Knipserei

Herbstlicher Spaziergang in der Gruga

Jeder, der schon mal in Essen war, kennt doch sicher die Gruga? Ein schon ziemlich großer Park in mitten der Innenstadt. Was für die Dortmunder der Westfalenpark, ist für die Essener die Gruga. In den letzten Jahren war ich eigentlich immer nur für das Parkleuchten in der Gruga, um dort Fotos zusammen mit meinem Bruder bei Eiseskälte zu machen. Ist fast schon Tradition bei uns in der Familie, wobei meine Mutter das letzte Mal schon gar nicht mehr mitgekommen ist, weil sie sowieso immer auf uns warten muss. Beim Durchschauen meiner Posts ist mir übrigens aufgefallen, dass ich die Fotos der letzten Jahre gar nicht mehr geteilt habe, ich finde, das muss sich ändern!

Aber ich schweife ab! Bei meinem Umzug nach Essen blieb mir das Glück vergönnt eine Woche Urlaub zu haben, um zum einen wichtige Behördengänge und Zeugs, dass man halt sonst so macht beim Umzug, zu erledigen, aber auch um meine neue Nachbarschaft ein bisschen kennenzulernen. Mit meinem Freund bin ich diesen Sommer abends gerne in der Gruga spazieren gegangen, weil er da praktisch umme Ecke wohnt & der Eintritt abends frei ist. Das Problem bei der ganzen Sache ist halt nur, dass der Park nur bis zur Dämmerung auf hat und im Winter die Dämmerung halt immer früher kommt und deswegen hab ich mir in besagter Woche einfach mal ne Jahreskarte für die Gruga gekauft. Teuer ist das Teil nämlich wirklich nicht!

Wie wunderschön sind bitte Ginkgos im Herbst? Dieses knallige gelb der Blätter und deren ungewöhnliche Blattform haben es mir besonders angetan. Es gibt in der Gruga ein paar Stellen, an denen diese Bäume stehen und jedes mal bin ich stehen geblieben und habe gefühlt 100 Fotos in und um den Baum gemacht. Ich möchte bitte so einen Mini Gingko bei mir im Wohnzimmer oder aufm Balkon haben, gibts sowas?!

Dadurch, dass der Park sehr weitläufig ist und unter der Woche vormittags natürlich nicht viele Besucher unterwegs sind, konnte ich ganz in Ruhe mit meiner Kamera alles erforschen und die Ruhe genießen. Ich hatte mir (Öko wie ich bin) ein zwar eher schmales, aber sehr leckeres Picknick (selbst gebackene Cookies) mitgenommen, mich in der Nähe eines Wasserfalls auf eine Bank niedergelassen und dem Rauschen des fallenden Wassers zugehört. Für mich gibt es nämlich nichts entspannenderes, als das Geräusch von Wasser. Sei es das Plätschern eines kleinen Baches, das sanfte Tropfen der Blätter nach einem Regenschauer oder eben das laute Rauschen von Wassermassen.

Als Kind war ich sehr oft mit meiner Familie in der Gruga, ich scheine aber in den Jahren danach komplett vergessen zuhaben, dass es in der Gruga auch Tropenhäuser gibt. Beim Betreten eben dieser, war ich im absoluten Pflanzenparadies. Möglicherweise bin ich dort ein wenig fototechnisch ausgerastet & deswegen folgt dazu ein separater Post, einfach wegen der Fülle der Fotos. Ich will euch ja nicht direkt erschlagen!

Zeche Zollverein – Industriekultur meets Welterbe

Endlich mal wieder Zeche aufm Blog! Ich bin ja auf der stetigen Mission, meinem Freund Daniel die Industriekultur des Ruhrgebiets näher zu bringen. Angefangen haben wir damit im Oktober 2014 und schon Anfang letzten Jahres stand die Zeche Zollverein in Essen aufm Plan und erst heute merke ich, dass ich euch die Fotos von „damals“ noch gar nicht gezeigt habe. Dabei ist Zollverein eine der schönsten Zechen wo gibt und nicht umsonst seit 2001 UNESCO Welterbe.

Zeche Zollverein

Die Zeche Zollverein war eins der größten Steinkohlekraftwerke und von 1851 bis 1986 in Betrieb. Als Markenzeichen der Zeche gelten heute der Doppelbock- Förderturm und die neusachlichen Stahlfachwerk Gebäude. Auf Zollverein schlägt jedes Zechen-Fetisch-Herz höher, ja und ich zähl mich dazu! Auf dem Geländer der Zeche und der angrenzenden Kokerei kann man sich gar nicht satt sehen, so viel schönes gibt es hier zu sehen.

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Ruhr Museum

Wer Bock auf noch n bisschen mehr Kultur und Geschichte der Zeche Zollverein hat, der kann sich im Gebäude der ehemaligen Kohlenwäsche das Ruhr Museum ansehen. Hier gibt es nämlich seit der Eröffnung eine Dauerausstellung zu Zollverein.

2006 wurde der Eingang übrigens neu gestaltet und die charakteristische 55 m lange und 24 m hohe orange beleuchtete Rolltreppe installiert. Diese orange beleuchteten Treppen gibts nämlich auch im Museum und sind ne echte Augenweide.

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Eislaufbahn

Im Winter kann man übrigens auf Zollverein sogar Schlittschuh laufen und zwar mitten durch die Kokerei,  entlang der Koksöfen und Schornsteine! Das könnte alles so schön sein, aber leider ist es wirklich immer so extrem voll. Dafür ist zu der Zeit die ganze Kokerei in verschiedenste Lichter getaucht, was dann doch einiges wieder wett macht.

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An alle Zechen Verrückten da draußen: Die Zeche und Kokerei Zollverein lohnt sich und ich kann euch eine Führung durch die Kokerei nur empfehlen. Für Fotointeressierte gibt es sogar extra Führungen.

Den kleinen, architektonischen Bruder gibts übrigens in Gelsenkirchen im Nordsternpark zu begutachten. Gleiches neusachlichen Stahlfachwerk, nur alles n bisschen kleiner.

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Fotoworkshop bei Berit

Im Oktober war ich beim 1. Fotoworkshop von Berit dabei und habe euch noch gar nicht meine Ergebnisse gezeigt. Berit macht, wie ich finde, wunderschöne Fotos, die eine ganz bestimmte Atmosphäre verbreiten. Ihr Stil gefällt mir unglaublich gut und deshalb hab ich mich direkt für den ersten Workshop-Termin eingetragen.
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Anfang Oktober war es soweit und ich durfte die heiligen Hallen der Bürogemeinschaft Oppa Franz betreten. Wir waren eine recht überschaubare Gruppe, was ich richtig super fand. So konnte sich jeder seinen Platz nehmen und den Ideen blieb genug Raum.

Zu Anfang wurde kurz auf die Einstellungen und Funktionen der Kamera eingegangen und schwupps wurden wir auch schon ins „kalte“ Wasser geschmissen. Es gab so unglaublich viele Photoprobs. Neben Tellern, Besteck und Gläsern, gab es auch Unmengen an wunderschönen Blumen und wirklich sehr ansehnliches Essen. Jeder konnte sich also richtig austoben.

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Weil ich ja eher Natur, Menschen und Tiere fotografiere, aber mit Food- und Blumenfotografie so gar nix am Hut habe, fiel es mir am Anfang etwas schwer einen roten Faden zu finden.
Aber nachdem ich den anderen ein bisschen zugeschaut habe, packte auch mich die Kreativität und ich verschwand im Garten mit Blumen und leckeren Törtchen. Unglaublich!


Berit hat bei jedem mal drüber geschaut und Tipps, sowie Anregungen gegeben, aber jedem seinen Raum gelassen. Ich fand es total interessant zu erfahren, wie bestimmte Fotos von ihr in Szene gesetzt wurden und wie viel Körpereinsatz dabei gefragt ist.

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Am Ende war mein Magen voll mit leckerstem Essen und mein Kopf voll mit Ideen. Die Tage nach dem Workshop war ich so voller Inspiration, dass ich an jeder Ecke ein Motiv zum Fotografieren fand, auch wenn ich gar keine Kamera dabei hatte.

Der Workshop hat mir den Spaß am Fotografieren zurück gebracht und mir gezeigt, dass egal mit welchem Medium man nun seine Fotos aufnimmt, der Spaß im Vordergrund stehen sollte.
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Ich kann jeden den Workshop bei Berit wärmstens ans Herz legen. Die nächsten Termine stehen schon fest und wer jetzt Interesse hat, der schaut doch einfach mal bei Berit aufm Blog vorbei.

Analoge Fotoliebe Part 3

Diese Woche habe ich endlich meinen dritten analog Film aus der Entwicklung abgeholt. Diesmal hab ich mich an etwas neues gewagt und zwar habe ich mit einem schwarz weiß analog Film geknippst.

Das lustige war, dass ich das zwischenzeitlich total vergessen habe und bunte Blumen fotografiert habe. Persönlicher Fail! Aber irgendwie ist bei jedem Film bisher ein persönlicher Fail dabei gewesen. Aber das macht das spannende an der analogen Fotografie für mich aus. Fehler kannst du nicht direkt sehen, sondern erst wenn der Film voll ist und du ihn wieder abholst um die Ergebnisse zusichten. Entweder du hast den Film total versaut (dazu muss man aber viel verkehrt machen) oder aber der Bildausschnitt gefällt nicht. Oder wie bei mir: der Horizont oder andere Linien sind nicht gerade. Ich habe einfach immer n Knick in der Optik.

Was mich aber sehr zufrieden stellt, ist die Tatsache, dass ich das mit der großen Blende und der Tiefeschärfe endlich gerafft habe bei dieser Kamera. Ich weiß genau wann und wo welcher Bereich scharf ist und welcher nicht. Aber genug gesabbelt, nun folgen Ergebnisse!

Die folgenden Fotos sind oben auf dem Gasometer in Oberhausen entstanden. Dort war ich zusammen mit Diana, Norm und unserem Lieblingsami Thorin, um ihm ein bisschen Industriekultur näher zu bringen. Angesehen haben wir uns da die Ausstellung Wunder der Natur, die ich wirklich jedem ans Herz legen kann.

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Weiter gehts mit Fotos aus Arcen in den Niederlanden. Besucht habe ich da die Schlossgärten und hab mich direkt verliebt. Ernsthaft, wie schön ist bitte diese Anlage? Da gibt es sogar frei rumlaufende Störche und die asiatischen Gärten haben mich umgehauen. Wenn ihr mal in der nähe seid, dann geht da hin!

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Ich hab mir angewöhnt die Kamera öfter dabei zu haben um das Motiv nicht zu verpassen. Das Foto hier unten ist zb. so ein besonderer Moment. Es war so ein heißer Sommertag in Düsseldorf und nachdem wir unsere Bäuche schon mit Ramen vollgeschlagen haben, gabs noch ein frozen yoghurt oben drauf. Zum Abschluss habe ich dieses Foto geschossen und wenn ich mir dieses Foto heute ansehe, krieg ich ein ganz tolles Gefühl im Bauch, wenn ich an den Tag zurück denke.

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Auch beim Sommerfest der Blogowski Mädels war die Kamera mit dabei und hat den wunderschönen Moment eingefangen, in dem Ben Hermanski uns mit seinem Gesang und Liedern verzaubert hat. Dieser Abend war wirklich großartig. Nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Mädels und dem Schaukeln in der Dunkelheit.
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In Nijmegen hatte ich nicht nur analoge, sondern auch digitale Spiegelreflex dabei. Es war ein warmer Spätsommertag und ich schlenderte mit meinem Freund so durch die Altstadt und musste einfach so ein typisches #fromwhereistand Foto machen. Nur echt mit Birkenstocks!
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Last but not least ein Foto aus Hamburg, entstanden in der Nähe des Krankenhaus in Alterdorf. Wir hatten uns gerade nach der Trauerfeier umgezogen und schlenderten zum Eisessen und da war auf einmal dieser banksyeske Junge an der Wand, den ich unbedingt fotografieren musste.
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Was ich an der analogen Fotografie am meisten schätze ist, dass man sich viel mehr Gedanken darüber macht, was man festhalten möchte mit der Kamera und sich viel mehr Zeit nimmt für jede einzelne Aufnahme. Es gibt keinen Autofokus oder Bildstabilisator, auch eine Vorschau der Aufnahme ist nicht möglich. Jede Aufnahme ist eine Überraschung und wenn ich dann den Film nach der Entwicklung in den Händen halte, kann ich mich an jeden Moment genau erinnern.

Fotografiert ihr auch analog oder wollt es mal versuchen? Habt ihr vielleicht Empfehlungen welchen Film ich als nächstes benutzen sollte?

Beschissener Tag & analoge Fotoliebe Part 2

Heute ist ein beschissener Tag! Ich bin alleine zuhause und habe mich darauf eingestellt Möbel zusammen zu bauen. Und obwohl es gestern noch so aussah, als würde es auch heute aus Eimern kübeln, dachte sich das Wetter heute was anderes und die Sonne strahlte wirklich wunderschön vom Himmel. Sobald Daniel das Haus verlassen hatte, brach ich mal wieder in ein furchtbares Tief ein und lag wirklich locker 2 Stunden im Bett ohne etwas zu machen, außer mich alleine und verletzt zu fühlen.

Ich hasse solche Tage wie die Pest. Der Tag heute war eigentlich durchgeplant und eigentlich bin ich im Möbel aufbauen ne absolute Granate, eigentlich! Mit aber so einer dicken Wolke überm Kopf und einem schweren Gemüt bekomme ich selbst die einfachen Dinge nicht hin.

Aber ich will mich daran jetzt nicht festhalten, weswegen ich mal wieder meinen kleinen Blog mit Inhalt fülle! Ich muss nur noch 1 1/2 Stunden rum kriegen, dann bin ich nicht mehr alleine, körperlich und seelisch! Vor kurzem habe ich meinen zweiten analog Film entwickeln lassen und möchte euch nun mit den Ergebnissen bombardieren. Beim ersten Film hatte ich noch sehr große Probleme mit dem Fokussieren, aber nachdem mein Vater mir gezeigt hat, auf was ich achten muss, ist der jetzige Film viel viel besser geworden. Ich finde immer mehr gefallen an der analog Fotografie. (mehr …)