Knipserei

Hamburg – das Treppenviertel in Blankenese

Der letzte Ausflug in Hamburg führt mich nach Blankenese zum Treppenviertel.

Mein Spaziergang durch das Treppenviertel startet oben aufm Süllberg. Über teilweise recht steile Treppen geht es bergab, vorbei an wunderschönen alten Villen und modernen Neubauten. Direkt stelle ich mir die Frage: Wie zum Teufel machen die das mit den Einkäufen hier? Man kann ja nicht einfach mit dem Auto, geschweige denn mit dem Fahrrad vor die Haustür fahren und alles abladen. Schon komisch, über was man sich so Gedanken macht, wären man eine der unzähligen Treppen runter zum Elbstrand geht.
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Unten an der Elbe angekommen verschnaufe ich erstmal kurz. Ja auch Treppen bergab gehen ist ganz schön anstrengend. Wer jetzt auf ne tolle Aussicht gehofft hat, der wird an manchen Tagen enttäuscht. Ich hatte eher so eine graue Suppe Aussicht. Aber man kennt ja das Hamburger Schietwetter und deswegen freue ich mich einfach, dass es nicht regnet. Von hier unten kann ich nun auch endlich den Berg, mit den vielen unterschiedlichen Häusern bestaunen.

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Beim schlendern über die kleine Straße am Fuße des Süllbergs, kann ich mir die unterschiedlichen Gebäude genauer angucken. Manche wirken wie kleiner Schlösser, andere sehen aus wie Kirchen. Zwischendrin sind immer mal wieder kleine Hexenhäuser und moderne Prachtbauten. Aber trotz der Vielfalt wirkt es nicht überladen oder durcheinander. Irgendwie passen die verschiedenen Stile zusammen.


Aber genug die Architektur bestaunt, jetzt heißt es wieder den Berg besteigen über die nie enden wollenden Treppen. Ich komme echt ins schwitzen und muss zwischendurch halt machen. Wie das wohl im Hochsommer ist? Und ob es hier auch die masochistischen Sportler gibt, die die Treppen hoch und runter rennen? Oder ist das hier verpönt? Schließlich gilt Blankenese als schicki micki Gegend von Hamburg.

Das Treppenviertel ist grün! Überall ragen teilweise wirklich sehr große Bäume in den Himmel. An fast jedem Haus ranken sich Wein und Hopfen um Geländer und Zäune. Und genau dort finde ich ein kleines Schmetterlingsparadies. Die ganze Hecke wimmelt nur so von Schmetterlingen. Sie flattern so schnell umher, dass ich sie kaum mit der Kamera einfangen kann.
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Irgendwann komme ich dann wieder oben am Auto an und muss mir direkt ein Franzbrötchen mit Schokolade gönnen.  Das Treppenviertel gilt zwar als typischen Touristenziel, aber ich habe es nicht so empfunden. Durch die vielen kleinen Gassen und Treppen verlaufen sich Menschenmengen schnell und man ist irgendwie immer für sich.

Das Treppenviertel war ein perfekter Abschluss für das Hamburg Wochenende. Hamburg kann man also auch fernab der Cruise Days genießen. Sei es im botanischen Garten Klein Flottbek oder eben im Treppenviertel in Blankenese.

Der erste Schnee des Jahres

Ich kann es kaum glauben, aber es hat endlich auch in Gelsenkirchen geschneit. Ich warte darauf schon eine kleine Ewigkeit, aber jetzt ist es endlich soweit.
Samstag Nacht um 2 Uhr machte ich mich gerade auf den Weg ins Bett, als mein Freund auf einmal

draußen schneits!

durch die Wohnung rief. Ich war natürlich direkt wieder hellwach und rannte zur Balkontür und meine Augen fingen an zu glänzen beim Blick auf den Schnee.
Sonntagmorgen wachte ich auf und dachte mir, dass von der weißen Pracht nichts mehr da ist. Aber falsch gedacht! Die Bäume, Sträucher und Wiesen waren noch alle ganz pudrig und ich bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht.
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Noch mit dem Pyjama bekleidet, schnappte ich mir die Kamera und setzte den Schnee auf dem Balkon in Szene. Genau in dem Moment, in dem ich den Balkon betrat, schaute die Sonne hinter den Wolken hervor und der Schnee fing an zu glitzern.

Was ihr da auf den Fotos seht ist mein kleiner Kräutergarten auf dem Balkon. Der Salbei und Rosmarin halten sich wacker, Basilikum, Oregano und Minze haben im Herbst aufgegeben. Aber im Frühling bekommen die bestimmt wieder Mut und trauen sich aus der Erde.
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Jetzt ist der Winter also endlich angekommen, hat sich ja auch genug Zeit gelassen. Ich hoffe, dass wir noch eine richtig schöne Winterwunderlandschaft bekommen. Mit Bergen von Schnee und Eiszapfen. Ich möchte endlich wieder durch mindestens 10 Zentimeter Schnee laufen und dem knacken unter den Schuhsohlen zuhören. Schneeflocken mit der Zunge fangen. Eine Schneeballschlacht mit dem Liebsten veranstalten und vielleicht sogar einen Schneemann bauen.
Also drückt doch mal die Daumen, dass der Schnee noch etwas bleibt.

Hamburg – Botanischer Garten Klein Flottbek

Wenn ich mich auf Reisen begebe und sei es nur ein kurzer Städtetrip, dann schau ich immer direkt nach, ob es dort auch einen botanischen Garten gibt. Ich bin nämlich ein wirklich großer Fan von botanischen Gärten, denn irgendwas ist an diesen gärten anders, als dem normalen Stadtgarten. Als ich das letzte mal in Hamburg war, musste ich meiner Familie deswegen unbedingt den botanischen Garten zeigen.

Alle reden, wenn sie von Grünanlagen in Hamburg reden, immer nur von Planten und Bloomen. Aber wisst ihr was? Ich war da im Frühling letzten Jahres und fand es überhaupt nicht so sehenswert, wie alle immer berichten. Als ich aber dann Tags drauf in den botanischen Garten gegangen bin, schlug mein Herz direkt höher.

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Natürlich ist ein botanischer Garten je nach Jahreszeit optisch komplett anders, so zeigten sich im Frühling neben viele Knospen und frischen Blüten auch Unmengen an summender Insekten. Beim jetzigen Besuch im Herbst war der Garten aber nicht weniger spannend. Auf den Blättern sammelten sich die Regentropfen und Bereiche, die bei Sonnenschein und warmen Temperaturen belagert sind von Menschen, sind auf einmal menschenleer. So zum Beispiel der Steingarten im japanischen Teil des Gartens. Der japanische Teil ist übrigens umringt von Kirschbäumen, da müsst ihr unbedingt zur Kirschblütenzeit hin, es ist ein großes pinkes Erlebnis.

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Der botanische Garten bietet nicht nur heimische Pflanzen, sondern auch welche aus Süd- und Nordamerika und Asien. Direkt am Eingang kann man große Mammutbäume bestaunen. Daneben kann man sein Wissen an heimischen Nutzpflanzen noch mal auffrischen und möglicherweise auch mal probieren. Außerdem findet man hier die verschiedensten Topografien. Ich bin dort durch die Wüste, die Alpen, ein Moor und die Heide über kleine Trampelpfade gelaufen. Es ist nämlich möglich fernab der großen Hauptwege den Garten zu erkunden. Mir gefallen diese kleinen Wege nämlich viel mehr, als große befestigte Wege. Außerdem kommt man der Natur viel näher.

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Wer sich jetzt denkt: Ach in so nen Garten geh ich lieber im Sommer hin, dann blüht da alles und es reicht ganz verführerisch. Dem sag ich: Botanischer Garten geht immer! Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, es gibt immer was zu gucken und zu knipsen. Selbst in der kalten, dunklen Jahreszeit. Ich habe nämlich Beweisfotos von knackigen Blüten, flauschigen Stempeln und jugendlichen Früchten.

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Botanischer Garten im Pott

Einen anderen wirklich schönen botanischen Garten gibt es in Dortmund, der nennt sich da Rombergpark. Ich habe dort wirklich schöne Stunden verbracht und auch für Geocacher ist der Park ein wahres Paradies. Er zählt übrigens zu meinen absoluten Lieblingsparks in Dortmund.

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Gartenparadies bei Mama

Bottrop ist für mich Heimat, für viele andere aber eher ein ziemlich üsseliger Ort. Aber auch in Bottrop gibbet schöne Ecken, nämlich bei meiner Mama im Garten! Okay, diese Wohlfühloase ist jetzt nicht für jeden begehbar, aber ich will trotzdem einmal damit prahlen, wie toll dieser Garten ist.
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Ich weiß nicht, ob das bei anderen Familien auch so ist, aber unser Garten war immer im Wandel. Damals, als wir noch kleine Kinder waren, gab es nur Wiese und einen gigantischen Sandkasten. Darin hätte ich Tage, ach sogar Wochen verbringen können. Kinder Geburtstage wurden dort gefeiert oder ein Zeltlager aufgeschlagen. Mein Bruder und ich haben immer meinen Vater dazu gezwungen mit im Zelt zu schlafen. Es war ein Zweierzelt und draußen der heißeste Sommer seit immer.
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Irgendwann musste der Garten nicht mehr kinder gerecht sein und mein Vater legte sich mitten im Garten ein Rosenbeet an. Die Rosen waren wunderschön, mit so richtig dicken Blüten und im Sommer duftete es himmlisch. Außerdem kamen dadurch viele Insekten in den Garten und mein Kater entdeckte seine Liebe für das Töten von großen Libellen, dieser kleine Sadist!
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Mein Bruder ist gelernter Landschaftsbauer und so kam, dass bestimmt einmal im Jahr was am Garten verändert wurde. Plötzlich hatten wir in einer Ecke einen riesigen Bambusstrauch stehen, in einer anderen Ecke wurde ein Hochbeet mit Unmengen an Kräutern und Gemüse angelegt.
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Die letzte Verwandlung stand dann nach der Scheidung meiner Eltern an. meine Mutter wollte alles anders haben und ich glaub, dass hat mein Bruder super hin gekriegt. Jetzt gibt es nämlich keinen Rasen mehr, sondern es wurde Kies ausgestreut und ein Teich mit Bachlauf angelegt. Außerdem gibt es jetzt zwei Terrassen.


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Meinen Kater Robbie habe ich schweren Herzens vor über einem Jahr zu meiner Mutter gegeben und er liebt den Garten genauso wie ich. Immer wenn ichm meine Mutter besuche und frage wo mein kleiner Racker ist, sagt sie irgendwo draußen. Der Frechdachs sitzt gerne am Teich beobachtet die Fische und angelt auch manchmal nach ihnen. Deswegen liegt an der Terrassentür gerne mal ein toter Fisch.
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Hattet ihr in eurer Kindheit auch einen Garten hinterm Haus, oder habt vielleicht eure Liebe zur Natur erst heute entdeckt?

Ich persönlich vermisse es total und ein Balkon ist leider kein Gartenersatz.

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Tiger & Turtle – begehbare Landmarkenachterbahn

Machmal muss man einfach spontan sein! Ich mach das viel zu selten, weil halt dann doch meistens die Zeit fehlt oder andere Dinge wichtig wichtig popichtig rufen.

Ich hatte aber die letzten zwei Wochen Urlaub und Zeit satt! Einen Urlausbtag lag ich zusammen mit meinem Freund auf der Couch und wir überlegten, ob wir denn überhaupt noch unsere Ärsche vor die Tür bewegen sollten. Ich hatte nämlich bis dahin den Wagen meiner Mutter ausgeliehen und irgendwie musste der letzte Tag Mobilität mit einem Paukenschlag beendet werden. Beim blättern durch eine Broschüre der Metropoleruhr dann der Geistesblitz – Tiger & Turtle in Duisburg! Da wollte ich schon immer hin.
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Kamera mit dem richtigen Objektiv bestückt, Stativ und Gorillapod eingetütet, Autoschlüssel geschnappt und los geht die Fahrt. Nach 30 Minuten haben wir den Weg nach Duisburg gefunden, allerdings irgendwie nicht die Halde. Die haben wir dann nach 10 Minuten rumgurken endlich gefunden. Ich schwöre, dass ich ohne Navi verloren wäre!
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Die Halde ist nicht hoch, fast schon eher ein Hügel. Nach der ersten Kurve kann man schon etwas von der Landmarke erkennen. Wir sind zur perfekten Uhrzeit da, am Firmament verabschiedet sich gerade die Sonne und der Mond steht schon am Himmel. Der Abend ist klar und man kann unglaublich weit sehen, eine leichte Brise weht und ich wünsche mir Handschuhe herbei.

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Nach der nächsten Kurve zeigt sich Tiger & Turtle in seiner vollen Pracht, hell erleuchtet thront die Landmarke auf der kleinen Halde und läd mich förmlich dazu ein meinen Akku leer zu knipsen (was ich an dem Abend auch tat!).TigerTurtle_28

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Nicht nur von unten sieht die begehbare Achterbahn ein bisschen ausserirdisch aus, sondern auch wenn man über die Stufen läuft. Durch den Wind vibriert das ganze Gebilde und durch die hohen Gitter kommt man sich vor wie in einem Labyrinth. Gefühlt jede zweite Stufe bleibe ich stehen und habe ein neues Motiv ins Auge gefasst. Die Wölbungen und Rundungen machen mich echt an. Dazu dieses künstliche, fast weiße Licht. Ein Traum!TigerTurtle_23

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Neben uns waren noch zwei andere Pärchen auf der Halde, es war also relativ ruhig. Nach ca. einer Stunde machen wir uns wieder auf den Rückweg, denn es fröstelt uns. Es ist jetzt stockdunkel und auf dem Weg treffen wir etliche Kröten.  Es ist wohl gerade Zeit für die Krötenwanderung auf der Halde.

Mir hat der Ausflug zur Landmarke Tiger & Turtle echt gefallen, wahrscheinlich weil er gerade so spontan war. Ihr solltet unbedingt im dunkeln dort hoch, denn am Tag stelle ich mir den Anblick sehr fad vor.

Fun Fact: Jedes mal, wenn ich nach Duisburg fahre, fängt die Tankleuchte im Auto noch auf der Autobahn an zu leuchten. Es ist wie verflucht!