Musik

OK Go – I Wont let you down

Das Wetter draußen spiegelt gerade in etwa meine Stimmung wieder. Mir ist dauerhaft müde und kalt und gesund war ich auch schon lange nicht mehr. Gegen solch Trübsal hilft nicht nur ein heißer Kakao (oh ich sehne mich so danach), sondern auch Musik. Die kann nämlich echt gute Laune machen.
OK Go kenn ich echt nur durch ihre krassgeilen Videos. Das letzte war ein aufwendiger Singleshot mit ganz vielen optischen Illusionen und auch das neuste Video zum Lied I wont let you down ist wieder einmal ein richtiger Augenschmaus. Wenn ihr also genau wie ich grad eher so die MEH-Stimmung habt, dann schaut euch das Video an und erfreut euch an den süßen Asiatinnen!

Zurück aus dem Festivalurlaub

Ich bin zurück aus dem Urlaub. Wirklich entspannend war der nicht, denn ich war mit 9 anderen Leuten in Hasselt in Belgien um aufs Pukkelpop Festival zu gehen. Zusammen haben wir ein riesiges Haus in direkter Festivalnähe gemietet und dort ne echt töfte Zeit verbracht.

Insgesamt war ich nun also eine ganze Woche in Belgien und konnte endlich mal die stressige Arbeit aus dem Kopf kriegen. Ich kannte von den 9 Miturlaubern vorher nur einen, und zwar meinen Arbeitskollegen Marc. Außerdem war ich die jüngste der Truppe und hatte anfangs etwas Bammel davor, das es langweilig wird. Aber die Woche war trotz allem echt super!
pukkelpop
Jedenfalls bin ich jetzt wieder da. Nach 3 Tagen Festival ist mein Körper übertrieben geschunden. Ich bin heute morgen direkt mit Kopfweh aufgewacht. Ob das jetzt am fehlenden Morgenbier oder dem BMTH Festivalfinale liegt, kann ich nicht sagen. Meine Füße schmerzen wie Hölle, meine Ohren tun weh und mein Nacken ist verspannt vom fielen Rhythmusgefühl. Aber hey, das geht vorbei und die Erinnerungen zählen!

Secrets & Our Last Night Konzert @Underground Köln

Das Konzert ist nun schon 6 Wochen her und es wird verdammt nochmal Zeit, endlich darüber zu schreiben.

Eigentlich war es gar nicht geplant auf das Konzert an diesem Sonntag zu gehen. Ich hatte zwar im Hinterkopf, dass Our Last Night mit Secrets als Support auch Station in Köln machen würden. Allerdings ist Köln nicht grad umme Ecke und Sonntag Abends noch mit Bus und Bahn nach hause fahren, wo man doch am nächsten Morgen wieder früh aufstehen muss um zur Arbeit zu gehen. Da hatte ich nun wirklich keinen Bock drauf!

Aber wie das Leben so spielt, war ich just in dem Moment, als mir das Konzert wieder in den Kopf kam, auf dem Weg nach Bottrop, die Karre von meiner Mutter auszuleihen. Also gab es keine Ausrede mehr. Mit Diana hab ich dann einfach spontan ausgemacht, dass wir drei Hähnchen nach Köln düsen um männliche Männer auf der Bühne anzuschmachten. Das die Musik der Männers auch noch absolut genial ist, rundete das ganze zusätzlich ab. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass wir echt Glück hatten, weil alle Konzerte danach ausverkauft waren.

Vorbands

Ich bin komplett ohne Erwartungen auf das Konzert gegangen und habe das Underground mit einem debilem Grinsen wieder verlassen. Das Konzert WAR SO GUT! Die regionale Vorband (dessen Namen ich bis heute nicht weiß) hat überhaupt nicht ins Konzept gepasst. Es war ein Geschrammel und Geschreie, dass ich zum Glück nur im Nebenraum mitbekam. Die hatten wohl Vitamin B und sind deswegen an den Gig gekommen.
Als nächstes waren dann Empires Fade dran. Gute solide Show und toller Shouter, der allerdings teilweise zu übertrieben gestikulierte. Seine Tattoos sind allerdings echt krass. Wer mag, kann sich die Band ja mal bei Facebook geben.

Secrets

Dann kam endlich der interessante Teil des Abends, Secrets waren dran. Wir standen zunächst in der Mitte um halt etwas mehr zu sehen, aber leider musste vor und hinter uns die Leute zu moshen beginnen und unnötig in Diana reintreten, also haben wir uns an die Seite gestellt und vom Merchstand aus die Show weiter verfolgt. Es war das erste Mal, dass ich Secrets live gesehen habe, beim letzten Konzert in Duisburg mit OMAM und MMF kamen wir leider zu spät. Bis heute habe ich noch Richards engelsgleiche Stimme in den Ohren und bin immer noch umgehauen von solch einem Talent. Normalerweise sind hohe Stimmen bei Männern eine Rarität, die meisten hören sich an wie vom Rasenmäher überfahren oder können schlichtweg die höhen Töne nicht halten und stammeln sich was zusammen. Richard hat mich mit seiner Stimme einfach nur fertig gemacht und wirklich sehr berührt. Der nicht mehr ganz so neue Shouter Aaron hat mich ebenfalls komplett überzeugt und war ganz große Klasse. Man, die ganze Band ist der absolute Wahnsinn!

Our Last Night

Nach Secrets kamen dann die Headliner des Konzerts: Our Last Night. Die Mädchendichte schwoll binnen Sekunden auf Boybandnievau an und ich bekam kurz etwas Angst, dass ich dieses Konzert taub verlassen würde, weil die Mädels mit ihren Stimmen die Schallmauer durchbrechen (geht das überhaupt) wollten. Leider hatte ich keine Ohrenstöpsel dabei und startete deswegen nicht mal einen Versuch näher an die Bühne zu kommen.

Ich kann es den Mädels nicht verdenken, Diana und ich schmachteten beide Trevor, einer der zwei Sänger, an. Die Stimmung im Publikum war der Hammer und ich war sauglücklich dieses Konzert nicht verpasst zu haben. Welche Lieder genau gespielt wurden, weiß ich nicht mehr, ich genoß aber jeden einzelnen, ob ich nun mitsingen konnte oder nicht. Darum geht es ja nicht, sondern um das Gefühl und das war mehr als awesome!
Vom Konzert selber habe ich nur crappige Handykamera Fotos, die ich noch fast bis zur Unkenntlichkeit bearbeiten musste, aber egal. Die Erinnerungen sind in meinem Kopf festgebrannt und das zählt!
trevor

trevor1

Aftershow

Was ich an den Secrets Boys unfassbar charmant finde, ist der Plausch nach dem Konzert mit dem Publikum. Sie kommen direkt zum Merchstand und du kannst mit ihnen über jeden Blödsinn reden. Norm musste natürlich wieder seine berühmten Ich-nehme-Bandmenschen-auf-den-Arm-Bilder machen. Hier eine kleine Auswahl, auch mal in bewegter Form.
aaronnorm

Norm und Aaron Melzer von Secrets

joeenglish

Norm und Joe English von Secrets (an Joe hat sich Norm fast n Bruch gehoben, dafür genoß Joe die Situation sichtlich)

sherman

Norm und Michael Sherman von Secrets (aka Salvador Dali)

mattnorm

Norm und Matt Wentworth von Our Last Night (er traute dem Braten nicht und wollte nicht auf den Arm genommen werden.)

Was ich von diesem Abend mit nach Hause genommen habe?

  1. Ein wohlig warmes Gefühl in der Bauchgegend, dass mir bestimmt 4 Wochen lang eine Post Konzert Depression beschert hat
  2. Eine neu erweckte Liebe für Secrets und speziell für Richards Stimme. Hier und hier könnt ihr mal in rohen Genuss kommen. WOW!
  3. Auch ich darf mal Fangirl sein und Bandmenschen anschmachten
  4. Joe English und Sherman haben den schönsten Schnörres wo gibt!
  5. Trevor ist zwar erst süße 21, aber gosh ist der Zucker!

Musik | Of Mice & Men

Musik bedeutet mir viel. Ich weiß der Satz ist abgedroschen, aber ohne Musik könnte ich nicht leben. Gerade in den schwierigsten Phasen meines Lebens hat mir die Musik und die Bands an sich unfassbar viel geholfen. Aus diesem Grund möchte ich euch immer mal wieder meine liebsten Bands vorstellen. aber seid gewarnt, ich höre keine leichte Mädchenmusik, sondern Schreimusik, wie mein Vater die immer nennt.

Credit: Travis Shinn

 

Los geht es mit der kalifornischen Band Of Mice & Men. Zum ersten Mal gehört hab ich die glaube ich Ende 2010 und fand ihr erstes Album Of Mice & Men schon nett anzuhören. Mit dem zweiten Album The Flood gingen sie dann auch 2012 in Deutschland auf Tour und ich sah die Band zum ersten Mal live. Das Konzert fand in einer kleinen Kaschemme in Duisburg statt und haute mich von den Socken. Der Shouter Austin Carlile ist live so unfassbar GUT und hat jedem im Publikum zum eskalieren gebracht. Am Ende ist er in die Menge gesprungen und hat mit allen zusammen Second & Sebring gesungen.

Musikalisch würde ich Of Mice & Men zwischen Metalcore und Post-Hardcore einordnen. Es gibt sehr viele harte Parts, gefolgt von einem soften Gesangspart, aktuell gesungen von Aaron Pauley. Dann gibt es aber auch mal Songs die nur in die Fresse hauen. So war es zumindest auf den ersten beiden Alben. Das neuste Album Restoring Force bricht mit dem gewohnten Konzept und kommt zumindest für mich sehr weich rüber. Klar haben die Jungs immer noch großartige Texte, aber es reißt mich nicht mehr so mit.

Aber egal, ich hab die Karte fürs Konzert im April schon seit Ewigkeiten herumliegen und natürlich geh ich hin und werd mir die Jungs wieder live geben.

Meine Lieblingslieder

Second & Sebring

Let Live

John Deux Trois

Seven thousand miles for what

 

I swear to God my intentions were GOLD

Hipster, Sushi und City and Colour

Montag, 14 Uhr: ich fahr den Arbeitsrechner runter und verabschiede mich von meinen Arbeitskollegen. Einige gucken verdutzt, andere wünschen mir viel Spaß.

Ich mache mich auf dem Weg nach Köln um mich mit Norm und Diana zu treffen, denn abends findet das City and Colour Konzert statt, auf das ich mich seit Monaten freue.

Direkt als bekannt wurde, dass City and Colour wieder auf Tour gehen, habe ich mir zwei Karten gesichert. Das letzte, eigentlich mein erstes, Konzert der Band durfte ich im Juni 2013 in der Lichtburg erleben. Es war eins der schönsten Konzerten, auf denen ich je war. Ja ich geben zu, ich vergoss sogar ein paar Tränchen, weil mich der Gesang und die Atmosphäre so richtig getroffen haben.

Diesmal ging es also mit meinen Lieblingsmenschen aufs Konzert um Dallas Greens wundervollen Stimme zuzuhören.

Wir trafen uns auf der Domplatte und ich knipste ein paar Bilder und nahm dieses kleine Video auf. Das Copyright liegt hier bei Herrn Zach Thomas (das muss jetzt keiner verstehen!)

Dicke Menschen brauchen immer einen wohlgefüllten Magen, also machten wir uns auf den Weg zu Bentobox und fanden direkt daneben einen Urban Outfitters. Erst in dem Laden selber fiehl mir die hohe Hipsterdichte in ganz Köln auf. Überall Mädels mit Leggings als Hose, dicken Boots bzw. Sneakern und diesen komischen Carhartt Penismützen auf dem Kopf. Der Laden hatte allerhand interessanten, aber auch überteuerten Scheiß zu bieten.

Auch bei Bentobox schlurften nur Hipsterkellner umher, das Sushi war jedoch ganz große Klasse und bereicherte meinen Tag doch sehr. Seit einem enormen Zitteranfall gehe ich nämlich nicht mehr mit leeren Magen auf Konzerte.


Jetzt war es aber höchste Zeit unsere Ärsche zur Live Music Hall zu bewegen. Am Eingang hatte ich dann erstmal Ärger wegen meiner DSLR, aber nach kurzem Nervenzusammenbruch ließ sich das auch klären. Die Halle war VOLL! Ich wusste es nicht im Vorfeld, aber das Konzert war ausverkauft und als wir rein kamen, spielte schon die Vorband Hannah Georgas.

In der Menge fanden wir trotz der vielen Menschen auch noch zwei Freunde und dann kam auch schon City and Colour auf die Bühne. Viel gesehen habe ich leider nicht, vor mir standen 3 gigantische Menschen und jedes mal wenn ich Dallas Kopf erahnen konnte, bewegte sich wieder jemand vor mir.

Ich hatte mir vorgenommen das Konzert einfach zu genießen und jeden Song in mich aufzusaugen. Die Akustiksongs brachten mir Gänsehaut und Tränen in die Augen und Dallas Stimme jagte mir ein Zittern durch den Körper. Es war einfach wunderschön. Ich sang jeden Song mit und vergaß alles um mich herum. Genau so muss sich ein Konzert anfühlen. Man muss die Songs nicht nur hören, sondern auch in der Seele spüren können.

Wegen der schlechten Sichtverhältnisse gibts keine Fotos vom Konzert selber, aber da lassen sich bestimmt welche im Internetz finden, falls es jemanden interessiert.

Der ganze Tag war Puderzucker für meine Seele. Ich durfte nicht nur eine meiner Lieblingsband live sehen, sondern dieses Erlebnis mit meinen liebsten Menschen teilen. Solche Tage soll, nein muss es öfter geben.