Geocaching aufm Friedhof

Geoaching hab ich vor kurzem zum ersten Mal gemacht und zwar mit dem Jakub zusammen. Nach einer Fototour durch den Rombergpark, kamen wir im Halbdunkeln auf die Schnapsidee, doch mal in der Nähe nach einem Cache zu suchen. Wir waren natürlich erfolglos, dafür war der Nervenkitzel extrem hoch. Das wir beide nicht klitschnass geworden sind, halte ich bis heute für ein Wunder!
gleisende
Jedenfalls war meine Neugier geweckt und so verabredeten wir uns erneut, diesmal nur zum Geocachen.
Der erste Cache führte uns auf ein abgelegenes Gleis. Nach ein bisschen suchen wurde mein aller erster Cache gehoben und ich trug mich feierlich in das Logbuch ein!
suchen
gefunden
Weiter ging es dann Richtung Ostfriedhof, da gab es nämlich einen sogenannten Multi Cache. Ein Multi besteht aus mehreren zu findenden Caches, manchmal erfährt man aus dem ersten Cache erst die Koordinaten für den nächsten Cache und am Ende kann man sich dann ins Logbuch eintragen.
Mein erste Multi war direkt ein ganz zauberhafter, mit ganz viel Liebe zum Detail umgesetzt.
kleiderschrank
Wir waren an einem wirklich wunderschönen sonnigen Tag unterwegs und der Friedhof war proppenvoll! Es war gar nicht so einfach ohne Zuschauer nach den Caches zu suchen. Wir waren an dem Tag auch nicht die einzigen Cachejäger, denn an einer Station waren bereits ein Pärchen auf der Suche.
engel
grab
Der Ostfriedhof ist übrigens wie der Hauptfriedhof als Parkanlage nutzbar und bietet unfassbar imposante Grabstätten. Viele Berühmtheiten Dortmunds haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.
grabstein
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Nachdem wir den Multi fertig hatten, die Sonne aber noch nicht untergegangen war, suchten wir nach weiteren Caches in der Umgebung und fanden einen weitren Multi im Kaiserstraßenviertel. Dieser drehte sich um Kunstobjekte und das suchen des Logbuchs brachte uns fast in den Wahnsinn. Schlussendlich fanden wir es aber dann doch und konnten uns triumphierend eintragen!
Geil! Geocachen macht end Bock! Wer ebenfalls im Geocaching Fieber ist, der kann mich ja dann mal auf meinem Profil stalken!

It’s just becoming hard to care

Meine Gedanken fühlen sich schwer an. Als ob die Schwerkraft in meinem Kopf kräftiger ist, als die, die mich umgibt. Mein Kopf hängt auf meinen Schultern und versucht den Druck auszubalancieren. Aber langsam ist der Zeitpunkt erreicht, dass die Kräfte nicht mehr reichen und Schritt um Schritt nachlassen. Ich habe das Gefühl, dass mir die Lebensenergie ausgesogen wird. Dass es mir nicht vergönnt ist einen klitzekleinen Funken Glück zu spüren.

Wieso ist das Leben plötzlich so schwer? Ich komme weder vor noch zurück, als würde ich in Treibsand feststecken und ganz langsam versinken. Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal in meinem Leben an einen Punkt komme, an dem ich nicht mehr weiter weiß.

Möglicherweise ist es ein Faktor des Erwachsenwerdens, aber kann das den wirklich so schwer sein?
War mein Leben bis jetzt nur zu einfach und mir ist alles in den Schoß gefallen und nun holt mich die kalte Realität ein und schlägt mir mit der Faust ins Gesicht?

Wenn ich genauer nachdenke und mein Leben bis jetzt Revue passieren lasse, dann waren da genug Stolpersteine, an denen andere hängen geblieben wären. Ich wurde als Teenager über Jahre in der Schule von mehreren Mitschülern gemobbt und Grund dafür war damals eine gute Freundin von mir. Ich wurde nicht physisch sondern psychisch gemobbt, ich glaube Mädchen haben für sowas eine Vorliebe. Die Zeit war die absolute Hölle, aber ich habe es überstanden und bin gestärkt aus der Situation hervor gegangen. Seitdem kann ich jedoch sehr schwer Vertrauen zu anderen Menschen, speziell anderen Mädchen, aufbauen. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Die letzten großen Schläge in den Magen waren die Trennung und Scheidung meiner Eltern. Wenn sich die Eltern plötzlich nach 30 Jahren trennen, weiß man selbst mit 25 Jahren nicht wie man damit umgehen soll. Ich war am Boden zerstört, war es für mich doch immer was ganz besonderes gewesen keins dieser Scheidungskinder zu sein. Meine Eltern verhielten sich nicht mehr wie Eltern, ich musste die Rolle übernehmen. Ich denke, da war der Punkt erreicht, dass mein Körper und meine Seele nicht mehr konnten. Die Gedanken wurden schwerer. Schwerer als jemals zuvor.

I have grown sick of the sound of my heartbeat
And while the whole world breathes in unison
My lungs are my shield
To reject the world around me

Jede noch so kleine Berührung oder Bewegung führt mir Schmerzen zu. Ich möchte nicht fühlen, weil es so weh tut. Gleichermaßen vermisse ich das Gefühl, überhaupt etwas zu fühlen. Ich bin innerlich taub, mein Körper funktioniert, aber das Leben in ihm wurde pausiert. Vielleicht dient es als Schutz, damit er sich wieder regeneriert.

Ich weiß es ist schwer, aber ich versuche mein altes Ich zurückzufinden. Dieses Ich, dass Glück und Freude empfinden konnte, ohne im selben Moment dies direkt anzuzweifeln.
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Grumpy Mittwoch oder ich habe Blutdruck

Ich habe Blutdruck und das nicht zu knapp. Ich habe diese Woche mal wieder gemerkt, wie ungerecht die Welt doch ist. Meine Woche fing eigentlich ganz normal an, bis darauf, dass ich montags verschlafen habe. Aber egal, Montag halt! Den Arbeitstag bis 12 Uhr normal durchgebracht, Mittags in der Kantine gegessen, kurz mit Robbie aufm Weg zurück gekuschelt und dann weiter an die Arbeit begeben.

Zwischendurch war ich nicht im Büro und als ich wieder kam, sammelte mein Arbeitskollege seine Sachen ein und meinte ich geh dann jetzt. Ich dachte mir nicht viel dabei, weil er die Woche vorher krankgeschrieben war und wir sowieso uns nicht allzu ernst nehmen. Ich wollte schon gute Besserung sagen, aber dann machte es klick.

Er war gerade gekündigt worden und sammelte seine Sachen ein und war dabei seinen PC abzubauen. Kurze Zeit später kam heraus, dass ein weiterer Kollege gekündigt wurde. 5 Minuten vor ihm. Einfach so, ohne Vorwarnung, von jetzt auf gleich. Mir fiel die Kinnlade runter und ich wusste nicht was ich sagen sollte und blieb erstmal stumm.

Seitdem hab ich Blutdruck und eine unfassbare Wut in mir. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum Menschen gekündigt werden, die ihren Job wirklich gut machen. Die Situation auf der Arbeit ist seit dem Tag angespannt. Niemand weiß wirklich woran er ist. Meinen Bürokollegen habe ich wirklich ins Herz geschlossen und von der einen auf die andere Sekunde ihn nicht mehr gegenüber von mir sitzen zu haben ist ein schlechtes Gefühl.

Hinzu kommt, dass ich nun seine Stelle auffangen muss und damit eine Doppelbelastung habe. Ich finde die ganze Sache so ungerecht und werde daran noch länger zu knabbern haben. Ich werde das Thema jetzt nicht weiter erläutern, weil ich nicht der Typ bin, der im Internet über seinen Arbeitgeber herzieht.

Ich bin froh, wenn endlich Wochenende ist und ich abschalten und die ganze Sache sacken lassen kann.

Alles neu macht der Layoutwechsel

Ich war dem letzten Layout abtrünnig und hab mich schon ewig nach nem neuen umgesehen. Jetzt hatte ich grad mal kurz Zeit mein erwähltes Layout an meine Wünsche anzupassen und voila sieht gleich viel netter hier aus!

Mehr hab ich grad auch nicht zu sagen. Ich bin muffelig und habe Blutdruck aufgrund von miesem Mist auf der Arbeit und dummen Schlägermenschen am Wochenende. Aber darauf werd ich nochmal richtig eingehen.

Winterleuchten 2013

Im Winter findet jedes Jahr aufs neue das Winterleuchten statt, dabei wird ein Teil des Westfalenparks mit Leuchtskulpturen und Lichtinstallationen in Szene gesetzt. Obwohl ich nun schon viele Jahre in Dortmund wohne, bin ich da nie hin gegangen. Wieso, kann ich eigentlich gar nicht so wirklich beantworten. Lust drauf hatte ich immer, aber habs dann trotzdem immer verpasst. Dabei geht das Winterleuchten über mehrere Wochen.
Dieses Jahr hatte ich mir aber vorgenommen hinzugehen, allein um meine neue Kamera auszuprobieren. Über Weihnachten und Neujahr haben sich zwar ein paar Möglichkeiten ergeben, aber in der Dunkelheit hatte ich noch nie fotografiert. Außerdem findet am Ende jedes Winterleuchtens ein tolles Feuerwerk statt.
Mein Partner in Crime dieses Mal war der liebe Jakub. Wir trafen uns früh, aber einen tollen Platz haben wir trotzdem nicht gefunden. Deswegen habe ich auf den meisten Fotos nur Himmel, kein Feuerwerk, dafür aber Menschenköpfe drauf. Naja, beim nächsten Mal weiß ich es besser!

Mein erstes mal Feuerwerk fotografieren ist wegen den erschwerten Bedingungen und meines Noobwissens (ja ich bin halt Anfänger) gründlich in die Hose gegangen. Das einzige einigermaßen schöne Foto ist dieses hier. Leider ist es ziemlich unscharf, aber dadurch hat das Feuerwerk was dynamisches.
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Als das Feuerwerk vorbei war, haben wir den Park unsicher gemacht und einige interessante und unsinnige Skulpturen gefunden. Ich hab nicht alle auf Foto gebannt, aber diesen Gieskannenbaum fand ich wirklich grandios!
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Am Ende probierte ich dann noch mit dem letzten Rest meines Akkus ne Langzeitbelichtung von der B1 zu machen. Perfekt ist auch was anderes, aber ich hab mich gefreut wie ne Schneekönigin, weil ich sowas endlich mal selber hin bekommen habe und nun wieder etwas schlauer bin.
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