Wanderlust

Japangarten Hasselt – Belgien

Ich berichtete ja schon, dass ich im August auf dem Pukkelpop Festival mit unbekannten menschen war. Wir hatten uns dort für eine Woche ein großes Haus gemietet und natürlich auch die Stadt ein bisschen erkundet. ich hatte mir vorher natürlich auf der Tourismusseite der Stadt Informationen zu den Sehenswürdigkeiten geholt und dort herausgefunden, dass es in Hasselt den größten japanischen Garten Europas gibt.

Ich bin nicht nur ein Fan der alten japanischen Architektur, der  Kultur und dem Essen, sondern finde auch die Gartengestaltung sehr schmuck. Sobald man in einen japanisch angelegten Garten kommt, verfällt man in eine innerliche Ruhe. Man hört das Plätschern des Wasserfalls, sieht den Kois im Teich beim schwimmen zu, läuft durch meterhohe Bambuswälder und bestaunt die sorgfältig gezüchteten Bonsais. Wenn man Glück hat und zur richtigen Jahreszeit unterwegs ist, kann man auch die wunderschönen Kirschblüten an den Bäumen sehen.

Im Hasselter Garten kann man eine entspannte Runde drehen und dem Alltag entfliehen. Mitten im Garten befindet sich ein Tempel, den man auch begehen kann. Außerdem wurde ein Schrein für die Opfer des Tsunami aufgebaut. Man kann auch an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen, leider war das nicht möglich als wir dort waren. Am Eingang kann man Fischfutter kaufen und an einer seichten Stelle des Teichs die Kois damit füttern. Und in diesem Teich sind gigantische Kois! So große habe ich noch nirgends gesehen.

Zürich – Tag 4: Bootsfahrt, Zoo und Altstadt

Meinen letzten Tag in Zürich verbrachte ich erneut alleine. Ich setzte mich morgens zum Frühstück an den Tisch und holte mir noch schnell die letzten Informationen aus dem Internet und machte mich dann zu Fuß auf den weg nach Horgen um von dort aus das Schiff in die Innenstadt Zürichs zu nehmen. Noch so eine tolle Sache an Zürich –  man entweder den Bus, die Bahn oder eben das Schiff als öffentliches Verkehrsmittel nehmen.  Sowas kennt man ausm Pott gar nicht. Da muss man für jedes Böötchen extra bezahlen. An dem Tag war es anfangs noch etwas frisch, aber ich setzte mich trotzdem nach vorne und sog den Fahrtwind auf. Die Fahrt von Horgen nach Zürich Innenstadt dauerte 45 Minuten, also deutlich länger als mit der Bahn, aber das war mir die Aussicht einfach wert.


Nach einem kurzen Aufenthalt in der Innenstadt machte ich mich per Tram auf den Weg zum Züricher Zoo. Ich hab einen Faible für schöne Zoos und da durfte ich mir den Züricher Zoo natürlich nicht entgehen lassen. Die Fahrt dorthin fand ich schon recht schön. Man kommt an der Uni und dem riesigen Klinikkomplex vorbei und es geht immer höher hinauf. Den letzten Weg zum Zoo muss man dann laufen und kann dabei vielen Athleten bei schweißtreibenden Übungen zugucken. Denn neben dem Zoo hat auch die FIFA ihren Sitz.

Im Züricher Zoo habe ich die schönsten Flamingos und die stolzesten Pfaun gesehen. Die Alpacas haben mich mit ihren schiefen Zähnen und komischen Gesichtsausdrücken amüsiert und die Affen haben sich sehr hingebungsvoll umeinander gekümmert. Bei den Eulen und Greifvögeln kam ich pünktlich zur Fütterungszeit und war erstaunt darüber, wie schnell eine große Maus in so nem kleinen Schnabel verschwinden kann. Im Tropenhaus entdeckte ich in einem unscheinbaren Busch ein Chameleon und von den Decken hingen unzählige Flughunde.

Der Zoo ist sehr weitläufig und wirklich schön angelegt. Die Elefanten konnte ich leider nicht sehen, da derzeit deren Teil des Zoos umgebaut wird. Zwischendurch gibt es immer mal wieder verwunschene Pfade, auf denen es Spaß macht den Zoo zu entdecken. Bei einem Preis von 26 CHF kommt man als Touri erstmal ins schlucken, aber es lohnt sich definitiv.

Nach dem Besuch im Zoo machte ich mich wieder auf den Weg in die Innenstadt. Ich hatte noch ein wenig Zeit bis mein Flug ging und so schlenderte ich erst ein wenig durch die Altstadt und kaufte mir und einigen Freunden ein paar Souvenirs in Form von Schokolade.

Der Trip nach Zürich war aller erste Sahne und ich war definitiv nicht das letzte Mal da! Ich hab noch nie so eine schöne Stadt gesehen. Mir gefällt besonders, dass man obwohl man in einer großen Stadt ist, die Nähe zur Natur einfach spüren kann!

Düsseldorf a la Pott

Es begab sich der Tag, an dem sich eine riesige Meute an Pottmenschen ins piekfeine Düsseldorf verirrte um dort mit waschechten Hamburgern den japanischen Nudelsuppen zu frönen. Klingt episch, war es auch.

Bei Dagi hatte Menschen aus Hamburg übers Wochenende ihre Zelte aufgeschlagen und denen musste der Pott so richtig schmackhaft gemacht werden. Okay Düsseldorf ist nicht mehr der Pott, aber mit gebürtigen Ruhrpottlern hat man den Flair immer in der Hosentasche! Wieso also Düsseldorf? Na da gibt es bei naniwa die wohl beste Ramen in ganz NRW!! Ich quassel hier nicht nur so rum, sondern spreche die Wahrheit! Meine Asiatischen Arbeitskollegen können das bezeugen und einer von denen besitzt nun mal japanisches Blut.

Nachdem wir uns die Bäuche so richtig voll geschlagen haben, schlenderten wir in Richtung Altstadt. Das Wetter war bombastisch, die Sonne schien und es war warm! Unser Weg führte an Sugarbird Cupcakes vorbei und ich kaufte mir einen richtig gut aussehenden Cupcake. Später beim WM Rudelgucken mit Freunden musste ich aber feststellen, das das Frosting nur aus Sahne bestand. Durchgefallen!

Wir setzten uns am Rhein auf die berühmte Treppe und schauten ein paar durchschnittlichen Breakdancern bei ihrer Show zu. Ich war ganz verzaubert von einer sehr engagierten flaschensammelnden Omi und freute mich meine leere Flasche ihr feierlich übergeben zu können. Aline massakrierte währenddessen ihren oberpornösen Maplesirup Donut und Juju schaute ihr dabei ganz verträumt zu.
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Leider musste ich die Truppe kurze Zeit später verlassen, weil ich mich mit meinen Hagenern zum WM Rudelgucken verabredet hatte. Der Tag war wirklich bombe und morgen seh ich die zwei Grazien Dagi und Aline wieder und wer hätte es gedacht: wir werden bei naniwa schnabbulieren gehen. Hach uns kann man so gut durchschauen!

Zurück aus dem Festivalurlaub

Ich bin zurück aus dem Urlaub. Wirklich entspannend war der nicht, denn ich war mit 9 anderen Leuten in Hasselt in Belgien um aufs Pukkelpop Festival zu gehen. Zusammen haben wir ein riesiges Haus in direkter Festivalnähe gemietet und dort ne echt töfte Zeit verbracht.

Insgesamt war ich nun also eine ganze Woche in Belgien und konnte endlich mal die stressige Arbeit aus dem Kopf kriegen. Ich kannte von den 9 Miturlaubern vorher nur einen, und zwar meinen Arbeitskollegen Marc. Außerdem war ich die jüngste der Truppe und hatte anfangs etwas Bammel davor, das es langweilig wird. Aber die Woche war trotz allem echt super!
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Jedenfalls bin ich jetzt wieder da. Nach 3 Tagen Festival ist mein Körper übertrieben geschunden. Ich bin heute morgen direkt mit Kopfweh aufgewacht. Ob das jetzt am fehlenden Morgenbier oder dem BMTH Festivalfinale liegt, kann ich nicht sagen. Meine Füße schmerzen wie Hölle, meine Ohren tun weh und mein Nacken ist verspannt vom fielen Rhythmusgefühl. Aber hey, das geht vorbei und die Erinnerungen zählen!

Zürich – Tag 3: Rheinfall, Horgen

Puh, ich hab lange nicht mehr von meinem Schweiz Trip Anfang April berichtet. Also mach ich jetzt mal weiter mit Tag 3.

Wieder einmal ein wunderschöner Tag im herrlichen Zürich. Weil Sonntag war, haben wir alles langsam angehen lassen und haben uns dann gegen Mittag aufgemacht zum Rheinfall in der Nähe der deutschen Grenze. Dort schürzt der Rhein 23 Meter in die Tiefe und das bei einer Breite von 150 Metern. Dank großzügiger Panoramaplattformen kann man sogar über dem Rhein die Gewalt der reißenden Fluten miterleben.

Mitten in diesem Naturschauspiel ragt der Rheinfallfelsen hervor, auf dem man sogar hochlaufen kann, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten. Weil der Felsen wirklich in der Mitte des Stroms ist, ist man auf eines der unzähligen Wassertaxen angewiesen. Die Steuermänner müssen den Fluss wirklich gut kennen, denn das Wasser wirbel so sehr umher, dass die Oberfläche komplett weiß ist.

Angekommen auf der Panorama Plattform war ich wirklich fasziniert von dem Wasserschauspiel. Ich frag mich bis heute, wie sie diese Plattform dort verankert haben, denn dort werden wirklich enorme Kräfte freigesetzt. Die anschließende Fahrt mit dem Wassertaxi war gar nicht so schlimm wie erwartet, man wird eigentlich gar nicht nass. Nur das rumstehen und warten auf dem Rheinfallfelsen selber fand ich nicht so dolle. Die Treppe dort hoch wird immer schmaler und ist eigentlich nur für eine Person gedacht. Leider war der Andrang so groß, dass man sich in beide Richtungen dort rumquetschte.

Nach dem Besuch des Rheinfalls ging es dann noch in das Städtchen Schaffhausen. Bei einem Eis und prächtigem Sonnenschein gingen wir noch etwas den Rhein entlang spazieren und machten uns bald wieder auf den Weg nach Zürich. Weil wir zu früh fürs Abendsessen da waren, besuchten wir in Horgen noch den Zürisee.

An diesen Ausblick kann man sich echt gewöhnen!
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