Hipster, Sushi und City and Colour

Montag, 14 Uhr: ich fahr den Arbeitsrechner runter und verabschiede mich von meinen Arbeitskollegen. Einige gucken verdutzt, andere wünschen mir viel Spaß.

Ich mache mich auf dem Weg nach Köln um mich mit Norm und Diana zu treffen, denn abends findet das City and Colour Konzert statt, auf das ich mich seit Monaten freue.

Direkt als bekannt wurde, dass City and Colour wieder auf Tour gehen, habe ich mir zwei Karten gesichert. Das letzte, eigentlich mein erstes, Konzert der Band durfte ich im Juni 2013 in der Lichtburg erleben. Es war eins der schönsten Konzerten, auf denen ich je war. Ja ich geben zu, ich vergoss sogar ein paar Tränchen, weil mich der Gesang und die Atmosphäre so richtig getroffen haben.

Diesmal ging es also mit meinen Lieblingsmenschen aufs Konzert um Dallas Greens wundervollen Stimme zuzuhören.

Wir trafen uns auf der Domplatte und ich knipste ein paar Bilder und nahm dieses kleine Video auf. Das Copyright liegt hier bei Herrn Zach Thomas (das muss jetzt keiner verstehen!)

Dicke Menschen brauchen immer einen wohlgefüllten Magen, also machten wir uns auf den Weg zu Bentobox und fanden direkt daneben einen Urban Outfitters. Erst in dem Laden selber fiehl mir die hohe Hipsterdichte in ganz Köln auf. Überall Mädels mit Leggings als Hose, dicken Boots bzw. Sneakern und diesen komischen Carhartt Penismützen auf dem Kopf. Der Laden hatte allerhand interessanten, aber auch überteuerten Scheiß zu bieten.

Auch bei Bentobox schlurften nur Hipsterkellner umher, das Sushi war jedoch ganz große Klasse und bereicherte meinen Tag doch sehr. Seit einem enormen Zitteranfall gehe ich nämlich nicht mehr mit leeren Magen auf Konzerte.


Jetzt war es aber höchste Zeit unsere Ärsche zur Live Music Hall zu bewegen. Am Eingang hatte ich dann erstmal Ärger wegen meiner DSLR, aber nach kurzem Nervenzusammenbruch ließ sich das auch klären. Die Halle war VOLL! Ich wusste es nicht im Vorfeld, aber das Konzert war ausverkauft und als wir rein kamen, spielte schon die Vorband Hannah Georgas.

In der Menge fanden wir trotz der vielen Menschen auch noch zwei Freunde und dann kam auch schon City and Colour auf die Bühne. Viel gesehen habe ich leider nicht, vor mir standen 3 gigantische Menschen und jedes mal wenn ich Dallas Kopf erahnen konnte, bewegte sich wieder jemand vor mir.

Ich hatte mir vorgenommen das Konzert einfach zu genießen und jeden Song in mich aufzusaugen. Die Akustiksongs brachten mir Gänsehaut und Tränen in die Augen und Dallas Stimme jagte mir ein Zittern durch den Körper. Es war einfach wunderschön. Ich sang jeden Song mit und vergaß alles um mich herum. Genau so muss sich ein Konzert anfühlen. Man muss die Songs nicht nur hören, sondern auch in der Seele spüren können.

Wegen der schlechten Sichtverhältnisse gibts keine Fotos vom Konzert selber, aber da lassen sich bestimmt welche im Internetz finden, falls es jemanden interessiert.

Der ganze Tag war Puderzucker für meine Seele. Ich durfte nicht nur eine meiner Lieblingsband live sehen, sondern dieses Erlebnis mit meinen liebsten Menschen teilen. Solche Tage soll, nein muss es öfter geben.