Magische Mottos #2 – Strukturen & Rhythmen

Der Februar ist fast vorbei und so möchte ich euch meinen Beitrag zu den magischen Mottos von Paleica nicht vorenthalten. Das Motto für den Februar, und somit das zweite Mottos dieses Jahres, lautet

Strukturen & Rhythmen

Ich hab mich jetzt mal eher mit dem Thema Strukturen, als mit Rhythmen auseinander gesetzt, weil ich zu Strukturen viel mehr beitragen kann. Ich habe in meinen Fotobeständen wirklich viele Fotos gefunden, die zum Thema Strukturen passen, aber irgendwie wollte sich kein roter Faden einstellen. Wahllos einfach Fotos aneinander reihen finde ich blöd, also wie kriege ich die Fotos in einem Kontext unter?

Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich habe mir die ausgesuchten Fotos angeschaut und genau zwei verschiedene Hauptthemen gefunden, nämlich einmal Strukturen, die in der Natur vorkommen und welche, die von Menschenhand entstanden sind.

Strukturen in der Natur

Die Natur bietet einfach die schönsten Strukturen überhaupt. Ich finde es faszinierend, welche regelmäßigen Strukturen ein Schneckenhaus hat oder wie präzise die Jahresringe eines Baumes sich durch den Stamm ziehen.

Ausgewählt habe ich einen Rosenbusch, der durch den Schnee wie eine Koralle wirkt. Damals hat es in Dortmund wirklich kräftig geschneit und ich habe den Arbeitsweg für tolle Schneefotos genutzt.

DSC_0079Im Sommer letzten Jahres hat mich das Wanderfieber gepackt und dabei ist das untere Foto von verschieden farbigen Tannen entstanden. Das war übrigens in der Nähe des Kahlen Astens.
kahler_asten_bergwald_blau2
Die folgenden Fotos sind bei einem Spaziergang am Schloss Berge bzw. am Berger See entstanden. Es war mitten im Winter, ein klirrend kalter Tag mit reichlich Sonnenschein. An diesem Tag hatte ich Lust detailreich zu fotografieren und so sind mir die Holzstrukturen besonders ins Auge gestoßen.


schloss_berge
Öfter auf den Boden oder in die Luft gucken. Dabei habe ich diese tolle Struktur von unzähligen Muscheln am Rhein in Duisburg entdeckt.
Rhein_Duisburg_10
Ich habe glaube ich eine heimliche Liebe für Baumstämme und deren Rinde. Besonders häufig fotografiere ich Birken, weil ich die helle Rinde schön finde. Auf meiner Lieblingshalde gibt es einen ganzen Wald aus Birken.

Strukturen, die durch Menschen entstanden sind

Aber nicht nur die Natur hat wirklich schöne Strukturen vorzuweisen, nein, auch wir Menschen haben ein Talent dafür. Aus jedem Material können wir etwas besonderes herstellen und neue Strukturen erzeugen.

Ich habe mich in dieser Kategorie für ein Foto von der Halde Haniel in Bottrop entschieden. Hier hat der Künstler Agustín Ibarrola hunderte Eisenbahnschwellen aufgestellt und das ganze Totems benannt.

halde_hanielWeiter geht es nach Duisburg in den Landschaftspark Duisburg Nord mein Paradies aus Strukturen und Rhythmen. Alter Stahl der rostet und überall Schrauben, Muttern und Ventile. Hier wird man vor Strukturen praktisch erschlagen!
landschaftspark-duisburg_hochofen


Aber auch eine fleckige Wand kann Strukturen aufweisen. Hier im Ruhrmuseum auf Zollverein in Essen.
zollverein_innenDie schönste Struktur, die von Menschenhand erschaffen wurde, ist aber für mich Tiger & Turtle in Duisburg. Mein Fotografenherz ist praktisch vor Formen und Lichteinfall ersoffen und ich habe von keinem Kunstobjekt so viele Fotos gemacht.
TigerTurtle_23


Das letzte Foto entstand beim Parkleuchten in der Gruga in Essen, Rhythmus aus Licht und Schatten.

Wenn Mensch und Natur kollidieren

Es gibt aber auch genau so viele Schauplätze, an denen die Natur mit uns Menschen kollidiert. Das kann entweder künstlerisch sehr anmutend sein oder sehr traurig für die Natur.

Ein positives Beispiel von dem Einklang von Mensch und Natur ist der Zengarten im Hamburgs botanischen Garten. Der Kies wurde von Menschenhand bearbeitet und wirkt nun durch die neue Struktur wie ein Kiesmeer.

HH_botanisch_steingarten
Ebenfalls in Duisburg am Rhein entdeckt, ein Meer aus Muscheln versetzt mit Müll. Das ist dann wohl ein negatives Beispiel, in dem der Mensch die Natur verschmutzt.
Rhein_Duisburg_21

Es gibt aber auch das Beispiel, in dem sich die Natur ihr Revier zurück erobert und auf die Zivilisation der Menschen einen feuchten Furz gibt. Gesehen unter anderem in Oostende und Brügge.

Holz ist wohl eins der häufigsten Materialien der Natur, die wir als Mensch verarbeiten. Sinnbildlich habe ich mir hierfür zwei Fotos ausgesucht. Das erste zeigt eine Hütte auf dem Pilatus in Zürich. Mit Holztäfelchen gedeckt und von Menschenhand bekritzelt worden.
pilatus_zürich_gipfel_holzBeispiel 2: Ein Vogelhaus, dass an einem Baumstamm angebracht wurde. Dieses Exemplar könnt ihr übrigens im Wildpark in Zürich finden.
wildpark_zürich_vogelhaus_stamm

Damit endet meine Reise der Strukturen und Rhythmen in Fotos. Wenn ihr Interesse an den anderen Teilnehmern habt, findet ihr wie immer hier eine Liste.

Achtet ihr beim Fotografieren auf Strukuren und Rhythmen, oder knipst ihr einfach drauf los?