Der Rombergpark zu Dortmund

Manchmal hat man einfach Bock raus in die Natur zu gehen und alles kaputt zu knipsen mit seiner Kamera. Wenn man dann noch einen Menschen hat, der einen begleitet und man selber nicht mehr so komisch von den Menschen beim fotografieren angeguckt wird, macht es gleich doppelt so viel Spaß wie sonst.

Oft komm ich mir ein bisschen deplatziert vor, wenn ich so ganz alleine mit der Kamera unterwegs bin und mich für eine bessere Perspektive auf den Boden hocke. Die Leute bleiben dann stehen, glotzen einen an und schütteln den Kopf. Die erste halbe Stunde ist mir meistens noch etwas mulmig, aber dann werd ich eins mit der Linse und es stört mich nicht mehr.

Ich hatte mal wieder den Jakub im Schlepptau und diesmal hatten wir uns den Rombergpark in Dortmund vorgenommen. Obwohl sich die Tage davor immer öfter der Frühlng zeigte, war dieser Tag eher winterlich und so kamen nicht ganz so töfte Aufnahmen dabei rum. Aber hört hört: ich habe die erste Biene dieses Jahres gesehen. Und das war vielleicht ein klopper. Die war so flink, dass ich kein scharfes Bild von ihr machen konnte. Diese Hippe!

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Am großen Teich haben wir sogar eine kleine Wildgänsefamilie entdeckt. Die kleinen Schnattertierchen sind herzallerliebst!
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Am Ende unserer Runde fanden wir dann noch diese töfte Liebesbank. Zu der Zeit war es schon richtig dunkel und ohne Blitz ging nichts mehr.
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Der Rombergpark ist einer meiner liebsten Parks in Dortmund. Wenn man fernab des Hauptweges geht, entdeckt man grad im Frühling und Sommer wunderschöne Blumen und mit Liebe angelegte Kräuterbeete. Auf dem hauptweg wird man jedoch gerade wenn es wärmer wird von Horden von Joggern, Nordic Walkern und Fahrradfahrern kaputt getreten/fahren.

Secrets & Our Last Night Konzert @Underground Köln

Das Konzert ist nun schon 6 Wochen her und es wird verdammt nochmal Zeit, endlich darüber zu schreiben.

Eigentlich war es gar nicht geplant auf das Konzert an diesem Sonntag zu gehen. Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass Our Last Night mit Secrets als Support auch Station in Köln machen würden. Allerdings ist Köln nicht grad umme Ecke und Sonntag Abends noch mit Bus und Bahn nach hause fahren, wo man doch am nächsten Morgen wieder früh aufstehen muss um zur Arbeit zu gehen. Da hatte ich nun wirklich keinen Bock drauf!

Aber wie das Leben so spielt, war ich just in dem Moment, als mir das Konzert wieder in den Kopf kam, auf dem Weg nach Bottrop, die Karre von meiner Mutter auszuleihen. Also gab es keine Ausrede mehr. Mit Diana hab ich dann einfach spontan ausgemacht, dass wir drei Hähnchen nach Köln düsen um männliche Männer auf der Bühne anzuschmachten. Das die Musik der Männers auch noch absolut genial ist, rundete das ganze zusätzlich ab. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass wir echt Glück hatten, weil alle Konzerte danach ausverkauft waren.

Vorbands

Ich bin komplett ohne Erwartungen auf das Konzert gegangen und habe das Underground mit einem debilem Grinsen wieder verlassen. Das Konzert WAR SO GUT! Die regionale Vorband (dessen Namen ich bis heute nicht weiß) hat überhaupt nicht ins Konzept gepasst. Es war ein Geschrammel und Geschreie, dass ich zum Glück nur im Nebenraum mitbekam. Die hatten wohl Vitamin B und sind deswegen an den Gig gekommen.
Als nächstes waren dann Empires Fade dran. Gute solide Show und toller Shouter, der allerdings teilweise zu übertrieben gestikulierte. Seine Tattoos sind allerdings echt krass. Wer mag, kann sich die Band ja mal bei Facebook geben.

Secrets

Dann kam endlich der interessante Teil des Abends, Secrets waren dran. Wir standen zunächst in der Mitte um halt etwas mehr zu sehen, aber leider musste vor und hinter uns die Leute zu moshen beginnen und unnötig in Diana reintreten, also haben wir uns an die Seite gestellt und vom Merchstand aus die Show weiter verfolgt. Es war das erste Mal, dass ich Secrets live gesehen habe, beim letzten Konzert in Duisburg mit OMAM und MMF kamen wir leider zu spät. Bis heute habe ich noch Richards engelsgleiche Stimme in den Ohren und bin immer noch umgehauen von solch einem Talent. Normalerweise sind hohe Stimmen bei Männern eine Rarität, die meisten hören sich an wie vom Rasenmäher überfahren oder können schlichtweg die höhen Töne nicht halten und stammeln sich was zusammen. Richard hat mich mit seiner Stimme einfach nur fertig gemacht und wirklich sehr berührt. Der nicht mehr ganz so neue Shouter Aaron hat mich ebenfalls komplett überzeugt und war ganz große Klasse. Man, die ganze Band ist der absolute Wahnsinn!

Our Last Night

Nach Secrets kamen dann die Headliner des Konzerts: Our Last Night. Die Mädchendichte schwoll binnen Sekunden auf Boybandnievau an und ich bekam kurz etwas Angst, dass ich dieses Konzert taub verlassen würde, weil die Mädels mit ihren Stimmen die Schallmauer durchbrechen (geht das überhaupt) wollten. Leider hatte ich keine Ohrenstöpsel dabei und startete deswegen nicht mal einen Versuch näher an die Bühne zu kommen.

Ich kann es den Mädels nicht verdenken, Diana und ich schmachteten beide Trevor, einer der zwei Sänger, an. Die Stimmung im Publikum war der Hammer und ich war sauglücklich dieses Konzert nicht verpasst zu haben. Welche Lieder genau gespielt wurden, weiß ich nicht mehr, ich genoß aber jeden einzelnen, ob ich nun mitsingen konnte oder nicht. Darum geht es ja nicht, sondern um das Gefühl und das war mehr als awesome!
Vom Konzert selber habe ich nur crappige Handykamera Fotos, die ich noch fast bis zur Unkenntlichkeit bearbeiten musste, aber egal. Die Erinnerungen sind in meinem Kopf festgebrannt und das zählt!
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Aftershow

Was ich an den Secrets Boys unfassbar charmant finde, ist der Plausch nach dem Konzert mit dem Publikum. Sie kommen direkt zum Merchstand und du kannst mit ihnen über jeden Blödsinn reden. Norm musste natürlich wieder seine berühmten Ich-nehme-Bandmenschen-auf-den-Arm-Bilder machen. Hier eine kleine Auswahl, auch mal in bewegter Form.
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Norm und Aaron Melzer von Secrets

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Norm und Joe English von Secrets (an Joe hat sich Norm fast n Bruch gehoben, dafür genoß Joe die Situation sichtlich)

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Norm und Michael Sherman von Secrets (aka Salvador Dali)

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Norm und Matt Wentworth von Our Last Night (er traute dem Braten nicht und wollte nicht auf den Arm genommen werden.)

Was ich von diesem Abend mit nach Hause genommen habe?

  1. Ein wohlig warmes Gefühl in der Bauchgegend, dass mir bestimmt 4 Wochen lang eine Post Konzert Depression beschert hat
  2. Eine neu erweckte Liebe für Secrets und speziell für Richards Stimme. Hier und hier könnt ihr mal in rohen Genuss kommen. WOW!
  3. Auch ich darf mal Fangirl sein und Bandmenschen anschmachten
  4. Joe English und Sherman haben den schönsten Schnörres wo gibt!
  5. Trevor ist zwar erst süße 21, aber gosh ist der Zucker!

Geocaching aufm Friedhof

Geoaching hab ich vor kurzem zum ersten Mal gemacht und zwar mit dem Jakub zusammen. Nach einer Fototour durch den Rombergpark, kamen wir im Halbdunkeln auf die Schnapsidee, doch mal in der Nähe nach einem Cache zu suchen. Wir waren natürlich erfolglos, dafür war der Nervenkitzel extrem hoch. Das wir beide nicht klitschnass geworden sind, halte ich bis heute für ein Wunder!
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Jedenfalls war meine Neugier geweckt und so verabredeten wir uns erneut, diesmal nur zum Geocachen.
Der erste Cache führte uns auf ein abgelegenes Gleis. Nach ein bisschen suchen wurde mein aller erster Cache gehoben und ich trug mich feierlich in das Logbuch ein!
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Weiter ging es dann Richtung Ostfriedhof, da gab es nämlich einen sogenannten Multi Cache. Ein Multi besteht aus mehreren zu findenden Caches, manchmal erfährt man aus dem ersten Cache erst die Koordinaten für den nächsten Cache und am Ende kann man sich dann ins Logbuch eintragen.
Mein erste Multi war direkt ein ganz zauberhafter, mit ganz viel Liebe zum Detail umgesetzt.
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Wir waren an einem wirklich wunderschönen sonnigen Tag unterwegs und der Friedhof war proppenvoll! Es war gar nicht so einfach ohne Zuschauer nach den Caches zu suchen. Wir waren an dem Tag auch nicht die einzigen Cachejäger, denn an einer Station waren bereits ein Pärchen auf der Suche.
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Der Ostfriedhof ist übrigens wie der Hauptfriedhof als Parkanlage nutzbar und bietet unfassbar imposante Grabstätten. Viele Berühmtheiten Dortmunds haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.
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kreuz
Nachdem wir den Multi fertig hatten, die Sonne aber noch nicht untergegangen war, suchten wir nach weiteren Caches in der Umgebung und fanden einen weitren Multi im Kaiserstraßenviertel. Dieser drehte sich um Kunstobjekte und das suchen des Logbuchs brachte uns fast in den Wahnsinn. Schlussendlich fanden wir es aber dann doch und konnten uns triumphierend eintragen!
Geil! Geocachen macht end Bock! Wer ebenfalls im Geocaching Fieber ist, der kann mich ja dann mal auf meinem Profil stalken!

It’s just becoming hard to care

Meine Gedanken fühlen sich schwer an. Als ob die Schwerkraft in meinem Kopf kräftiger ist, als die, die mich umgibt. Mein Kopf hängt auf meinen Schultern und versucht den Druck auszubalancieren. Aber langsam ist der Zeitpunkt erreicht, dass die Kräfte nicht mehr reichen und Schritt um Schritt nachlassen. Ich habe das Gefühl, dass mir die Lebensenergie ausgesogen wird. Dass es mir nicht vergönnt ist einen klitzekleinen Funken Glück zu spüren.

Wieso ist das Leben plötzlich so schwer? Ich komme weder vor noch zurück, als würde ich in Treibsand feststecken und ganz langsam versinken. Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal in meinem Leben an einen Punkt komme, an dem ich nicht mehr weiter weiß.

Möglicherweise ist es ein Faktor des Erwachsenwerdens, aber kann das den wirklich so schwer sein?
War mein Leben bis jetzt nur zu einfach und mir ist alles in den Schoß gefallen und nun holt mich die kalte Realität ein und schlägt mir mit der Faust ins Gesicht?

Wenn ich genauer nachdenke und mein Leben bis jetzt Revue passieren lasse, dann waren da genug Stolpersteine, an denen andere hängen geblieben wären. Ich wurde als Teenager über Jahre in der Schule von mehreren Mitschülern gemobbt und Grund dafür war damals eine gute Freundin von mir. Ich wurde nicht physisch sondern psychisch gemobbt, ich glaube Mädchen haben für sowas eine Vorliebe. Die Zeit war die absolute Hölle, aber ich habe es überstanden und bin gestärkt aus der Situation hervor gegangen. Seitdem kann ich jedoch sehr schwer Vertrauen zu anderen Menschen, speziell anderen Mädchen, aufbauen. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Die letzten großen Schläge in den Magen waren die Trennung und Scheidung meiner Eltern. Wenn sich die Eltern plötzlich nach 30 Jahren trennen, weiß man selbst mit 25 Jahren nicht wie man damit umgehen soll. Ich war am Boden zerstört, war es für mich doch immer was ganz besonderes gewesen keins dieser Scheidungskinder zu sein. Meine Eltern verhielten sich nicht mehr wie Eltern, ich musste die Rolle übernehmen. Ich denke, da war der Punkt erreicht, dass mein Körper und meine Seele nicht mehr konnten. Die Gedanken wurden schwerer. Schwerer als jemals zuvor.

I have grown sick of the sound of my heartbeat
And while the whole world breathes in unison
My lungs are my shield
To reject the world around me

Jede noch so kleine Berührung oder Bewegung führt mir Schmerzen zu. Ich möchte nicht fühlen, weil es so weh tut. Gleichermaßen vermisse ich das Gefühl, überhaupt etwas zu fühlen. Ich bin innerlich taub, mein Körper funktioniert, aber das Leben in ihm wurde pausiert. Vielleicht dient es als Schutz, damit er sich wieder regeneriert.

Ich weiß es ist schwer, aber ich versuche mein altes Ich zurückzufinden. Dieses Ich, dass Glück und Freude empfinden konnte, ohne im selben Moment dies direkt anzuzweifeln.
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Grumpy Mittwoch oder ich habe Blutdruck

Ich habe Blutdruck und das nicht zu knapp. Ich habe diese Woche mal wieder gemerkt, wie ungerecht die Welt doch ist. Meine Woche fing eigentlich ganz normal an, bis darauf, dass ich montags verschlafen habe. Aber egal, Montag halt! Den Arbeitstag bis 12 Uhr normal durchgebracht, Mittags in der Kantine gegessen, kurz mit Robbie aufm Weg zurück gekuschelt und dann weiter an die Arbeit begeben.

Zwischendurch war ich nicht im Büro und als ich wieder kam, sammelte mein Arbeitskollege seine Sachen ein und meinte ich geh dann jetzt. Ich dachte mir nicht viel dabei, weil er die Woche vorher krankgeschrieben war und wir sowieso uns nicht allzu ernst nehmen. Ich wollte schon gute Besserung sagen, aber dann machte es klick.

Er war gerade gekündigt worden und sammelte seine Sachen ein und war dabei seinen PC abzubauen. Kurze Zeit später kam heraus, dass ein weiterer Kollege gekündigt wurde. 5 Minuten vor ihm. Einfach so, ohne Vorwarnung, von jetzt auf gleich. Mir fiel die Kinnlade runter und ich wusste nicht was ich sagen sollte und blieb erstmal stumm.

Seitdem hab ich Blutdruck und eine unfassbare Wut in mir. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum Menschen gekündigt werden, die ihren Job wirklich gut machen. Die Situation auf der Arbeit ist seit dem Tag angespannt. Niemand weiß wirklich woran er ist. Meinen Bürokollegen habe ich wirklich ins Herz geschlossen und von der einen auf die andere Sekunde ihn nicht mehr gegenüber von mir sitzen zu haben ist ein schlechtes Gefühl.

Hinzu kommt, dass ich nun seine Stelle auffangen muss und damit eine Doppelbelastung habe. Ich finde die ganze Sache so ungerecht und werde daran noch länger zu knabbern haben. Ich werde das Thema jetzt nicht weiter erläutern, weil ich nicht der Typ bin, der im Internet über seinen Arbeitgeber herzieht.

Ich bin froh, wenn endlich Wochenende ist und ich abschalten und die ganze Sache sacken lassen kann.