Feiertag im Nordsternpark

Wisst ihr noch wie das Wetter am diesjährigen Vatertag war? Wie, dass wisst ihr nicht mehr? Dann werd ich eure grauen Zellen mal wieder in Schwung bringen mit den folgenden Fotos.

Am Vatertag war nämlich Bombenwetter! Und genau aus diesem Grund sind der Liebste und ich auf unsere Räder gestiegen und haben ne kleine, aber feine Fahrradtour am Kanal entlang zum Nordsternpark in Gelsenkirchen gemacht.


Wir waren natürlich nicht die einzigen Leute, die bei diesem sonnigen Wetter mit den Fahrrädern unterwegs waren, weswegen es zwischendurch echt voll wurde am Rhein Herne Kanal. Auf Höhe der Schleuse wussten wir kurzzeitig nicht weiter und wurden von einem netten Fahrradmenschen auf ein kleines Kunstobjekt hingewiesen. Zunächst ging es eine Treppe einen kleinen Berg hinauf. Von dort hatten wir eine prächtige sich auf das BP Öl-Werk in Horst.
Raffinerie
War das jetzt schon die Kunst, fragte ich mich. Nach kurzer Überlegung gingen wir einen verschlungenen Pfad entlang und kamen zu einem riesigen Felsen, der aber irgendwie nicht natürlich aussah. Genau das war die Kunst, die wir suchten. Das Foto hat es übrigens auch schon in das Magic Letters Projekt geschafft! Mehr zu diesem Felsen, findet ihr unter dem Link.
Felsen
Vom Ölgestank angewidert, kraxelten wir den kleinen Hügel wieder runter und fuhren auf der schattigen Kanalseite weiter bis zum Nordsternpark. Weil uns auf den Wegen viel zu viele Menschen waren, sind wir erstmal auf den Turm hoch und haben uns Gelsenkirchen von oben angeguckt. Da oben wehte ein schönes Lüftchen und der Blick war einmalig. Man konnte unglaublich weit sehen.
Ticket zum Turm

Foerderturm
Seit geraumer Zeit kann man auch oben auf dem Förderturm der Kunst direkt auf den Arsch gucken. Ja dieses komische Männchen, dass sich Herkules von Gelsenkirchen nennt, soll Kunst sein. Um genau zu sein 18 Meter hohe Kunst, die man noch aus sehr weiter Ferne erblicken kann. Ich hab euch da mal eine Arsch an Arsch Kollage gebastelt ↓ (psst: noch ein Magic Letters Foto, diesmal zum Thema jetzt)


herkules
Mein Bruder kriegt jedes mal n Hals wenn er den Herkules erblickt und gibt ihm unflätige Namen. Die werde ich jetzt aber mal nicht wiedergeben.
aussicht
Auf dem Turm oben drauf, hat sich auch mal wieder meine Superkraft gezeigt. Es passiert nämlich immer wenn ich etwas genießen möchte, für das ich gezahlt habe und dieses etwas noch auf kleinem Raum stattfindet, dass mindestens ein Arschlochkind anwesend ist. Entweder ist es ein dauerschreiendes Kind oder aber eins, dass dir die ganze Zeit auf die Füße tritt oder dir sonst wie auf den Sack geht. Jetzt ratet mal, was aus dem Aufzug nach uns stieg? Genau – ein Arschlochkind. Der kräftige Wind da oben lies die Eltern aber schnell wieder abhauen, mit dem Kind. Ein Glück. Danach wars fast friedlich da oben!
wasser
Weil die Aussichtsplattform jetzt aber auch nicht ewig groß ist, waren wir nach knapp 20 Minuten durch und radelten zu einer nicht ganz so überfüllten Fläche, setzten uns ins Gras und genossen einfach ein wenig die Sonne.

Das Fahrrad auf dem Foto ist übrigens mein Altes. Ich habe es damals von Hand abgeschliffen und dann auch per Hand angepinselt. Es ist nicht perfekt, aber die Farbe liebe ich heute noch. Jetzt habe ich so einen schicken weißen Beach Cruiser, den ich mit einem Lastengepäckträger samt knallpinker Kiste modifiziert habe. Das Fahrrad ist wunderschön, aber definitiv nicht für hügelige Landschaften gemacht. Deswegen dauert jede Fahrradtour nun etwas länger, dafür bin ich die Queen of the road!
fahrrad
Fun Fact: ich habe trotz Vatertag nur einmal jemanden in ein Gebüsch pinkeln sehen. Dafür sah ich mehrere von diesen Väter-Kolonnen, von denen sicher nicht mal die Hälfte schon Nachwuchs hat.