Persönliches

Wie im Vakuum

Seitdem ich weiß das etwas nicht stimmt zwischen dir und mir, ist mein Körper in diesem Vakuum. Ich fühl mich hohl und gefangen in meinen Gedanken.
Leider gehört zum Erwachsensein auch zu lernen, wie man die Balance zwischen seinem Innenleben und der Welt da draußen halten kann.
Ich bin seither mal wieder die Person mit den zwei Gesichtern. Auf der Arbeit funktioniere ich so gut es geht und lasse mir wie immer nichts anmerken. Obwohl ich eigentlich lieber zuhause im Bett liegen würde und meinen Gedanken und Emotionen freien Lauf lassen möchte.
Aber das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof und so bin ich gerade wieder an dem Punkt, an dem ich dieses Jahr schon viel zu oft war. Ich liege in meinem Bett, Tränen laufen mir übers Gesicht und ich fühle mich alleine und unverstanden.
Einzigst mein Ventil, diesen Blog, habe ich, um meinen Gefühlen Raum zu geben. Ich muss darüber reden, aber wenn niemand da ist, muss es eben so sein.
Ich denke viel über uns nach. Denke an all die schönen Momente, die sich in der kurzen Zeit angesammelt haben und mach mich dadurch nur noch mehr kaputt. Wieso diese Gedanken von dir, was habe ich getan, dass du so fühlst? Ich kann nur spekulieren, aber ich finde einfach keine Antwort.
Und diese Ungewissheit, wie es weiter geht, bringt mich jede Minute ein bisschen mehr um. Du alleine weißt was als nächstes passiert. Ich habe Angst!

I think we glow that fucking bright

Verliebt sein hat sich verändert. Ich weiß nicht ob das mit dem Alter zusammenhängt, oder ob man an jeder zerbrochenen Beziehung ein bisschen reift. Es fühlt sich nicht mehr an wie mit 16, ach noch nicht mal wie mit Anfang 20.

Früher waren die Prioritäten in Sachen Liebe bei mir einfach anders gesteckt. Dem Partner gefallen war wichtiger, als sich selbst treu zu bleiben. Das man im Gegenzug nicht mal respektvoll behandelt wird, habe ich dank rosaroter Brille gar nicht mal mitbekommen. Eifersucht empfand ich als schmeichelnd, schließlich hatte der Partner Angst einen zu verlieren. Heute sehe ich das aus einer ganz anderen Perspektive. Eifersucht ist nicht schmeichelnd, es zeigt mangelndes Vertrauen des Partners dir gegenüber.

Ich habe mich oft emotional, aber auch finanziell von meinem Partner abhängig gemacht. Klar ist es toll von seinem Freund im dicken Mercedes von der Arbeit abgeholt und schick zum Essen ausgeführt zu werden. Aber welchen nutzen hat das viele Geld, wenn dabei die Persönlichkeit und das Glück auf der Strecke bleibt? Wieso sich in einer Partnerschaft immer unterbuttern lassen und nicht glücklich sein, nur damit man nicht alleine ist?

Ich weiß nun mit Ende 20 was mir wirklich wichtig ist in einer Beziehung und spreche laut aus, wenn mir etwas nicht passt. Es geht nicht darum, wie viel Geld du auf dem Konto hast, welchen Wagen du fährst oder ob du nen großen Schwanz in der Hose hast. Wahre Gefühle, Vertrauen und Ehrlichkeit sind die Eckpfeiler einer guten Beziehung. Ich brauche keinen Blumenstrauß der mir deine Zuneigung aufzeigen soll, sondern möchte es mit eigenen Worten von dir hören.

Verliebt sein heißt heute für mich, sich gegenseitig zeigen, wie viel man für den anderen empfindet und was man an ihm schätzt. Männer müssen nicht immer hart sein, sondern sollte ruhig mal Schwäche zulassen. Die richtigen Worte können einen glücklich machen, die kleinste Geste einen den ganzen Tag retten.

Ich genieße gerade diese Zeit des verliebt seins und das Kennenlernen des neuen Partners so sehr. Gemeinsame Unternehmungen planen oder einfach ein ganzes Wochenende faul auf der Couch sitzen mit dem Liebsten machen mich wirklich glücklich. Langsam entdecke ich, was ich an ihm besonders schätze und mag, und das sind natürlich nicht nur Äußerlichkeiten wie <Schwärmmodus>sein tolles Lachen und seine Sommersprossen im Gesicht </Schwärmmodus>.

So das musste ich jetzt einfach mal los werden. Ich denke, ich bin nicht die einzige, die sich beziehungs- und gefühlstechnisch in den letzten Jahren gewandelt hat.

I feel like I’m breathing again

Bevor ich hier wieder anfange rumzusülzen, bitte ich euch die Stimme von Ellie Goulding zu huldigen, denn die Alte sieht nicht nur hammer aus, sondern ihr Stimm(chen) bringt mich immer mal wieder zur Verzweiflung. Natürlich weil sie so schön ist!

Kinners, manchmal da sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und manchmal hat man dann jemanden, der einen an die Hand nimmt und durch eben diesen Wald führt. Ihr kennt das vielleicht, man ist auf der Suche nach einer Sache und versteift sich so darauf, dass die Suche nie ein Ende nimmt. Irgendwann ist man dann so verzweifelt, dass man kraftlos aufgibt. Und genau in diesem Moment findet man dann genau das, was man vorher suchte.

Wenn man dann die Gelegenheit erkennt, muss man nur noch über seinen inneren Schatten springen und ins kalte Wasser eintauchen. Egal wie sehr man sich fürchtet, denn wenn man diesen Moment ungenutzt verstreichen lässt, kann man sich das später nie verzeihen. Ich alte Schissbuchse, die immer kurz davor steht von ihren Ängsten zerfressen zu werden, hab den Sprung gewagt und bereue ihn sowas von gar nicht.

Denn manchmal findet man etwas, obwohl man eigentlich gar nicht mehr auf der Suche ist.

And I know what it’s like to be a child scared of the night

Halb 2 in der Nacht und ich liege wach in meinem Bett, mal wieder!
Dieses Bett habe ich seit Samstag Abend kaum verlassen, weil ich krank as shit bin. So schlecht hab ich mich seit Ewigkeiten nicht gefühlt.
Schlaflose Nächte, die kennen wir alle. Die Sonne geht unter, die Nacht bricht herein. Normalerweise wird man jetzt müde und sinkt langsam, sanft in den Schlaf. Mein Gehirn dachte sich heute mal wieder, dass es durchmachen will bis morgen früh. Yay, not!
Nun liege ich hier, denke wieder über viel zu vieles nach, habe Bauchschmerzen (krankheitsbedingt) und höre Ed Sheeran. In solchen Situationen bin ich also das stereotypische Mädchen. Ich hasse es schwach zu sein.
Und meine Gesundheit grätscht mir mitten in meine Gedanken rein. Am Montag war ich so schwach, das der Weg zur Arbeit doppelt so lange dauerte, als sonst und ich nach nicht mal 1 Stunde wieder nach Hause ging. Mein Körper hatte sich komplett runtergefahren, aber dank Elektrolytlösung geht’s wieder besser. Die schmeckt übrigens wie Eistee! Morgen werden Proben ins Labor geschickt und hoffentlich bin ich dann etwas schlauer. Ich hab kein Bock drauf, dass mein Magen wieder ramponiert ist. Drückt mir einfach die Daumen, das es nichts schlimmes ist!

5. Rad am Wagen aka Ersatzreifen!

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Abende wie diese machen mich glücklich und traurig zugleich.
Ich sitze auf der Couch zwischen Menschen, die ich nie wieder in meinem Leben missen möchte. Wir machen Späße, reden dummes Zeug und über die Arbeit, die uns immer öfter auf den Sack geht. Manchmal sieht man sich wochenlang nicht, manchmal mehrmals die Woche. Der Kontakt reißt nie ab.

Aber! Ja es gibt ein aber, sonst hätte ich im ersten Satz nicht das Wort traurig genutzt. Diese Menschen sind in einer Beziehung. Um genau zu sein, sind es zwei Paare. Und ich, die Frisch-Single Freundin in deren Mitte. Es geht zunehmend um Themen wie Hochzeit, Kinder kriegen und das eigene Haus. Da bin ich nun mal außen vor. Ich bin nur noch ich und kein wir mehr. Das stößt mir manchmal auf und dann kommt diese Traurigkeit in mir hoch, weil ich mich doch so nach einem wir sehne.

Trotzdem bin ich mehr als froh diese Menschen in meinem Leben zu haben. Hätte ich damals anders entschieden, wäret ihr nie in mein Leben getreten.
HERE’S TO OUR FRIENDSHIP T. P. L. A.