Analoge Fotoliebe Part 3

Diese Woche habe ich endlich meinen dritten analog Film aus der Entwicklung abgeholt. Diesmal hab ich mich an etwas neues gewagt und zwar habe ich mit einem schwarz weiß analog Film geknippst.

Das lustige war, dass ich das zwischenzeitlich total vergessen habe und bunte Blumen fotografiert habe. Persönlicher Fail! Aber irgendwie ist bei jedem Film bisher ein persönlicher Fail dabei gewesen. Aber das macht das spannende an der analogen Fotografie für mich aus. Fehler kannst du nicht direkt sehen, sondern erst wenn der Film voll ist und du ihn wieder abholst um die Ergebnisse zusichten. Entweder du hast den Film total versaut (dazu muss man aber viel verkehrt machen) oder aber der Bildausschnitt gefällt nicht. Oder wie bei mir: der Horizont oder andere Linien sind nicht gerade. Ich habe einfach immer n Knick in der Optik.

Was mich aber sehr zufrieden stellt, ist die Tatsache, dass ich das mit der großen Blende und der Tiefeschärfe endlich gerafft habe bei dieser Kamera. Ich weiß genau wann und wo welcher Bereich scharf ist und welcher nicht. Aber genug gesabbelt, nun folgen Ergebnisse!

Die folgenden Fotos sind oben auf dem Gasometer in Oberhausen entstanden. Dort war ich zusammen mit Diana, Norm und unserem Lieblingsami Thorin, um ihm ein bisschen Industriekultur näher zu bringen. Angesehen haben wir uns da die Ausstellung Wunder der Natur, die ich wirklich jedem ans Herz legen kann.

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Weiter gehts mit Fotos aus Arcen in den Niederlanden. Besucht habe ich da die Schlossgärten und hab mich direkt verliebt. Ernsthaft, wie schön ist bitte diese Anlage? Da gibt es sogar frei rumlaufende Störche und die asiatischen Gärten haben mich umgehauen. Wenn ihr mal in der nähe seid, dann geht da hin!

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Ich hab mir angewöhnt die Kamera öfter dabei zu haben um das Motiv nicht zu verpassen. Das Foto hier unten ist zb. so ein besonderer Moment. Es war so ein heißer Sommertag in Düsseldorf und nachdem wir unsere Bäuche schon mit Ramen vollgeschlagen haben, gabs noch ein frozen yoghurt oben drauf. Zum Abschluss habe ich dieses Foto geschossen und wenn ich mir dieses Foto heute ansehe, krieg ich ein ganz tolles Gefühl im Bauch, wenn ich an den Tag zurück denke.

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Auch beim Sommerfest der Blogowski Mädels war die Kamera mit dabei und hat den wunderschönen Moment eingefangen, in dem Ben Hermanski uns mit seinem Gesang und Liedern verzaubert hat. Dieser Abend war wirklich großartig. Nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Mädels und dem Schaukeln in der Dunkelheit.
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In Nijmegen hatte ich nicht nur analoge, sondern auch digitale Spiegelreflex dabei. Es war ein warmer Spätsommertag und ich schlenderte mit meinem Freund so durch die Altstadt und musste einfach so ein typisches #fromwhereistand Foto machen. Nur echt mit Birkenstocks!
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Last but not least ein Foto aus Hamburg, entstanden in der Nähe des Krankenhaus in Alterdorf. Wir hatten uns gerade nach der Trauerfeier umgezogen und schlenderten zum Eisessen und da war auf einmal dieser banksyeske Junge an der Wand, den ich unbedingt fotografieren musste.
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Was ich an der analogen Fotografie am meisten schätze ist, dass man sich viel mehr Gedanken darüber macht, was man festhalten möchte mit der Kamera und sich viel mehr Zeit nimmt für jede einzelne Aufnahme. Es gibt keinen Autofokus oder Bildstabilisator, auch eine Vorschau der Aufnahme ist nicht möglich. Jede Aufnahme ist eine Überraschung und wenn ich dann den Film nach der Entwicklung in den Händen halte, kann ich mich an jeden Moment genau erinnern.

Fotografiert ihr auch analog oder wollt es mal versuchen? Habt ihr vielleicht Empfehlungen welchen Film ich als nächstes benutzen sollte?

Wenn man das Alleinsein verlernt.

Ich habe das Alleinsein verlernt. Es ist Sonntagabend halb 10 und ich sitze auf der Couch und versinke immer mehr in meine Gedanken. Ich bin alleine, die Wohnung ist ganz still, ich höre nur meinen Atem oder das Geräusch des Laptops.

Nur ich, mein Herzschlag, meine Atemzüge und meine Gedanken. Und da haben wir auch schon das Problem. Diese Maschine in meinem Kopf lässt es mir schwer fallen alleine in dieser Wohnung zu sitzen. Ich fange dann an über alles und jeden nachzudenken, jede Entscheidung und Situation der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Denke an den morgigen Tag, die Woche, das Wochenende. Denke darüber nach, wieso ich so viel denke und komme einfach nicht zur Ruhe.

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Es ist nicht nur manchmal, sondern sehr oft zermürbend sich so viele Gedanken selbst über Kleinigkeiten zu machen. Alltagssituationen werden noch mal überdacht, Gespräche in der Mittagspause analysiert, Gefühle erforscht und versucht einzuordnen.

Ich war nicht immer so. Früher war ich gerne alleine. Ich hatte kein Problem damit mehrere Tage nur für mich zu sein und Dinge zu tun, an denen ich Spaß habe. Aber irgendwie ist mir dieses Talent abhanden gekommen. Ich bin abhängig. Anhängig von sozialen Kontakten und Unternehmungen, damit ich die Gedankenmaschine mal für 1 oder 2 Stunden Pause hat. Ich bin abhängig von meiner Arbeit und freue mich in diesem Moment schon wieder, wenn ich morgen im Büro sitze und nicht meinen Gedanken nachgehen muss.

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Manchmal frage ich mich ob ich jetzt so viel denke, weil ich es in meiner Jugend zu wenig getan habe. Aber ich glaube dem ist nicht so. Auch früher habe ich viel nachgedacht, konnte aber besser mit meinen Gedanken umgehen. Heute bin ich unglaublich unsicher geworden und frage mich oft, woran das liegt.

Kann man das Alleinsein wieder erlernen? Ich möchte einfach nicht angewiesen sein, auf eine andere Person, nur damit mein Seelenheil wieder in Takt ist. Ich muss das selber hin bekommen, aber wie stelle ich das an?

Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, einfach mal die Fresse halten!

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Nach diesem Kredo lebe ich schon mein Leben lang, aber gerade hier auf dem Blog hab ich gerne und oft die Fresse aufgerissen, also über Dinge die mich wirklich interessieren und zu denen ich meine Meinung kund tun möchte. Aber in den letzten Monaten bin ich in einem schleichenden Prozess verstummt.

Ich habe in den letzten Tagen sehr oft darüber nachgedacht, warum ich seit gefühlten Monaten (okay es ist wirklich nur gefühlt, denn geschrieben hab ich ja was) meinen Blog nicht geöffnet habe und meine Erlebnisse mit euch geteilt habe, wie so viele Male zuvor. Wirklich schlauer bin ich bis jetzt immer noch nicht, aber im Hintergrund schwingt immer ein kleiner negativer Gedanke mit.

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Derzeit passiert so viel Scheisse auf der Welt, dass ich mich allzu oft in meine kleine Kopfwelt verkriege und einfach nur für mich sein möchte. Ich möchte nichts von der Außenwelt mitkriegen, denn egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man Twitter, Facebook oder einfach nur die Nachrichten liest, irgendwas Bekacktes passiert immer und es macht mich müde. Müde ob der Tatsache, dass ich kleines unbedeutendes Wesen da eh nichts gegen machen kann. Dazu kommt dieser ominöse Alltagsrassismus, der leider gar nicht mehr so ominös ist. Es wird so viel Hass im Internet und seit neustem auch im realen Leben verbreitet, den ich nicht nachvollziehen kann. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass ich eine gute Erziehung genossen habe und jemanden wegen Hautfarbe, Religion, Gender oder sonst etwas verurteile. Ich verurteile Menschen, deren Meinung ein Haufen scheisse ist, deren Gesichtspunkte unterirdisch sind und deren Charakter mich anwidert.

Und genau dieses Ohnmachtsgefühl raubt mir den Spaß an diesem kleinen Hobby, dass ich eigentlich liebe und durch dass ich so viele tolle Menschen kennen gelernt habe. Ich brauche mehr Zuckerwatte und Flausch in meinem Leben und fürchte, dass dieses Internet mich derzeit eher vergiftet.

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Aber wieso klein bei geben und sich der Masse an Schlechtem beugen, anstatt einfach selber ein bisschen Konfetti zu versprühen. Ich würde diesen Standpunkt ach so gerne vertreten, aber mir fehlt schlichtweg die Kraft. Ich habe noch so viele Erlebnisse, die ich mit euch teilen möchte und Unmengen an Fotos, die ich noch nicht gezeigt habe. Ich WILL hier wieder aktiver werden, weil mir dieses Sprachrohr so sehr fehlt, aber es ist nicht so einfach. Es ist nicht nur der Schweinehund der mich runterzieht, sondern so viele andere kleine Dinge, die hier nix verloren haben.

Ich glaube übrigens, dass ich nicht die einzige Bloggerin bzw Internetmensch bin, dem es gerade ebenfalls so geht. Es ist sehr leise geworden auf meiner Seite des Internets. Immer mehr Blogs, die ich früher geliebt habe, gibt es nicht mehr. Ob es die gleichen Bewegründe sind, oder schlichtweg das Leben dazwischen gekommen ist, ich finde es sehr schade und will nicht, dass mein Blog dazu gehört.

Seht diesen Beitrag einfach als kleinen Herzschlag, der hoffentlich bald wieder zu einem regelmäßigen Rhythmus wird. 

Picture my day Day #21

Juten Tach!

Heute war mal wieder Picture my day Day, diesmal ausgerichtet von Frau Margarete. Ich werde heute nicht viele Worte verlieren, außer das es ein wunderschöner Tag mit richtig tollen Menschen war.

Beim Picture my day Day geht es übrigens darum, dass man seinen Tag für die Internetwelt dokumentiert, alles in fotografier Form, und diese Fotos dann entweder bei Twitter, Facebook, Instagram, auf dem eigene Blog oder sonst wo hochläd mit dem Hashtag #pmdd21. Meinen Tag in bewegten Bildern könnt ihr übrigens auf Snapchat sehen.

Beschissener Tag & analoge Fotoliebe Part 2

Heute ist ein beschissener Tag! Ich bin alleine zuhause und habe mich darauf eingestellt Möbel zusammen zu bauen. Und obwohl es gestern noch so aussah, als würde es auch heute aus Eimern kübeln, dachte sich das Wetter heute was anderes und die Sonne strahlte wirklich wunderschön vom Himmel. Sobald Daniel das Haus verlassen hatte, brach ich mal wieder in ein furchtbares Tief ein und lag wirklich locker 2 Stunden im Bett ohne etwas zu machen, außer mich alleine und verletzt zu fühlen.

Ich hasse solche Tage wie die Pest. Der Tag heute war eigentlich durchgeplant und eigentlich bin ich im Möbel aufbauen ne absolute Granate, eigentlich! Mit aber so einer dicken Wolke überm Kopf und einem schweren Gemüt bekomme ich selbst die einfachen Dinge nicht hin.

Aber ich will mich daran jetzt nicht festhalten, weswegen ich mal wieder meinen kleinen Blog mit Inhalt fülle! Ich muss nur noch 1 1/2 Stunden rum kriegen, dann bin ich nicht mehr alleine, körperlich und seelisch! Vor kurzem habe ich meinen zweiten analog Film entwickeln lassen und möchte euch nun mit den Ergebnissen bombardieren. Beim ersten Film hatte ich noch sehr große Probleme mit dem Fokussieren, aber nachdem mein Vater mir gezeigt hat, auf was ich achten muss, ist der jetzige Film viel viel besser geworden. Ich finde immer mehr gefallen an der analog Fotografie. (mehr …)