Persönliches

Here’s to new beginnings!

April scheint bei mir der Monat der Veränderungen und Neuanfänge zu sein. Gerade erst letztes Jahr im April habe ich einen neuen Job angefangen und somit neue Leute und Perspektiven für mich entdeckt. Ein neues Kapitel wurde aufgeschlagen.

Jetzt haben wir bald wieder April, genau ein Jahr später und wieder steht eine Veränderung in meinem Leben an. Ich breche meine Zelte in Gelsenkirchen ab und ziehe, diesmal jedoch alleine, nach Duisburg. Ja ich bleibe dem Ruhrgebiet erhalten, ziehe nur etwas näher an den Rhein und die Arbeit. Ich nenne es mal ein neues Unterkapitel, denn das letzte ist noch lange nicht abgeschlossen.

Vielleicht liegts aber auch einfach daran, dass der April mein Geburtsmonat ist und ein neues Lebensjahr für mich ansteht. Der Kopf spielt verrückt, weil man nun wieder ein Jahr älter wird und reflektiert sein bisheriges Leben ein bisschen zu kritisch.

Aber vielleicht ist das auch einfach alles Quatsch und manchmal kommt ein Punkt im Leben, an dem man besser nach vorne schaut, als sich immer nur an der Vergangenheit festzuhalten. Sich das einzugestehen ist bestimmt nicht leicht und es braucht unglaublich viel Mut dazu, aber nur so kann man an dem ganzen Bullshit, dem einem wiederfahren ist, wachsen.

here’s to new beginnings! more awesomeness, less consideration.

Wenn man das Alleinsein verlernt.

Ich habe das Alleinsein verlernt. Es ist Sonntagabend halb 10 und ich sitze auf der Couch und versinke immer mehr in meine Gedanken. Ich bin alleine, die Wohnung ist ganz still, ich höre nur meinen Atem oder das Geräusch des Laptops.

Nur ich, mein Herzschlag, meine Atemzüge und meine Gedanken. Und da haben wir auch schon das Problem. Diese Maschine in meinem Kopf lässt es mir schwer fallen alleine in dieser Wohnung zu sitzen. Ich fange dann an über alles und jeden nachzudenken, jede Entscheidung und Situation der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Denke an den morgigen Tag, die Woche, das Wochenende. Denke darüber nach, wieso ich so viel denke und komme einfach nicht zur Ruhe.

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Es ist nicht nur manchmal, sondern sehr oft zermürbend sich so viele Gedanken selbst über Kleinigkeiten zu machen. Alltagssituationen werden noch mal überdacht, Gespräche in der Mittagspause analysiert, Gefühle erforscht und versucht einzuordnen.

Ich war nicht immer so. Früher war ich gerne alleine. Ich hatte kein Problem damit mehrere Tage nur für mich zu sein und Dinge zu tun, an denen ich Spaß habe. Aber irgendwie ist mir dieses Talent abhanden gekommen. Ich bin abhängig. Anhängig von sozialen Kontakten und Unternehmungen, damit ich die Gedankenmaschine mal für 1 oder 2 Stunden Pause hat. Ich bin abhängig von meiner Arbeit und freue mich in diesem Moment schon wieder, wenn ich morgen im Büro sitze und nicht meinen Gedanken nachgehen muss.

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Manchmal frage ich mich ob ich jetzt so viel denke, weil ich es in meiner Jugend zu wenig getan habe. Aber ich glaube dem ist nicht so. Auch früher habe ich viel nachgedacht, konnte aber besser mit meinen Gedanken umgehen. Heute bin ich unglaublich unsicher geworden und frage mich oft, woran das liegt.

Kann man das Alleinsein wieder erlernen? Ich möchte einfach nicht angewiesen sein, auf eine andere Person, nur damit mein Seelenheil wieder in Takt ist. Ich muss das selber hin bekommen, aber wie stelle ich das an?

Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, einfach mal die Fresse halten!

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Nach diesem Kredo lebe ich schon mein Leben lang, aber gerade hier auf dem Blog hab ich gerne und oft die Fresse aufgerissen, also über Dinge die mich wirklich interessieren und zu denen ich meine Meinung kund tun möchte. Aber in den letzten Monaten bin ich in einem schleichenden Prozess verstummt.

Ich habe in den letzten Tagen sehr oft darüber nachgedacht, warum ich seit gefühlten Monaten (okay es ist wirklich nur gefühlt, denn geschrieben hab ich ja was) meinen Blog nicht geöffnet habe und meine Erlebnisse mit euch geteilt habe, wie so viele Male zuvor. Wirklich schlauer bin ich bis jetzt immer noch nicht, aber im Hintergrund schwingt immer ein kleiner negativer Gedanke mit.

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Derzeit passiert so viel Scheisse auf der Welt, dass ich mich allzu oft in meine kleine Kopfwelt verkriege und einfach nur für mich sein möchte. Ich möchte nichts von der Außenwelt mitkriegen, denn egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man Twitter, Facebook oder einfach nur die Nachrichten liest, irgendwas Bekacktes passiert immer und es macht mich müde. Müde ob der Tatsache, dass ich kleines unbedeutendes Wesen da eh nichts gegen machen kann. Dazu kommt dieser ominöse Alltagsrassismus, der leider gar nicht mehr so ominös ist. Es wird so viel Hass im Internet und seit neustem auch im realen Leben verbreitet, den ich nicht nachvollziehen kann. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass ich eine gute Erziehung genossen habe und jemanden wegen Hautfarbe, Religion, Gender oder sonst etwas verurteile. Ich verurteile Menschen, deren Meinung ein Haufen scheisse ist, deren Gesichtspunkte unterirdisch sind und deren Charakter mich anwidert.

Und genau dieses Ohnmachtsgefühl raubt mir den Spaß an diesem kleinen Hobby, dass ich eigentlich liebe und durch dass ich so viele tolle Menschen kennen gelernt habe. Ich brauche mehr Zuckerwatte und Flausch in meinem Leben und fürchte, dass dieses Internet mich derzeit eher vergiftet.

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Aber wieso klein bei geben und sich der Masse an Schlechtem beugen, anstatt einfach selber ein bisschen Konfetti zu versprühen. Ich würde diesen Standpunkt ach so gerne vertreten, aber mir fehlt schlichtweg die Kraft. Ich habe noch so viele Erlebnisse, die ich mit euch teilen möchte und Unmengen an Fotos, die ich noch nicht gezeigt habe. Ich WILL hier wieder aktiver werden, weil mir dieses Sprachrohr so sehr fehlt, aber es ist nicht so einfach. Es ist nicht nur der Schweinehund der mich runterzieht, sondern so viele andere kleine Dinge, die hier nix verloren haben.

Ich glaube übrigens, dass ich nicht die einzige Bloggerin bzw Internetmensch bin, dem es gerade ebenfalls so geht. Es ist sehr leise geworden auf meiner Seite des Internets. Immer mehr Blogs, die ich früher geliebt habe, gibt es nicht mehr. Ob es die gleichen Bewegründe sind, oder schlichtweg das Leben dazwischen gekommen ist, ich finde es sehr schade und will nicht, dass mein Blog dazu gehört.

Seht diesen Beitrag einfach als kleinen Herzschlag, der hoffentlich bald wieder zu einem regelmäßigen Rhythmus wird. 

Beschissener Tag & analoge Fotoliebe Part 2

Heute ist ein beschissener Tag! Ich bin alleine zuhause und habe mich darauf eingestellt Möbel zusammen zu bauen. Und obwohl es gestern noch so aussah, als würde es auch heute aus Eimern kübeln, dachte sich das Wetter heute was anderes und die Sonne strahlte wirklich wunderschön vom Himmel. Sobald Daniel das Haus verlassen hatte, brach ich mal wieder in ein furchtbares Tief ein und lag wirklich locker 2 Stunden im Bett ohne etwas zu machen, außer mich alleine und verletzt zu fühlen.

Ich hasse solche Tage wie die Pest. Der Tag heute war eigentlich durchgeplant und eigentlich bin ich im Möbel aufbauen ne absolute Granate, eigentlich! Mit aber so einer dicken Wolke überm Kopf und einem schweren Gemüt bekomme ich selbst die einfachen Dinge nicht hin.

Aber ich will mich daran jetzt nicht festhalten, weswegen ich mal wieder meinen kleinen Blog mit Inhalt fülle! Ich muss nur noch 1 1/2 Stunden rum kriegen, dann bin ich nicht mehr alleine, körperlich und seelisch! Vor kurzem habe ich meinen zweiten analog Film entwickeln lassen und möchte euch nun mit den Ergebnissen bombardieren. Beim ersten Film hatte ich noch sehr große Probleme mit dem Fokussieren, aber nachdem mein Vater mir gezeigt hat, auf was ich achten muss, ist der jetzige Film viel viel besser geworden. Ich finde immer mehr gefallen an der analog Fotografie. (mehr …)

#MaybeHeDoesntHitYou – Gewalt in der Beziehung

Tweets mit diesem Hashtag wurden heute in meine Timeline gespült und ich musste bei jedem Tweet so heftig nicken, dass mir fast mein Nacken weh tat. Bei diesem Hashtag geht es darum, dass es nicht nur Gewalt in einer Beziehung gibt, die äußerliche Merkmale mit sich trägt, sondern auch sehr häufig psychische Gewalt, die zwar auch Narben in Frauen hinterlässt, diese aber nicht sichtbar sind.

Ich frage mich immer, ob wirklich jede Frau in meinem Alter schon einmal eine Beziehung hatte, die nicht gut für sie war, sei es jetzt ob der Partner gewalttätig war oder durch kleine fiese Bemerkungen das Selbstwertgefühl der Frau langsam aber sicher zerstört hat.

Auch ich kann mich nicht davon frei sprechen, schon mindestens einen Partner gehabt zu haben, der mich zwar nicht geschlagen hat, aber durch andere Dinge klein gehalten, bzw. mein Körper- und Selbstwertgefühl deutlich geschadet hat.

Ich war damals 19 und schon ein paar Jahre mit meinem damaligen Freund zusammen. Ich habe meine Ausbildung angefangen und dadurch sind sehr viele männliche Freundschaften entstanden. Meine Firma machte immer ein Sommerfest, zu dem auch die jeweiligen Partner eingeladen waren. So lernte mein Freund also meine männlichen Arbeitsbekanntschaften kennen und ich dachte alles sei okay. Jedes Jahr wurden die neuen Azubis von den alten Azubis zu einer Party eingeladen, diese Party galt natürlich nur den Azubis, also externe ncht erlaubt. Meine Ausbildungsstelle war ca. 50 km von meinem Elternhaus entfernt und deswegen bot mir ein Arbeitskollege an, bei ihm zu übernachten. Als ich meinem Freund davon erzählt sagte er nur: „Nein du übernachtest da nicht, sondern fährt wieder mit der Bahn nach Hause.“ Ich fühlte mich wie vor den Kopf gestoßen und wusste gar nicht, wieso er dass jetzt zu mir sagte. Eine ellenlange Diskussion entstand und im Endeffekt habe ich zurück gestreckt und bin an dem Abend wirklich mit der Bahn nach hause gefahren. Die Erklärung meines Freunds war übrigens, dass er Angst hätte das mir was bei besagtem Arbeitskollegen passieren könnte. Dass ich aber alleine mit der S-Bahn nach hause fahren musste, war ihm egal. Ich wäre übrigens nicht die einzige Person gewesen, die dort geschlafen hätte.

Und ab diesem Moment kamen ständig solche Bevorzugungen. Mir selber fiel das erstmal nicht auf, sondern erst als mich ein Freund darauf ansprach, wieso mir mein Freund teilweise lächerliche Dinge verbiete, machte es pling in meinem Kopf und mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Weil sich an der Situation nichts änderte, sondern nur noch schlimmer wurde, zog ich die Reißleine und trennte mich von ihm.

In einer anderen Beziehung, ich war mittlerweile älter, bekam ich ständig spitze Bemerkungen zu meiner Figur zu hören. Dass ich damals noch ein Lipödem hatte und an dem Umfang meiner Oberarme und Beine auch durch Sport nichts ändern konnte, machte es für mich unglaublich schwer. Es gab Zeiten da konnte ich vor meinem Freund nichts essen. Irgendwann folgten dann noch Bemerkungen dazu wie dumm ich wäre und ich wurde regelmäßig wenn er besoffen war vor Freunden blöd angemacht.

Das Problem an solchen Beziehungen ist, dass der Prozess schleichend ist. Beide Beziehungen waren keine kurzen Liebschaften, sondern fingen wirklich schön an. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem es nicht mehr schön war und immer wieder der Gedanke es zu beenden aufkam. Es ist schwierig sich aus solch einer Beziehung zu lösen, weil man immer wieder an die guten alten Zeiten und gemeinsamen Erlebnisse denkt. Aber was bringen einem die schönen Dinge von damals, wenn es im jetzt kaum mehr zu ertragen ist und man selber eingeht?!

Ich bin den schlechten Beziehungen entronnen und habe aus den Erfahrungen gelernt. Aber viel schöner wäre es gewesen, diese schlechten Erfahrungen erst gar nicht machen zu müssen.

Wart ihr auch schon einmal in einer Beziehung, die euch nicht gut getan hat? Oder hattet ihr bisher immer den richtigen Partner, der euch respektiert und liebt so wie ihr seid? Oder kennt ihr vielleicht eine Person, die in gerade so einer Beziehung ist und ihr nicht wisst, wie ihr helfen könnt?