Persönliches

you still cross my mind from time to time

Es ist soweit, die siebte und damit letzte Staffel von True Blood ist angelaufen und ich habe so sehr darauf hin gefiebert. Und dann kommt der Titelsong und ich spüre wieder diesen Schmerz tief in mir drin und mir steigen Tränen in die Augen. True Blood, das war unsere Serie. Wir haben zusammen angefangen die Serie zu gucken und haben sie beide so geliebt. Jede neue Folge haben wir zusammen geschaut, auch wenn einer von uns auf den anderen damit warten musste. Das ist von meiner Seite immer ein großer Liebesbeweis gewesen, weil ich ein Serienjunkie bin.

So I retrace our every step with an unsure pen,
trying to figure out what my head thinks,
but my head just ain’t what it used to be.
And then again, what’s the point anyway?

Wie soll es jetzt weiter gehen? Ist die gemeinsame Lieblingsserie bzw. der Titelsong eben jener nur der Anfang und kleine Indikatoren bringen mich immer wieder an meine Grenzen? Ich erwische mich in manchen Momenten dabei, wie ich an dich denken muss, weil ich weiß, dass dir eine bestimmte Sache sicher gefallen oder du dich darüber beömmeln würdest. Aber einen Augenschlag später wird mir dann wieder bewusst, dass du nicht mehr zu meinem Leben gehörst.

It must be true what people say, that only time can heal the pain.
And every single day I feel it fade away

Am Wochenende habe ich dich zum ersten mal seit einem halben Jahr wieder gesehen und vielleicht war genau dieses Treffen der ausschlaggebende Punkt für den emotionalen Ausbruch. Gott, es ist schon ein halbes Jahr her, seitdem du mich aus unserem und damit deinem Leben geschnitten hast. Du kommst mir wie ein Fremder vor uns es bricht mir das Herz.

Jetzt sitze ich hier in völliger Dunkelheit, höre Being as an Ocean und will nicht diese Gefühle haben, wenn ich an dich denke. Mein Kopf will endlich abschließen mit diesem Thema, aber mein Herz will dich nicht so schnell loslassen.

Liebe – ein Gefühl das zuckersüß und gleichzeitig so bitter schmecken kann.

Der ewige Kumpel

Mir liegt das Thema schon so lange auf dem Herzen und jetzt schreib ich mir den Mist einfach mal von der Seele. Ich bin ein Kumpeltyp, mit mir kann man unbändigen Spaß haben. In meiner Nähe können Männer rülpsen, furzen und zotige Witze erzählen und keine Angst davor haben, dass ich mit den Augen rolle. Nein ich fange eher einen Rülpskontest an oder erzähle noch viel schlüpfrigere Witze. Ich kann mit Jungs viel eher was anfangen, als mit Mädels. Deswegen habe ich auch bis heute nur ein paar weibliche Freunde. Ich habe eine natürliche Abneigung gegen das weibliche Geschlecht als Freund und kann nicht mal sagen woran das liegt. Ich kann dieses Drama und die ganze Zickerei nicht ab. Ich kann nicht viel anfangen mit Schminkkram, Shopping oder dem neusten Parfüm von XY. Ich rede viel lieber über essen, ungesundes essen, bei Steaksorten kann ich mich in rage reden. Ich bin unter Männern einfach entspannter drauf, bei Frauen hab ich immer das Gefühl ihnen recht zu werden, Jungs bringst du n Sixpack Bier mit und wirst direkt in die Runde aufgenommen.

Leider ist genau dieses Kumpelverhalten mein größtes Problem, denn die Jungs finden mich zwar echt total knorke, aber können sich mit mir meistens keine Liebelei vorstellen. Ich bin halt der coole Buddy, nicht die erotische Sexbombe. In mir sieht man nicht das beschützenswerte Mädchen mit dem Spitzenröckchen und den goldenen Zöpfen (stereotypen ahoi), sondern den Raufbold in kurzen Hosen mit aufgeschürften Knien und dem dreckigen Spruch auf den Lippen, mit dem man gerne sich einen hinter die Binde kippt.

Ich mag mich so wie ich bin. Ich hab dafür echt lange gebraucht, aber ich bin stolz auf meine Persönlichkeit. Ich bin halt nun mal eines dieser Pottkinder, die damals auf den Halden und in Kiesgruben gespielt hat, jeden Tag im Matsch waren und lieber mit den Matchbox Autos des großen Bruders gespielt haben, als mit den blöden Barbies der Nachbarin. Ich habe sogar geweint, als ich zum Geburtstag mal einen Puppenwagen bekommen habe. Ich war nie dieses Mädchen Mädchen, was spätestens in der Pubertät mein Verhängnis wurde. Ich wurde das Skatergirl, dass sich ja nur für ihren Körper schämt und deswegen Baggys trägt. Ich habe mir nie die Haare gefärbt oder mein Gesicht hinter einer dicken Makeup Schicht versteckt, deswegen war ich uncool und uncoole Kinder mobbt man natürlich. Das meine damaligen Freundinnen da mitmachten, war für mich der Todesstoß. Seit dem Ende der Schulzeit, gab es nie wieder eine beste Freundin für mich.

Aber mit dem Alter und besseren Leuten um einen rum, kehrt auch irgendwann das Selbstwertgefühl zurück und ich kann heute sagen Fuck Yeah du bist ne coole Sau. Trotzdem ist da im Hinterkopf immer wieder die Frage, ob genau dieses kumpelige Verhalten so einige Chancen bei Männern zunichte macht. Sprüche wie du bist wie eine Schwester für mich oder ich bin froh, dass wir so gute Freunde sind brechen mir bei manchen Bekanntschaften echt das Herz. FRIENDZONED deluxe! Trotzdem würde ich mich nie ändern um einen Mann zu gefallen. Klar leg ich ab und an mal gerne n nettes Parfüm auf oder schmink mich und mach mir die Haare hübsch, aber das ist eher für mich, als für sonst wen.

Gehts euch Mädels da draußen auch manchmal so und wenn ja, wie geht ihr mit sowas um? Ist dann überhaupt noch ne Freundschaft möglich, wenns von der eigenen Seite überhaupt nicht nach Kumpelschaft schreit?

I’m trying to be a better me

Ich tippe euch den Beitrag direkt aus der u Bahn, denn ich bin grad mal wieder auf dem Weg nach Hagen. Nach ewiger Suche nach einer Abendplanung, kam mir Kevin zu Hilfe. Also gibt es gleich Bier, Fußball und Essen! So ein richtiger Männerabend eben!

Ich wollte nur mal nen kurzes Update zu meinem Gemütszustand hier auf dem Blog geben. Mir geht es von Tag zu Tag besser und ich glaube, ich kann schon das Licht am Ende des Tunnels sehen. Okay, ne beschissene Floskel für meine Situation, aber mir kommt es wirklich fast wie eine Neugeburt vor.

Irgendwas hat letztes Wochenende klick gemacht. Ich kann nicht sagen, was es genau war, aber ich fühle mich im allgemeinen leichter und umbeschwerter als sonst. Vielleicht mag es die Tatsache sein, dass ich endlich mal wieder etwas gefühlt habe, dass nicht nur in Hass gegen mich selbst oder in Trauer ausartete. Ich habe viel über eine Person nachgedacht, die mir in den letzten Wochen wirklich wichtig geworden ist. Ich weiß, dass ich diese Person mag, unsere Situation aber nicht beschissener sein könnte. Aber auch aus dieser Situation habe ich etwas gelernt bzw. weiß ich jetzt was mir fehlt im Leben. Im Grunde genommen wusste ich es die ganze Zeit schon, aber manchmal muss man es erst vor die Füße geworfen bekommen.

Ich möchte mich wieder verlieben und ich bin mir sicher, dass es irgendwo da draußen die richtige Person für mich gibt. Es brauchte Zeit um über die Verletzungen der Vergangenheit hinweg zu kommen, aber ich denke ich bin auf dem richtigen Weg!

Ich kann meine Vergangenheit nicht ändern und Dinge nicht ungeschehen machen. Viele Menschen, die mir wichtig sind/waren haben mich nach und nach zerstört, aber ich hab die Hoffnung bis jetzt nie aufgegeben. Ich weiß aber das ich meine Zukunft formen kann und damit fang ich jetzt an. Ich muss mehr an mich selber denken, versuchen meine manchmal komischen Gefühle zu entschlüsseln und auf meinen Körper zu hören. Ich muss egoistischer werden. Das klingt jetzt hart, aber ich weiß das es das richtige ist.

Es geht also bergauf bei mir. Ich bin dankbar für die kleinsten Dinge. Meine Mutter geht mir nicht mehr so auf den Sack, wie vor ner Woche noch. Fortschritte, zwar klein, aber spürbar!

Ich wünsch euch allen einen bombastischen Samstag und vergesst morgen nicht zur Wahl zu gehen!

Die Taubheit nimmt Überhand

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Ich fühle mich taub. Ich brauche eine Auszeit von meinem eigenen Leben.
Ich habe versucht mutig zu sein und bin gehörig auf die Fresse gefallen. Nimm dein Leben in die Hand, versuch mal wieder nach vorne zu blicken. Probier neue Dinge aus, lerne Menschen kennen, öffne dich!

Es kommt mir alles wie ein schlechter Scherz vor. Ich habe es wirklich versucht. Wollte endlich mal wieder meine alte Persönlichkeit hervorkitzeln, mich mit mir selber identifizieren können.

Es scheint mir, als ob irgendeine Macht von mir und den Menschen um mich Besitz ergriffen hat und mir mein Leben zur Hölle machen will. Ich gehe einen Schritt nach vorne, ein Schritt der mich wirklich Kraft kostet. Nur um wieder da zu sein, wo ich vor einem halben Jahr war.

Wozu das ganze? Wozu soll ich mich jemandem öffnen, nur um wieder diesen Schmerz zu fühlen? Ich dachte bis vor kurzem, dass ich auf dem Weg bin die Kurve zu kriegen. Aber eine winzige Ablehnung und ich stehe da, mit den Scherben meines Lebens und fühle mich erneut so alleine und missverstanden.

Ich brauche eine Auszeit von dem ganzen Mist. Möchte meine Festplatte in meinem Kopf neu partitionieren und endlich wieder ich selbst sein.

Ich dachte ich hätte es geschafft, aber dann hat diese eine kleine Nachricht auf dem Bildschirm meines Handys mir jegliche Hoffnung genommen.

Seitdem liege ich hier in meinem Bett, die Augen rot und verheult und frage mich was mit unser Generation falsch läuft, was mit mir falsch läuft. Können wir nicht mehr glücklich sein, müssen wir alle so kaputte Seelen in uns beherbergen? In Situationen wie diesen wäre ich gerne wieder Kind. Unbeschwert und unverbraucht.

My voice it echoes my thoughts collide

Ich sitze hier mit meinem Laptop auf dem Schoß, lausche den Klängen von Memphis May Fires Beneath the Skin und stehe kurz davor in Tränen auszubrechen.

No one knows all the weight that she holds when she feels alone.
The memories, they haunt her.
No one sees all the pain she brings everywhere she goes.
She feels they’ll never want her.
All she wants is someone to notice; so sick of feeling invisible.
All she needs is someone to care.
If only they could see that she’s incredible.

Es ist mal wieder alles zu viel. Wenn ich das jetzt nicht nieder schreibe, dann werde ich erneut eine gedankenschwangere Nacht ohne Schlaf erleben. Es kommt mir so vor, als ob in mir zwei grundverschiedene Persönlichkeiten wohnen, die sich immer mal wieder abwechseln. Im einen Moment bin ich voller Tatendrang, kann den nächsten Morgen gar nicht erwarten und will das Leben spüren. Wache ich dann am nächsten Tag auf, ist dies alles verschwunden. Es fällt mir schwer das Bett zu verlassen, geschweige denn Nahrung zuzubereiten. Die Angst und der Ekel vor der Spezies Mensch haben mich an solchen Tagen in ihren Fängen, blöd nur, dass mein Job den Kontakt mit Menschen voraussetzt. Es ist schwer.

Man kann diese beiden Persönlichkeiten in schwarz und weiß aufteilen. weiß = Lebensfreude, Lust neue Menschen und Orte kennen zulernen, Glück, Spüren, LEBEN! schwarz = Furcht, Zukunftsängste, Zweifel, Menschenphobie, Unlust, Taubheit.

Heute war wieder einer dieser schwarzen Tage. Als ich morgens aufwachte bekam ich davon noch nichts mit. Schlaftrunken fütterte ich den Kater und machte mich fertig. Und da fing es auch schon an. Keine Lust mich herzurichten, für wen denn auch? Ich verlasse ungeschminkt und mit wüstem Haar die Wohnung. Die Luft draußen ist warm, ich trage fröhliche Klamotten (die vom Vortag) und bunte Schuhe. In mir breitet sich bereits der Nebel aus, auf der Arbeit werde ich alleine im Büro sitzen –  ein Lichtblick.

Die Arbeit verrichte ich gekonnt, aber ohne Leidenschaft. Sobald das Hotlinehandy klingelt setze ich meine Maske auf und wünsche der Person am anderen Ende einen Guten Morgen. Meine Stimme hört sich seltsam verzehrt an, aufgesetzte Freundlichkeit, darin bin ich König! Der Tag verstreicht, das einzige was mich über Wasser hält ist meine Spotify Playlist, der ich dringend Issues hinzufügen muss. Ein Mix aus Bands, die ich mit unvergesslichen Konzerten und somit Erinnerungen verbinde. Was anderes kann mich nicht retten.

Ich mache Feierabend, es regnet draußen und der Himmel ist düster. Endlich durchatmen. Ich spüre die kalten nassen Regentropfen auf meiner Haut und fühle zum ersten mal an diesem Tag bewusst meinen Körper. Sofort schießen mir die Tränen in die Augen und mein Kopf füllt sich wieder mit quälenden Gedanken. Ich treffe Robbie auf dem Heimweg, ich ignoriere ihn, weil ich so versunken bin in meinem Selbst. Erst an der Haustür fällt mir der kleine kupferfarbene Kater auf und wir gehen gemeinsam in die Wohnung.

Im Postkasten war ein Brief vom Grundversorger, ich bekomme direkt einen dicken Hals. Ich muss mich also wieder ans Telefon begeben, mich mit Menschen herum ärgern. Als ich auflege bin ich verzweifelt. Ich frage mich, ob nur mir diese Dinge so schwer fallen, oder auch anderen Menschen?

You took the fun out of living
When you took the life out of me

Ich bin mir sicher, dass es mir in solchen Momenten ohne diesen Blog, dieses Druckventil, erheblich schlechter gehen würde. Deswegen teile ich dies mit euch, es hilft mir ungemein. Den Druck, den ich am Anfang noch verspürte, ist durch das Schreiben weniger geworden. Ich werde jetzt die Anlage aus machen, mir die Badewanne mit einem tollen Badezusatz einlassen und mein Buch weiter lesen.
Ich hoffe ich halte mich dran und ende nicht mit Pyjama zusammengekauert im Bett!