abteilung eines Online-Skateshops und da sind sie. Ich bin grad sowieso total auf dem mint Trip und zweifarbig abgesetzte Vans hatte ich bis dato noch nicht. Nicht das ich schon genug Vans besitze, mein kompletter Schuhschrank besteht nur aus dieser Marke.

vans

Die Schlappen hätte ich mir niemals geholt wären sie nicht runtergesetzt. Seitdem ich vor zwei Jahren in NY den amerikanischen Preis von lächerlichen 35$ bezahlt habe, sehe ich es nicht mehr ein für nicht reduzierte Vans mal eben 70€ auszugeben. Das sind die Schuhe nämlich wirklich nicht wert. Gleiches gilt für die allseits beliebten Converse Chucks. 
vans1

Ich bin jedenfalls in love mit meinen neuen Tretern und hab damit die perfekten Frühlings/Sommerschuhe schon in meinem Schuhschrank.

 

Dortmund durch die Kameralinse

Gestern bin ich mal aus meiner Comfortzone ausgebrochen und habe mich mit einem wildfremden Herren zum Knipsen getroffen. Ja, ohne Scheiß. Facebookgruppen helfen da ungemein.
Startpunkt war die Reinoldikirche. Wir trafen uns um 18 Uhr, es dämmerte schon. Planlos gingen wir erstmal zum Stadtgarten. Als wir ankamen hatte die blaue Stunde schon geläutet und jetzt verstehe ich endlich diese Geilheit aller Fotografen auf diesen einen perfekten Moment. Ich glaube so schön sah das Rathaus von Dortmund noch nie aus. Perfektes Licht, einfach eine schöne Stimmung.
rathaus
Weiter trieb es uns dann aufs Parkdeck 3 der Thier-Galerie. Ich wollte das Dortmunder U in Szene setzen, war aber leider zu klein, oder eher die Parkdeckbegrenzung zu hoch. Der fremde Herr war sportlich gut dabei und kraxelte einfach mal auf die Treppenhäuser und hatte von da eine, mich fast zu Tränen rührende, wundervolle Aussicht. Ich begnügte mich währenddessen auf dem Parkdeck mit den parkenden Autos.
auto
dach
dortmund-u
Auch eine Thier-Galerie macht irgendwann zu und so spazierten wir weiter planlos umher und fanden uns auf dem Westenhellweg wieder. Fasziniert von dieser einen Passage zwischen Promod und Douglas blieben wir wie angewurzelt stehen und knipsten uns die Finger wund. Dort entstand auch das, für mich, schönste Foto an diesem Abend:
laterne

reinoldi

laterne1
Nach ca. 2 Stunden ging uns nicht nur das Licht, sondern auch die Körperwärme aus und so verabschiedeten wir uns. Auf dem Heimweg überquerte ich die B1 und schoss dabei noch dieses Foto.
lights
Fazit des Abends: Öfter mal die Comfortzone verlassen und dich mit fremden Menschen treffen, die deine Leidenschaft teilen. Fotografieren zu zweit macht viel mehr Spaß und man traut sich Dinge, die man alleine nie machen würde!